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Rangsdorf Gedok hat Westbesuch
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Gedok hat Westbesuch
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00:33 30.06.2019
Diese aparte junge Frau, die mit Neugier die „Westbesuch“-Kunstwerke zu betrachten scheint, ist eine Arbeit von Dagmar Langer. Quelle: Karen Grunow
Rangsdorf

Im Jahr 30 nach dem Mauerfall ist der Blick zurück auf jene Zeit manchmal schon fast ein nostalgischer, die eigene Erinnerung fokussiert stärker auf bestimmte Begebenheiten. Das gilt auch für die Kunstwerke, die derzeit in der Rangsdorfer Gedok-Galerie Kunstflügel zu sehen sind. Alle Arbeiten sind quasi „Westbesuch“, denn sie sind von Künstlerinnen der Karlsruher Gedok geschaffen worden. Es ist ihr Blick auf die jüngere deutsch-deutsche Geschichte. Manches zitiert ein Klischee, da sind etwa jene – aus feiner Keramik hauchdünn gefertigten Bananenschalen von Hannelore Langhans: „Im Westen nichts Neues“, nennt sie diese mit offensichtlicher Ironie.

24 Arbeiten von zwölf Künstlerinnen sind noch bis zum 7. Juli im Kunstflügel zu sehen. Danach ist bei der Gedok erst einmal Sommerpause, bevor ab dem 25. August mit neuer Ausstellung die zweite Halbzeit des Geburtstagsjahres eingeläutet wird. Denn im April 1994 wurde durch die Kunstwissenschaftlerin Gerlinde Förster und die Künstlerinnen Ines Arnemann, Solveig Bolduan, E.R.N.A., Doret-Nanette Grzimek, Sigrid Noack, Karin Sander, Gudrun Schlemmer und Erika Stürmer-Alex die Gedok Brandenburg gegründet.

Ab September geht es um Fontane

Zunächst dürfen vom 25. August bis zum 13. Oktober zehn neu in die Gemeinschaft aufgenommene Künstlerinnen ihre Arbeiten im Kunstflügel präsentieren. Ein großes Projekt eröffnet dann am 14. September um 16 Uhr im Schloss Neuhardenberg: „F. – Jahrhundertwanderungen“ vereint Werke von 25 Künstlerinnen aus sieben Bundesländern anlässlich des 200. Geburtstags Theodor Fontanes. Zu der Zeit wird neben einer Publikation zu dieser Ausstellung auch der große Katalog erscheinen, in dem 25 Jahre Gedok gewürdigt werden.

spannende neue Montagsfilme

Um bei Fontane zu bleiben, wird die neue Saison der sehr beliebten monatlichen Filmreihe „Montagsfilm“ am 16. September um 19.30 Uhr im Gedok-Haus mit „Effi Briest“ starten. Gezeigt wird die DDR-Verfilmung von 1968/69 mit Angelika Domröse und Horst Schulze. Pianistin Ursula Meyer und Violinistin Bettina Sitte treten am 5. Oktober um 17 Uhr mit „Mozart plus“ im Gedok-Pavillon auf. In der Gesprächsreihe „Rangsdorfer Abend“ wird am 12. Oktober ab 19 Uhr Gedok-Vorsitzende Gerlinde Förster befragt. „Einer trage des anderen Last“ wird als Montagsfilm am 14. Oktober vorgeführt.

Und am 18. Oktober werden sechs der Künstlerinnen der Gedok Brandenburg in Karlsruhe erwartet; quasi als Gegenbesuch. Ein spannender Austausch, dessen Auftakt derzeit in der Galerie Kunstflügel mit Fragen zur Emanzipation und Erinnerungen an Ost-West-Freundschaften konfrontiert.

Von Karen Grunow

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