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Rangsdorf Hort-Container werden teurer
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10:40 01.02.2019
In den Containern ist der Hort der Grundschule Rangsdorf untergebracht. Der Hort hat eine Kapazität von 255 Kindern. Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

Die Hort-Container auf dem Schulhof der Grundschule in Rangsdorf werden teurer. Das im Haushalt eingeplante Geld der Gemeinde reicht nicht aus. Deshalb beschlossen die Rangsdorfer Gemeindevertreter am Mittwochabend zusätzliche Ausgaben in Höhe von rund 191.000 Euro für die Jahre 2020 bis 2022. So lange sollen die Container noch genutzt und im Sommer 2019 sogar erweitert werden.

Bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung kam es zu einer hitzigen Debatte über irreführende Informationen des Bürgermeisters zu dem Thema. Ralf von der Bank (fraktionslos) warf Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) vor, er nutze sein Amt, um durch tendenziöse Nachrichtenverbreitung Wahlkampf zu machen.

Rocher hatte Anfang Januar in einer schriftlichen Mitteilung an alle Rangsdorfer Haushalte verbreitet, eine Mehrheit aus SPD, CDU, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen sei dafür verantwortlich gewesen, dass die Container auf dem Schulgelände bis 2022 bleiben sollen. Sein Vorschlag, als Hortgebäude den ehemaligen Penny-Markt in der Großmachnower Straße zu mieten, war abgelehnt worden.

Was Rocher dabei nicht mitgeteilt hatte, war, dass es sich um eine namentliche Abstimmung gehandelt hatte. Jeder einzelne Gemeindevertreter hatte unabhängig von seiner Fraktion votiert und auch Ralf von der Bank hatte gegen den Vorschlag des Bürgermeisters gestimmt. Außerdem hatten mehrere Gemeindevertreter wegen Befangenheit nicht abgestimmt.

„Ich bin ausgegrenzt und so diskreditiert worden“, sagt Ralf von der Bank. Der Fall sei nur ein aktuelles Beispiel davon, wie er systematisch benachteiligt werde, erklärte er. Klaus Rocher reagierte gelassen auf die Vorwürfe. „Sie kriegen dazu eine Antwort von mir, aber schriftlich und nicht heute“, sagte er am Mittwochabend zu Ralf von der Bank.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Jan Hildebrandt (SPD) stellte klar, dass Sachverhalte überall so dargestellt werden sollten, wie sie sich tatsächlich abgespielt haben.

In der Abstimmung über die 191.000 Euro war der Bürgermeister dagegen, die zusätzlichen Ausgaben für die Hort-Container zu genehmigen. Seiner Meinung nach wäre es günstiger, die mobilen Einheiten zu nutzen, die im Pramsdorfer Weg stehen. Auch, wenn die Hort-Kinder dafür mit Bussen von der Schule dorthin gefahren werden müssten. Eine Mehrheit der Gemeindevertreter überstimmte den Bürgermeister jedoch.

Die Gemeindevertreter hatten deshalb für die Container-Lösung gestimmt, weil in den nächsten Jahren ein neues Hortgebäude gebaut werden soll.

Von Jonas Nayda

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