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Rangsdorf Ausbau der Winterfeldallee: Entwurf steht fest
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Ausbau der Winterfeldallee: Entwurf steht fest
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19:33 05.11.2019
Die Löcher sind mittlerweile mehrere Zentimeter tief – sie machen ein Befahren der Winterfeldallee kaum mehr möglich. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Rangsdorf

Die Winterfeldallee in Rangsdorf ist in einem sehr schlechten Zustand. Der Regen hat tiefe Löcher in die unbefestigte Straße gespült. Das Wasser steht in den Pfützen mehrere Zentimeter hoch. Ein Durchfahren ist kaum mehr möglich. Der Schlamm spritzt nach oben und die Stoßstange liegt auf. Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) hat erkannt, dass er schnell handeln muss, wie die Beschlussvorlage deutlich macht.

Denn der schlechte Zustand soll sich nun ändern: Nach langem Hin und Her, vielen Beratungen und einer Einwohnerversammlung im Sommer dieses Jahres steht ein Plan für den Ausbau der Straße im Osten der Stadt. Die Gemeindevertreter haben sich auf ihrer jüngsten Sitzung auf eine Variante geeinigt, mit großer mehrheit dafür gestimmt.

Etwa 300 Meter - zwischen Großmachnower Straße und Wiesengrund - sollen von der Winterfeldallee ausgebaut werden. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Drei Entwürfe standen zur Wahl. Das beauftragte Ingenieurbüro hatte sie erarbeitet. In den Details stecken die Unterschiede. Pflaster oder Asphalt? Soll es Bordsteine geben? Wie kann der Gehweg aussehen? – Solche Fragen galt es zu klären. Schnell stand für alle Beteiligten fest, dass es der dritte Entwurf werden soll – eine Pflasterstraße ohne viel Schnickschnack.

Keine hohen Bordsteine

Der Umbau betrifft den etwa 300 Meter langen Abschnitt der Winterfeldallee zwischen der Großmachnower Straße und dem Wiesengrund. Bäume müssen dafür keine weichen. Es handelt sich aktuell um eine sogenannte Anliegerstraße – die Fahrzeuge dürfen 50 Stundenkilometer fahren. Auf einer Breite von insgesamt 6,80 Meter soll die Straße nun erneuert werden.

Die Straße ist völlig unbefestigt, der Regen hat große Löcher in die Erde gespült. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Etwa 1,80 Meter ist der Gehweg breit. Es wird keine hohen Bordsteine geben, so der Plan. Der Bereich für die Fußgänger werde allein optisch abgegrenzt. Größere Fahrzeuge könnten demnach die gesamte Fahrbahnbreite zum Ausscheren oder Wenden nutzen. Das Parken wäre am östlichen Fahrbahnrand möglich.

Kein Geld für Ausbau bereit

Die Verwaltung will nun prüfen, wie die Geschwindigkeit des dortigen Verkehrs gedrosselt werden kann. Möglich wären Einengungen am Straßenrand oder leicht erhöhte Schwellen, wo die Fahrer ihre Autos abbremsen müssten. Denkbar wäre auch ein verkehrsberuhigter Bereich. Die Genehmigungen dazu gibt es aber noch nicht.

Schlamm, Pfützen und große Löcher - die Winterfeldallee ist in einem sehr schlechten Zustand. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Bislang steht allein der Plan dafür. Die Verwaltung wird das nun prüfen und weitere Schritte einleiten. Denn aktuell ist dafür kein Geld im Haushalt verankert. Das müssten die Gemeindevertreter in der kommenden Debatte beschließen. Noch liegt jedoch kein Entwurf für den Haushalt der Gemeinde im kommenden Jahr vor.

Keine Anliegerbeiträge mehr

Die Kosten für den Umbau der Straße in Höhe von rund 748.400 Euro müsste die Kommune vollständig übernehmen. Bis vor einem Jahr wurden auch die Anlieger mit 25 Prozent der Gesamtkosten zur Kasse gebeten. Das fällt mit einem neuen Gesetz der Landesregierung aus dem Juni dieses Jahres weg. Unberührt davon bleibt die Beteiligung an den Kosten der Grundstückszufahrten.

Der nördliche Teil der Winterfeldallee ist bereits asphaltiert ausgebaut. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Andererseits gibt es noch keinen finanziellen Ausgleich für die Kommunen. Eine Verordnung, die das regeln soll, gebe es laut der Gemeindeverwaltung bislang nur als Entwurf. Demnach bekomme Rangsdorf jährlich eine Pauschale zwischen 100.000 und 150.000 Euro als Ausgleich für den kommunalen Straßenbau. Das reiche jedoch nicht aus, um den Ausbau der Winterfeldallee zu finanzieren.

Von Marcus J. Pfeiffer

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