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Rangsdorf Ghettofaust und fette Beats
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Ghettofaust und fette Beats
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00:27 24.11.2018
Hip-Hop-Weltmeister Romeo Schirmer (l.) mit der „Rangsdorfer Mega-Crew“. Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

 Arm an Arm, Faust an Faust – auf eine anständige Begrüßung legt Romeo Schirmer großen Wert. Sobald einer der Teilnehmer den Raum betritt, wiederholt sich das Ritual, das auch unter dem Namen Ghettofaust bekannt ist und unter Hip-Hoppern zum guten Ton gehört.

30 Kinder zwischen fünf und acht Jahren muss Romeo Schirmer bändigen. „Sie sind wie Raubtiere und ich bin der Dompteur“, sagt der dreifache Hip-Hop-Weltmeister.

100 Teilnehmer an einem Nachmittag

Seit September bietet er jeden Dienstag im See-Hotel in Rangsdorf Hip-Hop- und Breakdance-Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Das Interesse ist groß, es gibt sogar eine Warteliste. Etwa 100 Teilnehmer bringt Romeo Schirmer an einem Nachmittag in Bewegung. Jede Altersgruppe hat ihren eigenen Namen.

Die Jüngsten (fünf bis acht Jahre) nennen sich „Rangsdorfer Mega-Crew“. Die neun- bis 16-Jährigen treten als Hip-Dancer und Break-Squad an. „Nur die Erwachsenen haben noch keinen Namen“, sagt Romeo Schirmer. Seine kumpelhafte Art kommt an. Sobald die Kinder ihn erblicken, stürmen sie auf ihn zu, recken die Faust und würden am liebsten alles erzählen, was in der vergangenen Woche los war.

Klare Regeln für alle

„Es ist gar nicht so einfach, das Mitteilungsbedürfnis zu befriedigen“, sagt der 42-Jährige. Dass es ihm gelingt, liegt an klaren Regeln, die er aufgestellt hat. „Alle geben sich die Hand und zeigen Respekt für den anderen“, sagt er.

Sobald die ersten Töne aus dem Lautsprecher klingen, sprechen ohnehin die Arme und die Beine der Kursteilnehmer. Aufwärmen und Dehnen stehen stets als erstes auf dem Programm, anschließend werden die Schritte vom letzten Mal wiederholt, bevor das Lernen einer neuen Choreographie ansteht. Mit großen Augen folgen die Kinder den Anweisungen des Hip-Hop-Meisters.

Erst tanzt der Sohn, dann die Mutter

Nicht weniger groß sind die Augen der Eltern. Vor allem am Anfang waren sie oft erstaunt, wie es Romeo Schirmer gelungen ist, den Bewegungsdrang der Kinder in geordnete Bahnen zu lenken. „Für die Kleinen bin ich ein bewegliches Mysterium“, sagt er.

Der Siebenjährige Timo ist von Anfang an dabei. Besonders stolz ist er auf den „Three step“, einen Tanzschritt, den er bereits gut beherrscht. „Meistens macht es Spaß“, sagt er. Seine Mutter Angelina Heidenreich tanzt selbst in der Erwachsenengruppe. „Man kann gut Energie rauslassen und tut was für seine Fitness“, sagt sie. Außerdem habe sie viele neue Leute kennengelernt.

Für ihren Timo mit seinem Bewegungsdrang ist Hip-Hop genau das richtige. Zuvor hatten sie es mit Kinderzumba probiert. Als sie ihrem Sohn vom Hip-Hop-Kurs erzählte, sei er sofort begeistert gewesen“, sagt Angelina Heidenreich. „Sobald er hier ist, dreht er auf.“

Von Christian Zielke

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