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Rangsdorf Fontanes Balladen mit Musik unterlegt
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Fontanes Balladen mit Musik unterlegt
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16:56 26.05.2019
Monika Kosmetschke und Markus Epp musizierten, Siegfried Fiedler (r.) rezitierte Fontane Quelle: Andrea von Fournier
Rangsdorf

Nicht zum ersten Mal beschäftigt sich eine Veranstaltung des Rangsdorfer Kulturvereins mit Fontane: Im Jahr seines 200. Geburtstages ziehen sich die Spuren des großen Märkers durch das gesamte Programm. Am Freitagabend kamen Balladen auf die Bretter des Theaters in der Kulturscheune. Wer da spontan an „John Maynard“ dachte, war nur teilweise auf der richtigen Spur. Das zahlreich erschienene Publikum erlebte die Vielseitigkeit und den Scharfsinn des klugen Dichters.

Balladen und Sprüche

Theaterregisseur Eike Mewes hatte das Programm zusammengestellt und die Texte, die der Rangsdorfer und frühere Radiomoderator Siegfried Fiedler mit wohlmodulierter Stimme rezitierte, ausgewählt. Dazu gehörten Sprüche, von denen man bei Theodor Fontane einen unendlichen Schatz zu jeder Lebenslage in aktueller Brisanz findet, und Balladen.

Eike Mewes mit seinen Akteuren nach der Vorstellung Quelle: A.v.FournierA.v.Fournier

Nach der Begrüßung durch den Kulturvereins-Vorsitzenden Wolfgang Buck hielt Eike Mewes die Vita Fontanes bereit. Ungewöhnlich war seine Ankündigung, die Akteure wünschten keinen Zwischenbeifall, um die Programmkomposition aus Poesie und Musik nicht zu zerreißen. Diese Bitte, für die mancher im Publikum verwundert seinen Nachbarn ansah, erwies sich später als Glücksgriff. Die Rangsdorfer Musikerin Monika Kosmetschke an der Querflöte und der Berliner Kirchenmusiker Markus Epp am Klavier inszenierten das kurzweilige Programm. Einfühlsame Kammermusik, so von Gabriel Fauré, Philippe Gaubert oder Alexandre Tansman, wurden von Monika Kosmetschke thematisch passend ausgewählt. Kompositionen des 19. und 20. Jahrhunderts, die wie von zarten Schwingen getragen schienen, erfüllten den Saal und leiteten sensibel zu den nächsten Texten über.

Zuschauer applaudieren ausgiebig

Die Gedanken wurden leicht und konnten nachklingen, das war perfekt abgestimmt. Ob nun Gedichte wie „Guter Rat“ oder „Der Kranich“, Fontanes Sprüche, so „Würd‘ es mir fehlen“ und noch ein halbes Dutzend kluger Gedanken über das gute Herz und den Alltag, und natürlich die Balladen nahm das aufmerksam folgende Publikum freudig an. Bei „John Maynard“ und „Herr von Ribbeck“ gab es Murmeln des Erkennens und manche Lippen bewegten sich stumm mit denen des wunderbaren Rezitators mit. Da schien es, als ob es den Zuschauern schwer fiel, nicht zu klatschen. „Archibald Douglas“ und „Gorm Grymme“ verzückten ebenso und eine Zugabe an Musik und Poesie wurde gern angenommen, bevor ausgiebig applaudiert werden konnte. „Das ist ja ein reges Kulturleben hier, sogar mit Theater!“, befand ein Berliner, den es zufällig in die Scheune verschlagen hatte, am Schluss überwältigt.

Von Andrea von Fournier

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