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Rangsdorf Jugendliche bauen Klimagarten in Rangsdorf
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17:20 08.07.2019
Die internationale Jugendgruppe wird in den kommenden drei Wochen gemeinsam in Rangsdorf arbeiten und die Freizeit verbringen Quelle: A.v.Fournier
Rangsdorf

Das 15. Internationale Workcamp von Jugendlichen in Rangsdorf ist am Montag eröffnet worden und fällt in eine brisante Zeit: Wo sich Schüler und Studierende unüberhörbar und global in der Fridays-for-Future-Bewegung für den Klimaschutz aussprechen und organisieren, legen 14 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 23 Jahren konkret Hand an, um in der Gemeinde Rangsdorf mit der Anlage eines „Klimagartens“ Natur- und Umweltschutz zu stärken. Gefördert wird das Vorhaben wie in den Vorjahren von der Flughafen Berlin GmbH und der Gemeinde.

Jugendliche aus vielen verschiedenen Ländern

Die Jugendlichen kommen aus verschiedenen europäischen Ländern, so Spanien, Italien und Tschechien, aber auch aus Russland, der Türkei, Armenien, Algerien und Mexiko. Einzige deutsche Teilnehmerin ist Emilia Haufe aus Thüringen, die sich augenzwinkernd als „Übersetzungsmaschine für Lactoseintolerante und Vegetarier“ bezeichnet. Sie wartet nach ihrem 1,0-Abitur auf einen Studienplatz für Medizin und will zuvor noch eine gute Zeit mit den anderen Jugendlichen verbringen.

Gruppe in Groß Machnow untergebracht

Die Gruppe ist in der Grundschule Groß Machnow einquartiert und nutzt Küche und sanitäre Einrichtungen im Jugendklub der nahen Sporthalle. „Hier können wir in der Freizeit auch gemeinsam Spiele spielen und Sport treiben“, so Emilia Haufe. Zur Orts-Kennenlerntour und Vorstellungsrunde kamen die 14 Jugendlichen mit Betreuer Markus Mohn und Sabine Zimmermann vom Landschaftspflegverein Mittelbrandenburg per Fahrrad am Rathaus vorbei, wo Bürgermeister Klaus Rocher (FDP), Bauamtsleiterin Simone Götsche und Sandra Jüngst vom Tourismusbüro die Gruppe begrüßten. Sie drückten ihre Freude darüber aus, dass sich wiederum ein so Länder gemischtes Team bei der Arbeit in der Natur und in der Freizeit in den kommenden drei Wochen in Rangsdorf aufhalten wird. Stoffbeutel mit Ortswerbung, Schlüsselanhänger, Bahnfahrplan sowie einer Ansichtskarte wanderten in die Hände der jungen Leute, die den Nachmittag für Einkäufe und Beisammensein nutzten, bevor am Dienstag die Arbeit beginnt.

Workcamp 2017 bereitete das Gelände vor

Der „Klimagarten“ entsteht auf einem gemeindeeigenen Grundstück hinter der Rangsdorfer Seniorenresidenz, das 2017 von einer anderen Jugendgruppe im Rahmen des 13. Workcamps zunächst urban gemacht, von Unrat und Schutt befreit wurde. In den kommenden Wochen soll das Naturareal nun konkrete Aufwertung erfahren: Beete werden eingefasst, die später von Rangsdorfer Kindereinrichtungen genutzt werden können, eine einzurichtende Sitzecke wird mit Sonnensegel überspannt, Geländestufen bekommen benutzerfreundliche Rampen, Insekten und Kleintiere wie Kröten oder Igel Unterschlüpfe. Außerdem werden Pflanzlöcher für Bäume ausgehoben, die im Herbst gepflanzt werden können. Für die Hälfte von 16 möglichen Bäumen liegen Patenschaftsverträge mit Kitas und dem Waldhaus Blankenfelde vor. Doch nicht alle Aufgaben und Ziele sind für die jungen Leute vorgegeben. „Wie jedes Jahr fordern wir den Ideenreichtum und die Kreativität der Jugendlichen heraus, um auch Ungeplantes entstehen zu lassen“ so Markus Mohn. Auf die Freizeit, die in Berlin zum Reichstag oder zum Mauerpark, zum BER und eventuell nach Potsdam führen wird, freuen sich alle schon riesig.

Von Andrea von Fournier

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