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Rangsdorf BER-Regenwasser soll Rangsdorfer See stabilisieren
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf BER-Regenwasser soll Rangsdorfer See stabilisieren
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18:00 17.09.2019
Gefährlich für Badende und Surfer: Schrottteile im Rangsdorfer See. Quelle: privat
Rangsdorf

Achtung, Gefahr! Am Rangsdorfer See ragen rostige Schrottteile an verschiedenen Stellen der Wasseroberfläche heraus. Sichtbar geworden durch den stetig sinkenden Wasserstand. Seit dem Jahr 2015 ist er um fast 70 Zentimeter zurück gegangen. Und er sinkt weiter. Und so kommt immer mehr Schrott zum Vorschein. Sie sind eine Gefahr für Schwimmer und Wassersportler. Zuletzt machten tote Fische und Vögel am Seeufer sowie Blaualgen den Anwohnern Sorge.

Schrotteile sind für Schwimmer und Wassersportler gefährlich

Günter Mehlitz, der Vorsitzende des Vereins zur Rettung des Rangsdorfer Sees, hatte bereits im Juli Schrottteile im Wasser der Krummen Lanke entdeckt. Die Krumme Lanke – früher mal nur Lanke – ist der nördliche spitz zulaufende Teil des Rangsdorfer Sees. „Nach meiner Einschätzung handelt es sich um zwei Gülle-Behälter und um einen undefinierbaren Block mit einer Art Lüftungsgitter. Da diese Teile sicherlich seit DDR-Zeiten im Schlamm liegen, wird es nicht einfach sein, diese zu bergen,“ so Mehlitz. Die Fundstelle karikierte er auf einer Luftbildaufnahme und meldete sie dem Umweltamt Teltow-Fläming, das für diesen Teil des Rangsdorfer Sees zuständig ist. Bisher konnten die Teile tatsächlich mit der vorhandenen Technik noch nicht geborgen werden. „Sie sollten aber bis zu einer erfolgreichen Bergung mit sichtbaren Absperrungen gekennzeichnet werden, damit niemand zu Schaden kommt“, so Günter Mehlitz.

Neue Schrottfunde

Jetzt gibt es neue Schrott-Funde an einer anderen Stelle des Sees. Ein Vereinsmitglied des Vereins zur Rettung des Rangsdorfer Sees hat unweit von seinem Grundstück im Rangsdorfer See Schrottteile fotografiert, die nun aufgrund des noch geringeren Wasserstandes aus dem Wasser ragen. „Das ist nicht nur unschön anzusehen, sondern auch gefährlich für Schwimmer und Wassersportler“, sagt Günter Mehlitz. Da der Schrott im Bereich des Sees liegt, der der Gemeinde gehört, hat er die Gemeinde informiert. Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) sieht an der neuen Fundstelle aber keine Gefahr für Schwimmer: „Es ist dort zu flach und liegt direkt am Ufer. Wir werden es demnächst rausnehmen.“

BER-Regenwasser soll über den Glasowbach eingeleitet werden

Weiter unklar ist, warum der Wasserstand des Rangsdorfer Sees weiter abnimmt. Eine Maßnahme zur Stabilisierung könnte die Einleitung von Niederschlagswasser sein. Das kündigte das Umweltamt des Landkreises Teltow-Fläming in einem Schreiben an die Gemeinde Rangsdorf an. Bürgermeister Klaus Rocher veröffentlichte dazu eine Pressemitteilung: „Noch im September soll, sofern es regnet, das Niederschlagswasser vom Flughafen BER in Schönefeld über den Glasowbach in den Rangsdorfer See geleitet werden. Sofern es große Mengen Niederschlag auf den versiegelten Flächen des Flughafens gibt, versickern diese nicht einfach, sondern müssen abgeleitet werden.“

Der Wasserstand des Rangsdorfer See sinkt immer weiter. Jetzt soll BER-Regenwasser in das Gewässer eingeleitet werden. Quelle: Marlene Schmidt

Und weiter heißt es: „Im jetzt geplanten Probebetrieb werden der Wasser- und Bodenverband Dahme-Notte und die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH eng zusammenarbeiten und sehr engmaschig an festgelegten Messstellen die Wasserstände kontrollieren, um jedwede Gefahr durch das Einleiten zu vermeiden.“ Günter Mehlitz begrüßt das Vorhaben: „Das Grundwasser ist das Hauptproblem. Es wäre eine wesentliche Maßnahme, die aber nur dann greift, wenn es wie aus Kübeln regnet.“

Von Marlene Schmidt

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