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Rangsdorf Ehemaliger Bürgermeister verlässt Rangsdorfer Gruppe wegen AfD-Politikerin
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09:10 30.07.2019
Jürgen Muschinsky lebt seit 1955 in Rangsdorf und war von 1992 bis 1993 Bürgermeister der Gemeinde. Nun wollte er auf Facebook ein Zeichen gegen die rechtsorientierte Politik der AfD setzen. Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

 Ein Facebook-Beitrag von Rangsdorfs ehemaligem Bürgermeister und CDU-Lokalpolitiker Jürgen Muschinsky hat am Wochenende für Diskussionen im Internet gesorgt. Dabei schrieb der Senior am Samstagvormittag, aus einer Rangsdorfer Facebook-Gruppe auszutreten, nachdem er gesehen habe, dass Birgit Bessin, stellvertretende Landesvorsitzende der AfD und parlamentarische Geschäftsführerin der AfD-Fraktion im Landtag, ebenfalls Mitglied in dieser Gruppe ist.

„Ich achte Frau Bessin als Bürgerin der Gemeinde Rangsdorf, aber da ich für die Demokratie bin, verlasse ich diese Gruppe“, schrieb der Kreisvorsitzende der Senioren Union.

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So wurde der Beitrag von Jürgen Muschinsky auf Facebook kommentiert

Diverse Rangsdorfer kommentierten den Beitrag und konnten die Entscheidung des ehemaligen Rangsdorfer Bürgermeisters nicht nachvollziehen. „Wenn Herr Muschinsky die Gruppe verlassen möchte, kann er das, aber warum geht er dann nicht einfach?“, fragt ein Groß Machnower.

Das Rangsdorfs ehemalien Bürgermeister an der AfD-Politikerin stört

Auch am Montag stand Jürgen Muschinsky zu seiner Entscheidung. Er habe am Samstagmorgen aus Interesse geschaut, wer die rund 1.900 Mitglieder der Rangsdorfer Facebookgruppe sind und dabei Birgit Bessin entdeckt, die mit ihrer Familie in der Gemeinde lebt.

„Ich sehe die Mitglieder der Gruppe als einer Art Bekanntenkreis, mit dem ich mich auf Facebook umgebe. Und ich habe keine Lust, mich mit einer Politikerin zu umgeben, mit deren politischer Auffassung ich ein Problem habe.“

Muschinsky: „Diese Werte gehören für mich nicht zu einem bürgerfreundlichen Rangsdorf dazu“

Seiner Meinung nach sei das Ergebnis der Kommunalwahl ein deutliches Zeichen, dass Rangsdorfer aufpassen müssten, wie sich die Gemeinde entwickelt. Die AfD nimmt in der im Mai gewählten Gemeindevertretung zwei von 22 Sitzen ein. „Heißt Demokratie nicht, alle Meinungen zu akzeptieren – auch wenn sie einem nicht passen – und den Diskurs zu suchen“, fragt ein weiterer Rangsdorfer. Ein weiterer Facebook-Nutzer pflichtet ihm bei. Die gewählten Parteien sollten sich „nicht gegenseitig kaputt machen“, sondern lieber Hand in Hand arbeiten.

Warum er nicht den Diskurs sucht, erklärt Muschinsky wie folgt: „Diese Werte, für die sie steht, sind nicht mit unseren demokratischen Werten vereinbar. Sie gehören für mich nicht zu einem bürgerfreundlichen Rangsdorf, zu einem bürgerfreundlichen Deutschland dazu.“

Birgit Bessin war bisher für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Von Fabian Lamster

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