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Rangsdorf Müssen rund 50 Bäume für die Sanierung der Großmachnower Allee fallen?
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Müssen rund 50 Bäume für die Sanierung der Großmachnower Allee fallen?
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16:49 12.08.2019
Das Rathaus der Gemeinde Rangsdorf in der Seebadallee Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

Sollen in der Großmachnower Allee in Rangsdorf fast 50 Bäume im Rahmen einer Straßensanierung gefällt werden? Diese Frage beschäftigt den Rangsdorfer Bauausschuss bei der nächsten Sitzung am Dienstagabend – und dürfte für Diskussionen sorgen.

Hintergrund: Wie die Gemeinde im April 2019 bekannt gegeben hat, sollen 630 Meter der Großmachnower Allee erneuert werden. Im Rahmen der Baumaßnahmen ist eine Verbreiterung der Straße um einen halben Meter vorgesehen. Das hat zur Folge, dass – je nach Bauvariante – entweder 47 oder 49 Bäume dem Beton weichen müssen.

Das kann Juliane Stärke (Die Rangsdorfer) nicht nachvollziehen. „Das sind hochgewachsene, große Bäume, die einfach weg sollen? Ich dachte, dass wir den grünen Kern der Gemeinde erhalten“, sagt die Gemeindevertreterin. Sie frage sich, warum die Straße überhaupt um einen halben Meter verbreitert werden soll.

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Warum die Verbreiterung der Großmachnower Allee nötig ist

Das Warum beantwortet die Gemeindeverwaltung im Erläuterungsbericht mit verschiedenen Gründen. Erstens gehe es darum, den schlechten Zustand der Straße zu verbessern und diese zu verbreitern, damit künftig sich entgegenkommende Lkw und Busse nicht gezwungen sind, auf die Fußgängerwege auszuweichen.

Damit wolle die Gemeinde die Großmachnower Allee für den jetzigen und künftigen Straßenverkehr wappnen, der ihrer Meinung nach weiter zunehmen dürfte – und sie sicherer machen. Auch für Radfahrer. Denn durch die neuen Rad- und Fußwege würden derzeitige Gefahrenquellen, unebene Betonplatten und freiliegende Baumwurzeln, beseitigt. Gleichzeitig sinke durch den neuen Asphalt die Lärm- und Schadstoffbelastung.

Finanzierung der Bauarbeiten nicht geklärt

Klaus Rocher (FDP), Rangsdorfs amtierender Bürgermeister, erwartet eine schwierige Entscheidung bei der Bauausschusssitzung am Dienstag: „Wollen wir eine bessere und sichere Straße oder erhalten wir die Bäume und riskieren, dass möglicherweise Busse die Straße aus Sicherheitsgründen nicht mehr befahren?“, fragt der 57-Jährige.

Dabei sieht Rangsdorfs Bürgermeister mögliche Probleme in der Finanzierung der Bauarbeiten. Durch die ausfallenden Straßenbaubeiträge des Landes Brandenburg müsse die Gemeinde schauen, wie sie das Vorhaben finanziert, das rund 1,4 Millionen Euro kostet. „Müssen wir das Vorhaben ohne Straßenbaubeiträge und Fördermittel stemmen, müssen wir dafür fünf Jahre sparen“, sagt Klaus Rocher.

Für Juliane Stärke steht fest: Die Bäume sollen bleiben. Sie appelliert an alle Rangsdorfer, am Dienstag um 19 Uhr in der Aula der Oberschule mitzudiskutieren, wenn die Baumaßnahme in der Großmachnower Allee Thema ist.

Von Fabian Lamster

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