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Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Mehr Mitarbeiter in der Gemeinde Rangsdorf
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17:07 06.11.2019
Klaus Rocher (FDP), Bürgermeister in Rangsdorf. Quelle: Marcus Feld
Rangsdorf

„Jetzt kommen wir an unsere Grenzen“, sagte Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) in der jüngsten Gemeindevertretersitzung von Rangsdorf. Die Verwaltung brauche mehr Personal. Es gebe Projekte, die personell nicht mehr begleitet werden können. Vor allem im Bau- und Ordnungsamt sowie im Amt für Bildung und Sport fehle es aktuell an Mitarbeitern.

Die Abgeordneten stimmten für die neue Fassung des sogenannten Stellenplans. Er umfasst 2,5 Stellen, die schon jetzt im November neu besetzt werden können. Das kostet der Verwaltung 150.000 Euro mehr pro Jahr und müsste dementsprechend noch im Haushalt berücksichtigt werden. Bisher ging Rangsdorf eher sparsam mit den Personalstellen um.

Gründe in verschiedenen Bereichen

„Die Gemeinde ist finanziell nicht so üppig ausgestattet, dass wir unbegrenzt einstellen können“, so Klaus Rocher weiter. Jede zusätzliche Stelle gehe bei den Mitteln für Investitionen verloren. Jetzt wurde es mit der personellen Besetzung jedoch zu knapp. Betroffen sind demnach verschiedene Bereiche: Hoch- und Tiefbau, die Digitalisierung in den Schulen und die Durchsetzung der neuen Entwässerungssatzung.

Bei vielen der Projekte handelt es sich zum Teil um eine befristete Aufgabe. Sind diese erst einmal erledigt, so sei es laut Klaus Rocher in Zukunft auch kein Problem, das Personal wieder abzubauen. Denn es gehen in geraumer Zeit einige Mitarbeiter in Rente. Arbeit gebe es in der Verwaltung immer, obwohl die Mitarbeiter vertraglich nicht für bestimmte Aufgaben eingestellt werden dürfen.

In den letzten Jahren hat die Gemeinde im Bereich des Hochbaus und Tiefbaus relativ wenige Projekte umgesetzt. Das soll sich nun ändern: Ausbau der Goethestraße zwischen Seebadallee und Spessartweg, der Bansiner Allee östlich der Puschkinstraße, des Reihersteges östlich der Bergstraße und der Durchlass im Schustergraben Höhe Reiherweg sind dabei Beispiele.

Ingenieure für das Bauamt gesucht

Das braucht Personal, so auch im Hochbau: Erweiterung des Grundschulstandortes, Projekte des Eigenbetriebes Wohnen, Bau der Rettungswache in der Winterfeldallee und der Neubau von Wohnungen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaues im Jütenweg. Gesucht werden für die nächsten Vorhaben ein Bauingenieur für den Hochbau und zwei Tiefbauingenieure.

Mit dem Digitalplatz an den Schulen beschäftigen sich derzeit zwei Mitarbeiter. Die Wartung und Pflege der Hard- und Software bleibe dabei oft auf der Strecke, wofür eine neue Stelle benötigt werde. Bei der Entwässerungssatzung sieht es ähnlich aus. Um sie durchzusetzen, sei eine weitere halbe Stelle im Ordnungsamt unter anderem für Kontrollen notwendig.

Von Marcus J. Pfeiffer

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