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Rangsdorf Warum Klaus Rocher Bürgermeister von Rangsdorf bleiben möchte
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Warum Klaus Rocher Bürgermeister von Rangsdorf bleiben möchte
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06:04 31.07.2019
Klaus Rocher tritt zum dritten Mal eine Bürgermeisterwahl in Rangsdorf an. Während er sich 2003 gegen insgesamt vier und 2011 gegen einen Kandidaten durchsetzte, ist er motiviert, auch die diesjährige Bürgermeisterwahl für sich zu entscheiden. Quelle: Fabian Lamster
Rangsdorf

 Als Klaus Rocher (FDP) seinen Blick über den Rangsdorfer Klimagarten schweifen lässt, den im Juli für einige Wochen 14 Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Welt auf Vordermann gebracht haben, bleibt er an zwei riesigen Eichen kleben.

„Das Grün, was wir in Rangsdorf haben, ist etwas Besonderes. Jeder Baum ist ein Zeichen für den Klimaschutz“, sagt der amtierende Bürgermeister von Rangsdorf. Er tritt am 1. September zum dritten Mal zur Bürgermeisterwahl an.

Rangsdorf wählt neuen Bürgermeister

Die Bürgermeisterwahl in Rangsdorf findet am 1. September gemeinsam mit der Landtagswahl statt. Von 8 bis 18 Uhr haben Rangsdorfer Zeit, einem der drei Kandidaten ihre Stimme zu geben.

Aufgrund der Ergebnisse der Kommunalwahl 2019 ist die Reihenfolge der Kandidaten auf dem Wahlzettel folgendermaßen: Klaus Rocher (FDP), Oliver Scharfenberg (Die Rangsdorfer), Christian Möller (Allianz für Rangsdorf).

Der neue Bürgermeister ist laut Kommunalwahlgesetz gewählt, wenn am 1. September einer der Kandidaten mindestens 50 Prozent aller Stimmen erhält.

Ist das nicht der Fall, kommt es am 22. September zur Stichwahl zwischen den Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben.

Dabei sind die Bäume in seiner Gemeinde ein Thema, das ihn beschäftigt: Welche sind krank? Wo besteht eine Gefahr für herunterfallende Äste? Wie alt sind die Bäume? Können sie den bevorstehenden Klimaentwicklungen standhalten?

Dabei betont Klaus Rocher den Balanceakt, einerseits neue Häuser in der Gemeinde zu bauen, aber andererseits sie so grün wie möglich zu halten. Es ist nur ein Punkt auf seiner Agenda, die er sich für seine dritte Amtszeit als Rangsdorfs Bürgermeister vorgenommen hat.

Kitas und Schulen, aber auch Rangsdorfs Straßen im Blick

Außerdem möchte der 57-Jährige vor allem für Kitas, Horte und Schulen der Gemeinde langfristige Lösungen schaffen: „Allein 2019 werden sechs Klassen in der Gemeinde eingeschult – so viele wie lange nicht mehr“, weiß Klaus Rocher. Da immer mehr Familien mit Kindern in Rangsdorf leben, sei es an der Zeit, Einrichtungen anzubieten, damit jedes Kind seinen Platz erhält. „Dort müssen wir ran und alles versuchen und mit dem überschaubaren Geld, das der Gemeinde zur Verfügung steht, so viel wie möglich zu bewegen.“

Auch auf Rangsdorfs Straßen soll etwas passieren, an denen seit einigen Jahren nicht gebaut worden sei. Klaus Rocher sieht das ebenfalls als Antwort auf den Bevölkerungszuwachs in der Gemeinde: „Wenn immer mehr Menschen hier leben, sind mehr auf den Straßen. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Straßen den Zuwachs stemmen können.“

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Der gebürtige Königs Wusterhausener betont, dass in den vergangenen Jahren einige Projekte liegen geblieben seien, die er nun in seiner womöglich letzten Amtszeit als Bürgermeister angehen möchte.

Dafür sei für ihn das Ergebnis bei der Kommunalwahl im Mai von Bedeutung gewesen, bei der er mit 2.299 Stimmen die meisten Stimmen aller angetretenen Kandidaten erhalten hat. „Ich sehe das Ergebnis als Wertschätzung meiner Arbeit. Hätte ich 1.000 Stimmen unterschritten, wäre ich nicht noch einmal zur Bürgermeisterwahl angetreten“, sagt der 57-Jährige.

Außerdem sei ihm insbesondere die Seniorenarbeit ein Anliegen. „Wir müssen etwas gegen die Vereinsamung unserer ältesten Einwohner machen. Es kann nicht sein, dass diese allein in ihren Wohnungen sitzen und nicht wissen, wer ihnen bei bestimmten Anliegen helfen kann“, sagt Klaus Rocher. Darum möchte der Groß Machnower eine Koordinationsstelle schaffen, an die sich Senioren mit Fragen und Problemen wenden können.

Klimagarten braucht Wasser

Eigentlich, das weiß Klaus Rocher, sollten im Rangsdorfer Klimagarten schon Obstbäume wachsen. Doch weil der Boden im Herbst 2018 zu trocken war, blieb das Pflanzen aus.

Man müsse irgendwie Wasser in den Klimagarten bekommen, sagt der amtierende Bürgermeister. Wie genau, das wisse er noch nicht, aber er ist sich sicher, das Problem anzugehen: „Kinder können hier vor Ort erfahren, wo die Äpfel herkommen, die sie aus dem Supermarkt kennen, wenn sie sich selbst um den Klimagarten kümmern. Und damit einen Beitrag zum grünen Rangsdorf leisten.“

Von Fabian Lamster

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