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Rangsdorf Warum Christian Möller Bürgermeister von Rangsdorf werden möchte
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06:06 09.07.2019
Christian Möller von der „Allianz für Rangsdorf“ möchte Bürgermeister werden. Es wäre das erste Mal für den hauptberuflichen Richter, der schon seit fast 20 Jahren in Rangsdorf lebt Quelle: Fabian Lamster
Rangsdorf

 „Diesen Wind liebe ich“, sagt Christian Möller, als er an einem kühlen Julitag am Strandbad Rangsdorf entlanggeht, an dem am Seeufer der Wind die Äste der Bäume in Bewegung hält. Er erinnere ihn an seine alte Heimat Schleswig-Holstein. Dort hat der 59-Jährige Jahre als Verwaltungsangestellter gearbeitet, bevor der gebürtige Rendsburger 2001 von Potsdam in seine neue Heimat Rangsdorf gezogen ist.

Seit 25 Jahren arbeitet der Jurist mittlerweile am Verwaltungsgericht in Potsdam als Richter und hat dort etliche Fälle in Sachen Bau- oder Steuerrecht geführt – und möchte als Bürgermeister frischen Wind in Rangsdorfs Verwaltung bringen.

„Das hat derzeit mit einer modernen Verwaltung nichts zu tun“, findet Christian Möller. „Es kann nicht sein, dass Anliegen von Bürgern einfach abgeblockt werden.“

Bürgermeisterwahl in Rangsdorf

Die Bürgermeisterwahl in Rangsdorf findet am 1. September gemeinsam mit der Landtagswahl statt. Von 8 bis 18 Uhr haben Rangsdorfer Zeit, einem der drei Kandidaten ihre Stimme zu geben.

Aufgrund der Ergebnisse der Kommunalwahl 2019 ist die Reihenfolge der Kandidaten auf dem Wahlzettel folgendermaßen: Klaus Rocher (FDP), Oliver Scharfenberg (Die Rangsdorfer), Christian Möller (Allianz für Rangsdorf)

Der neue Bürgermeister ist laut Kommunalwahlgesetz gewählt, wenn am 1. September einer der Kandidaten mindestens 50 Prozent aller Stimmen erhält.

Ist das nicht der Fall, kommt es am 22. September zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben.

Warum Christian Möller Rangsdorfs Verwaltung modernisieren möchte

Damit sich das ändert, engagiert er sich für eine Verwaltung, in der Bürger eine fachkundige Beratung erhalten und die ihnen die für sie relevanten Informationen bereitstellt.

Es könne nicht sein, dass Rangsdorfer das Gefühl haben, dass die Verwaltungsmitarbeiter sie nur loswerden wollen, statt ihnen zu helfen. „Ich bin gelernter Verwaltungsfachangestellter und weiß, wie Verwaltung funktioniert – und wie nicht“, sagt Christian Möller.

Ein Beispiel, wie Verwaltungsarbeit nicht funktioniert, hat der 59-Jährige vor einigen Jahren selbst erfahren, als im Weinbergweg in Rangsdorf die Lichter ausgegangen sind und mit einem Mal 44 Wohnparteien im Dunkeln standen.

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Christian Möller geht der Sache auf den Grund, bittet um Akteneinsicht in Baupläne und schafft sich mühsam die Dokumente heran, die notwendig sind, um herauszufinden, warum die Straßenlaternen nicht mehr leuchten.

Er erarbeitet einen Fragenkatalog, den er Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) vorlegt. Es enttäuscht ihn, als dieser bei entscheidenden Fragen keine Antworten gibt.

Zwei Jahre bleibt es anschließend in Rangsdorfs Weinbergweg dunkel, bis Christian Möller gemeinsam mit einem Nachbar in den Vorgärten Straßenlaternen aufstellte.

Dabei erhält er Unterstützung von Ralf von der Bank, dem Vorsitzenden der 2014 gegründeten Bürgerinitiative „Allianz für Rangsdorf“, der ihn dazu motiviert, sich aktiv in der Rangsdorfer Gemeindepolitik zu engagieren. Bei der Kommunalwahl Ende Mai hat der Jurist 281 Stimmen erhalten und den Einzug in die Gemeindevertretung verpasst.

Warum Christian Möller eine Ortsumfahrung in Groß Machnow wichtig ist

Als Bürgermeister möchte sich der 59-Jährige auch für eine Ortsumfahrung in Groß Machnow stark machen. „Die Straße vor der Grundschule macht mir Sorgen. Dort gibt es bereits eine 30er Zone und Warnschilder, aber das genügt mir nicht, wenn ich sehe, wie Lkw dort mit 50 km/h vorbeidonnern. Muss erst etwas passieren, damit sich dort die Sicherheit verbessert?“, fragt Christian Möller.

Gleichzeitig ist es ihm ein Anliegen, die ortskernnahe Versorgung zu erhalten. „Es kommen immer mehr junge Familien nach Rangsdorf. Diese sollten nicht mit dem Auto nach Berlin oder das Südring Center fahren, um Einkäufe zu erledigen, sondern diese zu Fuß erledigen können“, findet der Richter am Verwaltungsgericht.

Seiner Meinung nach könne schon ein Supermarkt am richtigen Fleck für eine Belebung sorgen, wie der Edeka-Markt in der Goethestraße beweise. Etwas Vergleichbares könne er sich auch in Groß Machnow vorstellen.

„Möchte Impulse setzen, die allen Rangsdorfern zu Gute kommen“

Außerdem möchte Christian Möller neue Kita-, Hort- und Schulplätze schaffen. „Wie kann es sein, dass wir Container an die Grundschule aufstellen? Dass Rangsdorf wächst, steht doch seit Jahren fest. Da hätte man viel früher reagieren müssen.“

Insgesamt tritt der 59-Jährige das erste Mal überhaupt an. Er ist damit der älteste Bürgermeisterkandidat und weiß, dass er wohl nur bis 2027 Bürgermeister wäre. Warum er trotzdem Bürgermeister werden will, weiß er genau: „Ich möchte Impulse setzen, die allen Rangsdorfern zu Gute kommen. Eine freundliche, moderne und professionelle Verwaltung wäre beispielsweise etwas, von dem jeder etwas hätte.“

Von Fabian Lamster

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