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Rangsdorf Grundsteinlegung für neue Kita Lino
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Grundsteinlegung für neue Kita Lino
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05:20 16.06.2018
Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) und Heiner Grotjan (r.), Geschäftsführer der Bonus GmbH, versenken Baupläne in der Schatulle.
Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) und Heiner Grotjan (r.), Geschäftsführer der Bonus GmbH, versenken Baupläne in der Schatulle. Quelle: Christian Zielke
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Rangsdorf

Als sich 2009 Rangsdorfer Eltern zusammentaten und den Verein Kita Lino gründeten, ahnte wohl niemand, welche Ausmaße ihre Initiative eines Tages annimmt. Am Donnerstag wurde der Grundstein für die neue Kita Lino in der Heinestraße gelegt. Dort sollen ab Anfang kommenden Jahres bis zu 90 Kinder betreut werden. Ein Drittel davon sind Krippenplätze.

„Es wird ein tolles Haus“, verspricht Heiner Grotjan, der Geschäftsführer der Firma Bonus, die den Neubau errichtet. Sein Unternehmen ist vor allem auf Gewerbeimmobilien spezialisiert, hat aber auch Erfahrung im Kita-Bau. „Es ist der dritte Kindergarten, den wir bauen“, sagt Grotjan.

Neubau kostet mehr als zwei Millionen Euro

Ende vorigen Jahres hatte die Gemeinde Rangsdorf den Bau einer neuen Kita ausgeschrieben. Grotjan hat sich dafür beworben und den Zuschlag bekommen. Mehr als zwei Millionen Euro soll der eingeschossige Flachbau samt Innenausstattung kosten. Die Gemeinde mietet das Haus für 180000 Euro im Jahr vom Investor.

In den kommenden vier Wochen soll der Rohbau mit seinen rund 750 Quadratmetern Fläche fertig und überdacht sein, sagt Heiner Grotjan, dann beginnt der Innenausbau. „Wir wollen das Haus im November an die Betreiber übergeben“, sagt er.

Container werden Ende des Jahres leer geräumt

Dann beginnt für Melanie Eichhorst, die Vorsitzende des Vereins Kita Lino und ihre Mitstreiter die Arbeit. Nach der provisorischen Kita am Pramsdorfer Weg müssen sie erneut ein Haus mit Möbeln und Spielsachen einrichten. „Zum Glück haben wir schon die Grundausstattung“, sagt Melanie Eichhorst. Sobald die neue Kita fertig ist, werden die Container am Pramsdorfer Weg leer geräumt. „Wir freuen uns auf die hellen und großzügigen Räume“, sagt sie. Erste Anmeldungen von Eltern für 2019 gibt es bereits.

Bei der Grundsteinlegung durften die Kita-Kinder die Schaufel in die Hand nehmen. Quelle: Christian Zielke

Ideen, wie sich das naturnahe Konzept am neuen Standort umsetzen lässt, hat Melanie Eichhorst schon. Nach dem Umzug sollen sich die Kinder mit den Themen Nachhaltigkeit und Kunst und Plastik im Meer beschäftigen. „Wir wollen vernetztes Denken fördern“, sagt Melanie Eichhorst. Dabei soll das fast 2000 Quadratmeter Außengelände eine wichtige Rolle spielen, das ebenfalls vom Investor hergerichtet wird.

Rangsdorf braucht 20 neue Kita-Plätze pro Jahr

Für die Gemeinde schafft die neue Kita etwas Luft in einer dauerhaft angespannten Lage. Pro Jahr braucht Rangsdorf 20 zusätzliche Kindergartenplätze – was bedeutet, dass spätestens 2020 die Kapazitätsgrenze erreicht ist. „Wir brauchen spätestens 2023 eine weitere Kita“, sagt Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Der Zuzug ist ungebrochen und dürfte mit der geplanten Bebauung des Bücker-Geländes und dem angekündigten S-Bahn-Anschluss weiteren Schwung bekommen. „Dann wird es so richtig losgehen“, sagt Rocher. Investor Heiner Grotjan sagt, er könne sich vorstellen, einen weiteren Kindergarten oder eine Schule in Rangsdorf zu bauen.

Von Christian Zielke