Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rangsdorf Trichinen-Check soll kostenlos bleiben
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Trichinen-Check soll kostenlos bleiben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:07 19.11.2019
Wildschweine könnten die Afrikanische Schweinepest auch in Teltow-Fläming einschleppen. Quelle: Patrick Pleul/dpa
Luckenwalde

Die Schweinepest kommt immer näher. Inzwischen werden Fälle kurz vor der Brandenburgischen Grenze gemeldet. In Teltow-Fläming ist zur Vorbeugung schon seit mehr als einem Jahr die Untersuchung von Wildschweinen auf Trichinen kostenlos – und soll es vorerst bleiben.

Den Vorschlag machten Politiker aus dem Kreistag 2018, um die Jäger finanziell zu entlasten. Immerhin sollen sie mehr Wildschweine schießen, die die Pest übertragen. Ob die Gebührenfreiheit geholfen hat, war kürzlich Thema im Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt des Kreises.

In Polen ist die Afrikanische Schweinepest längst tausendfach ausgebrochen. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

„2019 gab es bisher mehr als 3200 Trichinenuntersuchungen“, erklärte die Leiterin des Amtes für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Denkmalschutz in Teltow-Fläming, Silke Neuling. „Durch die Gebührenbefreiung für Jäger und gewerbliche Betriebe entstanden Nichteinnahmen in Höhe von 10.500 Euro.“

Weil nicht alle den Antrag stellen, zahlen einige auch 2019 noch. Bisher hat der Kreis immerhin 2600 Euro eingenommen.

Lesen Sie auch: Infiziertes Wildschwein nahe der brandenburgischen Grenze gefunden

Die Einführung der neuen Regelung wirkte sich bereits im Jahr 2018 finanziell aus. Knapp 3500 Proben wurden im gesamten Jahr untersucht, berichtete Neuling. Über 1300 davon profitierten ab dem 1. Mai von der Gebührenfreiheit.

Dem Landkreis entgingen dadurch mehr als 6600 Euro. Über 9000 Euro nahm der Kreis 2018 dennoch durch die Trichinenuntersuchung ein.

Der Landkreis hat eine Tierseuchenzentrale eingerichtet. Amtsleiterin Neuling hofft aber, dass sie nie ernsthaft benötigt wird. Quelle: Hartmut F. Reck

Die Amtsleiterin warnt trotz der finanziellen Negativfolgen für den Landkreis: „Die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest ist weiterhin hoch.“ Deshalb sollen Jäger und Betriebe aus Teltow-Fläming, die das Wild verarbeiten, auch über das Jahresende hinaus von der Gebühr befreit bleiben. „So soll der Bestand an Schwarzwild weiter reduziert werden“, erklärte Neuling.

Abschussrate: Jagdstatistik erst im Januar

Würde die Seuche tatsächlich hierzulande ausbrechen, rechnet die Amtsleiterin mit Kosten mindestens im sechsstelligen Bereich.

Eine Schlussfolgerung, ob die Jäger dank der wegfallenden Kosten auch mehr Wildschweine geschossen haben, kann Neuling noch nicht geben. „Das wird erst mit der Jagdstatistik im Januar möglich sein“, sagte sie.

Von Victoria Barnack

Zwei gestandene Künstlerinnen feiern sich und ihre Wegbegleiter in einer Ausstellung der Gedok Brandenburg in Rangsdorf.

19.11.2019

Fünf Pfosten der Mittelplanke wurden am Donnerstagabend weggerissen: Ein Fiat-Transporter und ein Seat waren auf der A10 zwischen Rangsdorf und dem Schönefelder Kreuz zusammengeprallt. Beide Fahrer und ein Beifahrer verletzten sich und kamen ins Krankenhaus. Die Autobahn war für Stunden wegen der Bergungsarbeiten gesperrt.

15.11.2019

Sie brauchen noch Zeit zum diskutieren: Der Umweltausschuss hat die Entscheidung über das Klimapaket für Teltow-Fläming vertagt, Klimanotstand inklusive. Aber was steht eigentlich in dem Paket? Die MAZ hat es sich angesehen.

15.11.2019