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Rangsdorf Jugendclub „Joker“ steht vor einem Wandel
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Jugendclub „Joker“ steht vor einem Wandel
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17:16 09.01.2020
Das Gebäude des Jugendclubs „Joker“ in Rangsdorf ist in einem schlechten Zustand – das soll sich, wenn es nach den Jugendlichen geht, schon bald ändern. Quelle: Christian Zielke
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Rangsdorf

Die Jugendlichen wollen den aktuellen Standort des Jugendclubs „Joker“ im Pramsdorfer Weg vorerst erhalten. Das betonte Pauline Olsson gegenüber den Gemeindevertretern im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Soziales. Die Vorsitzende des Kinder- und Jugendbeirates berichtete aus der jüngsten Sitzung, auf der der Jugendclub „Joker“ in Rangsdorf im Mittelpunkt der Gespräche stand.

Dem ging eine Petition an die Gemeindevertreter voraus. Von mehr als 1.200 Kindern und Jugendlichen würden lediglich zehn bis 20 Kinder und Jugendliche täglich in den Treff kommen. Diese Zahl erschien der Petentin, deren Name nicht genannt wird, sehr gering. Sie forderte daher Aufklärung dazu. Für Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) ist das aber auch ein gutes Zeichen.

Jugendclub soll renoviert werden

„Dann ist davon auszugehen, dass die anderen Kindern und Jugendlichen sich zum Beispiel in Vereinen aktiv betätigen“, schreibt das Stadtoberhaupt in seiner Antwort auf die Petition, die von den Gemeindevertretern noch beschlossen werden muss. Jugendarbeit finde auf jeden Fall statt, jedoch an vielen Stellen nicht so, wie es sich der Kinder- und Jugendbeirat wünscht. Aus deren Sicht waren bisher die „unschönen Räume“, nicht angepassten Öffnungszeiten und ständig wechselnden Mitarbeiter die Hauptgründe für die geringen Besucherzahlen des Treffs. Das Jugendparlament fordert, den Jugendclub zeitnah zu renovieren und für die Zielgruppe schöner zu gestalten. Aktuell lässt das Aussehen zu wünschen übrig.

„Besser kann die Lage nicht sein“

Das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Einen festen Hausmeister gibt es nicht. Das sehe man auch am Außengelände. Hinzu komme, dass nach mehreren Einbrüchen in das Gerätehaus, nun alle Utensilien im Eingangsbereich stünden. Künftig soll der Jugendtreff ein Ort werden, an sich die jungen Einwohner der Gemeinde wohlfühlen.

Der Standort nämlich sei perfekt. „Besser kann die Lage nicht sein“, sagte Pauline Olsson. Der „Joker“ befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, mitten im Stadtzentrum. Etwas Vergleichbares wäre kaum zu finden, zumindest nicht in absehbarer Zeit. Auf langfristige Sicht wollen sich die Verantwortlichen hingegen nach einer anderen Möglichkeit für einen Jugendclub umsehen.

Selbstständig agieren und frei entfalten

Hierfür will das Jugendparlament eine Umfrage an die Kinder und Jugendlichen starten. Die Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirates haben auch schon genaue Vorstellungen, was ein neuer Jugendclub im Innen- und Außenbereich haben sollte. Darüber berichtete Pauline Olsson im jüngsten Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Soziales vor den Gemeindevertretern.

Die Kinder und Jugendlichen wollen mehr Freiheiten, keine festen Pläne, wann welche Aktivitäten im Jugendclub durchgeführt und angeboten werden. Sie wollen selbstständig agieren und sich frei entfalten können, auch ohne Betreuer. „Wir würden uns kreative Möglichkeiten wünschen, wie zum Beispiel Musik oder basteln“, so die Vorsitzende des Jugendparlaments.

Rederecht in allen Ausschüssen

Künftig will das Gremium auch mehr für den Nachwuchs kämpfen. Dafür ist ein eigenes Konzept geplant. Schließlich handeln die Vertreter des Jugendparlaments für die Zukunft. Aus deren Sicht sollten daher alle Schulen in das Projekt mit einbezogen werden. Der Jugendclub „Joker“ stünde allen Kindern und Jugendlichen der Gemeinde, egal welche Altersklassen, offen und sei wichtig für den Austausch untereinander.

Nun sei die Verwaltung gefragt an der aktuellen Situation etwas zu verändern und auf die Wünsche der Kinder- und Jugendlichen einzugehen. Künftig sollen dem Jugendparlament und Seniorenbeirat zu Beginn der Ausschüsse regulär in einem separaten Tagesordnungspunkt Rederecht erteilt werden, um aus den Gremien zu berichten.

Von Marcus J. Pfeiffer

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