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Teltow-Fläming Dorfgemeinschaftshaus liefert Strom
Lokales Teltow-Fläming Dorfgemeinschaftshaus liefert Strom
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17:41 25.01.2019
Schön ist das Welsickendorfer Dorfgemeinschaftshaus nicht, doch für eine Sanierung fehlt das Geld. Mit der Sanierung des Daches ist zumindest der erste Schritt getan. Quelle: fotos: Klemens (2)
Welsickendorf

Der Erhalt der Dorfgemeinschaftshäuser ist der erklärte Wille der Gemeindevertreter in der Gemeinde Niederer Fläming. Doch wie so oft mangelt es auch hier am Geld. Die Verpachtung der Dachflächen der Dorftreffs an Photovoltaik-Firmen könnte ein Ausweg sein und soll nun am Welsickendorfer Dorfgemeinschaftshaus als Pilotprojekt getestet werden.

Eine Idee macht Schule

Die Idee dazu stammt vom Körbitzer Ortsvorsteher und Gemeindevertreter Thomas Noßmann, der in der Welsickendorfer Agrargenossenschaft tätig ist, die derzeit für mehrere ihrer Gebäudedächer ebenfalls die Verpachtung als Fläche für Solarmodule plant. Als sich das Thema Dorfgemeinschaftshäuser im vergangenen Jahr als eines der drängendsten Problemfelder in der Gemeinde herauskristallisierte, trug Noßmann die rettende Idee in die Gemeindevertretersitzung und stieß dabei auf breite Zustimmung.

Pilotprojekt beschlossen

Bereits im Herbst nahm Bürgermeister Matthias Wäsche (parteilos) Kontakt mit dem Hallenser Karsten Coffier auf, der im Auftrag der Ravolta-New Energy-GmbH aus Hechingen in Baden-Württemberg als Projektant unterwegs ist und auch die Photovoltaik (PV)-Anlage für die Welsickendorfer Agrargenossenschaft konzipiert hat. Mitte Dezember fasste die Gemeindevertretung den Beschluss zur Errichtung einer PV-Anlage auf dem Welsickendorfer Dorfgemeinschaftshaus und beauftragte die Dahmer Amtsverwaltung mit der Ausarbeitung eines entsprechenden Vertrages.

Win-Win-Situation für Kommune und Investor

Die Idee der Verpachtung ist eine Win-Win-Situation für Pächter und Verpächter, wie Karsten Coffier erläutert. Denn bevor die Solarmodule auf der etwa 1000 Quadratmeter großen Dachfläche montiert werden, wird durch Ravolta das darunter liegende, aus marodem Wellasbest bestehende Dach komplett erneuert. „Die Asbestplatten werden durch einen zertifizierten Fachbetrieb ordentlich entsorgt und gegen Profilblech ausgetauscht“, erläutert der Projektant. Auch den Zustand der aus Nagelbindern bestehenden Tragkonstruktion hat der Fachmann, der seit zwölf Jahren im Metier ist, bereits unter die Lupe genommen. Bis auf wenige Stellen, die verstärkt werden, ist der Zustand des Tragwerkes in Ordnung. Sind Dachbelag und Regenrinnen erneuert, werden die Solarmodule montiert. Etwa zwei Millionen Euro kostet den Investor die Gesamtmaßnahme.

Dachsanierung zum Nulltarif

Die Gemeinde bekommt auf diese Weise zum Nulltarif das Dach des Haupt- und zweier Nebengebäude saniert. Im Gegenzug darf Ravolta 25 Jahre lang den erzeugten Strom vermarkten. Ob die Module danach ins Eigentum der Gemeinde übergehen oder von Ravolta zurückgebaut werden, muss dann verhandelt werden, könnte sich aber für die Gemeinde ein zweites Mal lohnen. „Denn wir gehen davon aus, dass die Module etwa 50 Jahre lang halten“, sagt Coffier.

Sobald der Vertrag unterschrieben ist, wird beim Stromnetz-Betreiber die Zustimmung beantragt. Etwa im März könnte Baubeginn sein und zwei Wochen später die Anlage ans Netz gehen, blickt Coffier voraus.

Von Uwe Klemens

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