Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rangsdorf Bücker-Gelände: Linke fordert sozialen Wohnungsbau
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Bücker-Gelände: Linke fordert sozialen Wohnungsbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:13 04.11.2019
Das 90 Hektar große Flugfeld steht unter Denkmalschutz – hier sollen schon bald 700 neue Wohnungen gebaut werden. Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

Soziale Wohnungen auf dem ehemaligen Bücker-Gelände und Flugplatz: Das möchte die Fraktion Die Linke der Gemeindevertreter in Rangsdorf möglich machen. Dazu müsste jedoch die sogenannte Fördergebietskulisse geändert werden. Einen entsprechenden Antrag stellten die Fraktionsmitglieder auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung.

700 neue Wohnungen

„Wir möchten dem Investor die Möglichkeit geben, Fördermittel zu beantragen. Ob er davon Gebrauch macht, ist jedoch eine andere Angelegenheit“, sagt Hartmut Rex, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Die Voraussetzung wäre wichtig, machte er deutlich. Terraplan, der Investor, beabsichtigt dort rund 700 neue Wohnungen zu errichten.

Bebauungsplan für das Bücker-Gelände. Quelle: Firu mbh Berlin

Das Unternehmen saniert seit Jahrzehnten denkmalgeschützte Gebäude. Zu den Referenzen gehören zahlreiche Gebäude in Potsdam, das Funkerberg-Areal in Königs Wusterhausen und das ehemalige Olympische Dorf in Elsthal. Mit ihrem Investment könnten mehr als 1000 neue Einwohner ihr Zuhause in Rangsdorf finden.

Konzept müsste neu geschrieben werden

Mieten, die man sich leisten kann: Mit dem sozialen Wohnungsbau wäre das aus Sicht der Linken eine gute Lösung. Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) äußerte jedoch große Bedenken, das gesamte Gelände in die Fördergebietskulisse mit aufzunehmen. Es ist aus seiner Sicht zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht möglich.

Der Entwurf der Firma Terraplan sieht für das Bücker-Gelände eine dreiteilige Nutzung von Schule/ Sport, Wohnen in den denkmalgeschützten Hallen und Neubau vor. Quelle: terraplan

„Es sind neue Kriterien zu entwickeln und der Ortskern neu zu definieren. Das gesamte Gemeindeentwicklungskonzept müsste umgeschrieben werden“, betont er. Die Gemeinde habe bereits festgelegt, welche Region förderfähig ist: Die Seebadallee mit einem Umkreis von einem Kilo sowie Groß Machnow entlang der Dorfstraße.

Entscheidung ist vertagt

„Die Bewerber für Sozialwohnungen sind größtenteils Bewerber aus dem Umland oder aus Berlin. Im Fokus sollte die Versorgung der Wohnungssuchenden aus Rangsdorf selbst sein“, so der Bürgermeister. Derzeit gebe es jährlich etwa 15 Wohnungssuchende aus der Gemeinde. Der Bedarf werde künftig mit neuen Wohnungen im Jütenweg gedeckt. „Die Gemeinde Rangsdorf wird nicht alle Wohnungssuchenden aus der Region versorgen können, auch unter dem Aspekt, dass die Gemeinde Rangsdorf kein Mittelzentrum ist.“ Darüber hinaus gebe es für Häuser unter drei Geschossen gar keine Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau. „Solche großen Häuser wollen die Bürger gar nicht“, sagt Klaus Rocher.

Rundgang über das Bücker-Gelände im Juli 2016 Quelle: Christian Zielke

Die Gemeindevertreter haben die Entscheidung letztlich vertagt – mit acht Ja-Stimmen, vier Nein-Stimmen und acht Enthaltungen. Die Mitglieder des Fachausschusses sollen sich mit dem Thema intensiver befassen, darüber beraten und diskutieren. Der Bürgermeister empfiehlt diesem Beschluss nicht zuzustimmen.

Von Marcus J. Pfeiffer

In Rangsdorf haben Unbekannte am Samstagvormittag mehrfach versucht, Handtaschen oder Beutel von Fahrrädern zu stehen. In zwei Fällen waren sie erfolgreich. Die Kripo ermittelt.

03.11.2019

Das Superwahljahr 2019 ist noch nicht vorbei. Im November wählt die evangelische Kirche ihr wichtiges Gremium: Auch in TF wird seit Sonntag über die neuen Gemeindekirchenräte abgestimmt.

03.11.2019

Die Polizei hat am Donnerstag in Rangsdorf einen betrunkenen Autofahrer gestoppt. Der Mann lehnte einen Atemtest ab und musste zur Blutprobe.

01.11.2019