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Rangsdorf Lido Rangsdorf macht vorerst weiter
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17:56 06.01.2020
Die Besucher des Strandbads Rangsdorf müssen sich in der Saison selbst Essen und trinken mitbringen. Der Kiosk bleibt geschlossen. Quelle: Privat
Rangsdorf

Aufatmen oder nicht in Rangsdorf? Die Pächter des Lidos am Rangsdorfer See machen zwar erst einmal weiter, aber das operative Geschäft am Strandbad ruht vorerst. Die Pächter wollten eigentlich nur das Lido am Strandbad weiter betreiben, wenn sie einen Zaun ziehen dürfen, um ihr Eigentum zu schützen. Das wurde aber seitens der Gemeinde abgelehnt.

Da sie ihr Inventar schon auf den Verkaufsseiten im Netz bei Ebay inserierten, kursierten in Rangsdorf und in den sozialen Medien bereits Gerüchte, dass die Betreiber aufgeben und bis zum Jahresende den Pachtvertrag mit der Gemeinde kündigen. Doch sie haben anders entschieden.

Die Lido-Gesellschafter hatten Großes vor am Rangsdorfer See. Die Gemeinde hatte ihnen im Mai 2018 das Strandbad für 20 Jahre verpachtet. Sie wollten dort viele Veranstaltungen durchführen, es wieder so beliebt machen wie in den 1920er und 1930er Jahren, als viele Besucher und Gäste aus der umliegenden Region an den Rangsdorfer See zum Baden kamen. Doch die guten alten Zeiten wollten sich nicht wieder einstellen. Schon die ersten abendlichen Events brachten den Betreibern Enttäuschung: Anwohner beschwerten sich über Lärm und das Inventar fiel Vandalismus zum Opfer. Und das nicht nur einmal. Aber auch die baulichen Gegebenheiten reichten den Pächtern so nicht für die Nutzung nach ihrem Konzept.

„Wir machen weiter, lassen das operative Geschäft ruhen“

Die Lido-Betreibergesellschaft sagte zuletzt Veranstaltungen ab und setzte sich mehrmals mit der Gemeinde auseinander, um eine Lösung für beide Seiten zu finden und um überhaupt mit ihrem Konzept weiterzumachen. Dazu gab es im Oktober auch eine öffentliche Begehung mit allen Beteiligten am Strandbad.

Es wurde beraten, was verändert werden muss. Eine vollständige Umzäunung des Strandbades zum Schutz des Inventars sollte die Lösung sein. Doch die Mehrheit im Rangsdorfer Hauptausschuss hat im November dagegen gestimmt. Den Lido-Betreibern wurde ein Sonderkündigungsrecht bis zum 31. Dezember 2019 eingeräumt. Bis dahin sollte eine Entscheidung fallen.

Die Frist ist abgelaufen. Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) sagt: „Mir ist keine Kündigung der Pächter bekannt“. Die Lido-Gesellschafter: „Wir machen erstmal weiter, lassen aber vorerst das operative Geschäft ruhen.“ Das heißt, dass keine Veranstaltungen stattfinden und auch der Kiosk-Betrieb nicht fortgeführt wird. Klaus Rocher: „Das muss es laut Pachtvertrag auch nicht. Die Sauberkeit am Strandbad, die Benutzung der Toiletten und der Verkehrsregelungspflicht müssen gewährleistet werden. Dann müssen sich die Leute erst einmal selbst was zu Essen mitbringen.“

Plan B für 2023

Die Gesellschafter suchen neue Partner: „Wir hoffen für 2023 auf Plan B. 2021 ein Genehmigungsverfahren für Gebäude zu erhalten, um 2022 bauen zu können, und um dann 2023 neu durchstarten zu können.“ Doch dazu müssen erstmal entsprechende Bebauungspläne genehmigt werden. Solang müssen die Strandbad-Besucher eben auf Pommes, Wurst, Limo oder auch Bier verzichten. Gemeindevertreterin Juliane Stärke: „Aus meiner Sicht wäre eine Belebung des Strandbades wichtig für Rangsdorf gewesen. Ich habe die Bitte der Pächter nach einem Zaun unterstützt. Leider konnten wir keine einheitliche Meinung und Zustimmung im Gemeinderat finden. So liegen nach aktuellen Infos triste Jahre am Strandbad vor uns.“

Oliver Scharfenberg (Die Rangsdorfer) plädiert für ein Gesamtkonzept statt Aktionismus: „Wir müssen uns einfach fragen, was erwartet ein Besucher, wenn er zu einem Strandbad geht? Für mich gehören dazu ein schönes Umfeld, passende Verpflegung, gute Toiletten und gerne auch Veranstaltungen. Dafür müssen Millionen in bauliche Maßnahmen wie zum Beispiel in die Gebäude, den Schallschutz investiert werden. Ich sehe den Bürgermeister in der Verantwortung für die Situation. Statt in den massiven Zuzug zu investieren, sollten wir nach meiner Meinung lieber etwas mehr für die Menschen im Ort machen.“

Von Marlene Schmidt

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