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Rangsdorf Angebote für Kinder und Jugendliche fehlen
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Angebote für Kinder und Jugendliche fehlen
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11:30 15.01.2019
Der Rangsdorfer See bietet idyllische Anblicke – vielleicht auch ein Grund dafür, dass 71 Prozent der Rangsdorfer ihre Wohnlage als gut bezeichnen. Quelle: Dötzel
Rangsdorf

Die ersten Ergebnisse der Umfrage zur Zukunft der Gemeinde Rangsdorf sind da. Es haben mehr Bürger teilgenommen, als erwartet und die Erkenntnisse sind in manchen Rubriken sehr eindeutig.

Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) hatte im Oktober einen Fragebogen veröffentlicht, der grundsätzlich die Frage stellte, wohin sich die Gemeinde in Zukunft entwickeln solle. Die Bürger konnten in mehreren Kategorien Antworten abgeben, darunter beispielsweise öffentliche Angebote, Verkehr und Umwelt.

Viele Teilnehmer bei Umfrage

Insgesamt 338 Rangsdorfer haben teilgenommen, mehr, als Rocher erwartet hatte. „Ich freue mich, dass so viele Bürger bei der Umfrage mitgemacht haben“, sagte er am vergangenen Donnerstag, als er die Ergebnisse den Rangsdorfer Gemeindevertretern präsentierte. Zwar seien noch nicht alle Kategorien ausgewertet worden, aber an den vorläufigen Ergebnissen ließen sich bereits Trends ablesen.

Die schlechten Nachrichten zuerst: Die Bürger beurteilen die Angebote für Kinder und Jugendliche in Rangsdorf insgesamt sehr negativ. Rund 60 Prozent der Befragten sagen, dass das Angebot speziell für Kinder nicht ausreicht.

Wenig Angebote für Jugendliche

Im Jugendbereich sieht es noch düsterer aus: 77 Prozent der Befragten empfindet das Angebot für Jugendliche in der Gemeinde als nicht ausreichend. Nur 5 Prozent sind zufrieden und 17 Prozent haben keinen Bedarf in diesem Bereich. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ungefähr acht von zehn Rangsdorfern, die an der Umfrage teilgenommen haben, Angebote für Jugendliche nutzen oder fordern.

Was Kindertagesstätten angeht, sind die Rangsdorfer offenbar zufriedener. Immerhin knapp 40 Prozent betrachten das Kita-Angebot in der Gemeinde als ausreichend.

Ältere Menschen sind zufriedener

Ein wenig besser sieht es auch bei den Angeboten für ältere Menschen aus. Dort sehen zwar 43 Prozent der Befragten keinen Bedarf, weil sie offenbar nicht betroffen sind, aber weitere 30 Prozent finden, dass die Angebote in Rangsdorf ausreichen. Nur 27 Prozent haben „nicht ausreichend“ angekreuzt.

Die Umfrage zeigt auch, dass viele Rangsdorfer das Angebot an kulturellen Veranstaltungen in der Gemeinde nutzen. Nur rund sieben Prozent gaben an, keinen Bedarf in dem Bereich zu haben. Von denjenigen, die das kulturelle Angebot wahrnehmen, sind jedoch 51 Prozent der Meinung, es reiche nicht aus. Ähnlich ist es beim Angebot an Sporthallen, hier sind 57 Prozent unzufrieden. Unter den am häufigsten genannten fehlenden Angeboten waren Cafés und Restaurants, ein Wochenmarkt, eine Schwimmhalle, Fachärzte und ein Kino.

Auswertung der Pendler

Interessant ist auch die Auswertung der Transportmittel, die die befragten Bürger nutzen, um zur Arbeit zu gelangen. Die Hälfte fährt mit dem Auto zur Arbeit, nur ein Viertel der Befragten nehmen die Bahn. Von den Pendlern fahren 70 Prozent nach Berlin und zehn Prozent nach Potsdam.

Trotz aller Unzufriedenheit, die durch die Umfrage deutlich geworden ist, leben die meisten Menschen gerne in ihrer Gemeinde. 71 Prozent gaben an, sich in Rangsdorf wohl zu fühlen.

Zukunftskonferenz am Sonnabend

Mit den Ergebnissen veranstaltet Bürgermeister Rocher am kommenden Sonnabend, 19. Januar von 13 bis 17 Uhr eine „Zukunftskonferenz“ im Rathaus. „Wir wollen gemeinsam die Weichen stellen, wie nachfolgende Generationen in unserem Ort leben werden“, sagt er.

Hier klicken für die Umfrageergebnisse.

Von Jonas Nayda

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