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Rangsdorf Wie die Bauarbeiten auf der B96 Ladeninhabern in Rangsdorf zu schaffen machen
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Wie die Bauarbeiten auf der B96 Ladeninhabern in Rangsdorf zu schaffen machen
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19:56 02.07.2019
Vera Achterberg, Michaela Nitschke und Gabi Langner kämpfen zusammen um die Existenz des Ladens in der Groß Machnower Dorfstraße. Er wurde erst im Februar eröffnet. Quelle: Fabian Lamster
Groß Machnow

Mit den Worten „Wir brauchen eure Unterstützung“ hat sich eine Ladeninhaberin aus Groß Machnow am Sonntagvormittag auf Facebook an die Einwohner aus der Gemeinde und der Umgebung gewandt.

Die Baumaßnahmen auf der B 96, die seit 22. Mai dort stattfinden und noch bis September anhalten, machen dem „Cake of the Art“ zu schaffen, in dem seit 1. Februar kunstvoll verzierte Backwaren zum Verkauf stehen.

Im Süßspeisenladen von Michaela Nitschke gibt es Macraons, Cupcakes und Cake Pops, also kleine Kuchen mit Cremehaube, Kuchen am Stiel und Mandelfeingebäck. Quelle: Fabian Lamster

„Es ist absolut nicht meine Art, zu betteln, aber aufgrund der Umsatzeinbrüche muss ich schauen, wie ich den Laden am Leben halte. Meine Existenz hängt davon ab“, sagt Michaela Nitschke.

Mehrere Rangsdorfer Läden leiden unter Umsatzeinbußen

Dabei hätte der Start des Kuchenkunstladens nicht besser laufen können. Den Februar beschreibt die Zossenerin als fantastischen Auftakt.

Seit 22. Mai haben die Bauarbeiten an der B96 begonnen und dafür gesorgt, dass durch die Umleitung nur noch wenige Gäste ins "Cake of the Art". Quelle: Fabian Lamster

Der Laden sei so gut gelaufen, dass sie seit April sogar eine zweite Verkäuferin im Laden angestellt habe. Der Positivtrend setzte sich auch in den darauffolgenden Monaten fort – bis zum 22. Mai, als die Bauarbeiten begannen und ein kilometerlanger Umweg nötig ist, um den Süßspeisenladen zu erreichen.

Dabei ist nicht nur der Laden von Michaela Nitschke von den ausbleibenden Kunden betroffen. Auch der gegenüberliegende Blumenladen, ein Imbiss und ein Antiquitätenladen würden ebenfalls Umsatzeinbußen seit dem Baubeginn verzeichnen.

Aufruf auf Facebook macht sich bemerkbar

„Was mich ärgert ist, dass ich erst drei Tage vor Beginn der Bauarbeiten davon erfahren habe und so in keiner Weise reagieren konnte. Wir sind völlig überrascht worden – wie andere Gewerbetreibende in Rangsdorf ebenso.“

Ihr Aufruf im sozialen Netzwerk zeigt Wirkung. Der Beitrag wurde bis Dienstagabend über 100 Mal kommentiert und mehr als 210 Mal geteilt.

Die Ladeninhaberin hat einen sogenannten Baustellen-Rabatt eingeführt, um den Umsatzeinbußen zu begegnen. Quelle: Fabian Lamster

Und auch in der Realität merken Michaela Nitschke und ihre vier Mitarbeiter, dass die Nachricht angekommen ist. Am Dienstag – dem ersten Öffnungstag nach dem Veröffentlichen des Aufrufs – seien so viele Menschen wie lange nicht mehr in den Laden am Ortsausgang Richtung Zossen gekommen. „Viele haben uns erzählt, wie genervt sie von den Bauarbeiten sind und dass sie dadurch eben selten bis nie am Laden vorbeikommen“, sagt Verkäuferin Vera Achterberg.

Wie es mit dem Laden in der Groß Machnower Dorfstraße weitergeht

Um das Geschäft wieder anzukurbeln, hat die Ladenbetreiberin am Dienstag auch einen Rabatt von 25 Prozent auf drei Kuchenspezialitäten eingeführt, die farbenfroh in den Verkaufsvitrinen warten, einen „Baustellen-Rabatt“.

Gleichzeitig habe sie mit dem Inhaber eines Rangsdorfer Supermarkts gesprochen, der ihr angeboten habe, ihre Backwaren im Eingangsbereich bis zum Ende der Bauarbeiten im September anzubieten.

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„Ich bin wirklich erstaunt, wie schnell sich der Aufruf auf Facebook verbreitet hat. Das hatte ich überhaupt nicht erwartet“, sagt Michaela Nitschke.

Sie hoffe, dass auch in den nächsten Wochen trotz Bauarbeiten Menschen in ihren Laden kommen und der Hilferuf nicht in wenigen Tagen wieder verstummt. „Wir müssen jetzt reagieren. Ich kann nicht warten, bis die Bauarbeiten zu Ende sind.“

Von Fabian Lamster

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