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Rangsdorf Zukunft von Real in Wildau und Rangsdorf ungewiss
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18:53 14.02.2020
Der DGB-Kreisvorsitzende und Real-Beschäftigter Danny Albrecht vor dem A-10-Center Quelle: Udo Böhlefeld
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Wildau/Rangsdorf

Nach der Ankündigung des Mutterkonzerns Metro, die Supermarktkette Real zu verkaufen, bangen die Mitarbeiter der Real-Filialen in Wildau und in Rangsdorf um ihren Job. Am Dienstag wurden die Mitarbeiter in der Filiale im A-10-Center durch einen Aushang über den Verkauf informiert, wie der Real-Mitarbeiter und DGB Kreisvorsitzende Danny Albrecht der MAZ berichtet. Was das konkret für die Arbeitsplätze und die Zukunft des Marktes bedeutet, stand nicht in dieser Mitteilung.

Real-Mitarbeiter demonstrierten vor Metro-Hauptversammlung

Bereits am Freitag hatten hunderte Real-Mitarbeiter vor dem Congress Center in Düsseldorf demonstriert. Drinnen erklärte Metro-Chef Koch den Aktionären den geplanten Verkauf. Real habe den Gesamtkonzern in die roten Zahlen gezogen und könne deshalb nicht weiter getragen werden, sagte Koch dort.

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Lesen Sie auch: 30 Real-Märkte sollen sofort schließen: Supermarktkette wird verkauft

Bei dem Käufer handelt es sich um den Finanzinvestor SCP. Dieser will 30 Märkte schließen und 50 für mindestens zwei Jahr weiter betreiben. Der größte Teil soll aber an Edeka oder Kaufland verkauft werden.

Albrecht: Viele Mitarbeiter haben schon den Job gewechselt

Am 5. Dezember 2019 hatte der DGB Kreisverband Dahme-Spreewald gemeinsam mit der Linksjugend Solid zu Protesten für die Real-Mitarbeiter aufgerufen. Schon damals forderten die Demonstranten unter anderem Klarheit darüber, ob die Arbeitsplätze bei Real erhalten bleiben. Für die Zukunft plant der DGB in Wildau aber keine weiteren Aktionen. „Ich fürchte der Zug ist jetzt abgefahren und weitere Aktionen helfen uns nicht mehr“, sagt Albrecht. Viele der 217 Mitarbeiter vom Real in Wildau hätten ihren Job bereits gewechselt, oder suchen nach einer neuen Stelle. „Im Markt herrscht eine totale Verunsicherung“, berichtet Danny Albrecht.

Centermanager will abwarten

Von Real gab es am Freitag keine Stellungnahme zur Zukunft der Märkte in Wildau und Rangsdorf.

Das A-10-Center selbst will abwarten, wie sich die Lage entwickelt. Auch hier wisse man noch nicht, ob die Filiale im A-10-Center bleibt oder geschlossen wird, sagt der Center-Manager Matthias Borutta. Im Südring Center, wo Real in Rangsdorf seine Filiale hat, war der Center-Manager nicht bereit ein Statement zur aktuellen Situation abzugeben.

Von Lukas Rosendahl