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Teltow-Fläming Rekord-Etat geplant
Lokales Teltow-Fläming Rekord-Etat geplant
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04:48 01.02.2017
Das Rathaus in Großbeeren Quelle: Jutta Abromeit
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Großbeeren

Erst seit dieser Woche haben die Gemeindevertreter von Großbeeren den Haushaltsentwurf für das laufende Jahr. Personalnot im Rathaus vor allem wegen Krankheit ist der Grund, dass Kämmerer Uwe Fischer und Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) dieses Zahlenwerk nicht früher vorlegten. Dessen ungeachtet ist das, was die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker jetzt diskutieren, mit jeweils etwa 16 Millionen Euro an Erträgen und Aufwendungen ein Rekord-Etat. Zudem wird in dem knapp 9000 Einwohner zählenden Zuzugsort mit einem leichten Überschuss von etwa 300 000 Euro gerechnet.

Gewerbesteuer-Einnahmen steigen

Landtags-, Kreistags- und Gemeinderatsmitglied Helmut Barthel (SPD) ist Vorsitzender des Großbeerener Wirtschafts- und Finanzausschusses. Für ihn geht die Finanzstrategie der Gemeinde auf: „Die GVZ-Investitionen vergangener Jahre lohnen sich  – unsere Gewerbesteuern werden weiter steigen.“ 6,5 Millionen Euro hatte der Kämmerer 2016 veranschlagt, 6,7 Millionen waren es letztlich. Die Planzahl für 2017 liegt deutlich höher: 7,3 Millionen Euro. Ein weiteres Indiz für das Großbeerener Wachstum sind für Barthel Einkommenssteuern. Die sind 2017 mit vier Millionen Euro geplant, 200 000 Euro mehr als im Vorjahr.

Großbeeren zahlt mehr Kreisumlage

„Die gute Entwicklung insgesamt ist das Wichtigste“, sagt Barthel, sie habe jedoch eine Kehrseite. „Wegen unserer hohen Steuerkraft werden wir ab 2018 aber zusätzlich Geld ans Land abgeben müssen“, erklärt er. Hinzu komme die für Großbeeren weiter steigende Kreisumlage: von 4,85 Millionen Euro 2016 auf voraussichtlich 5,7 Millionen in diesem Jahr. „Das allein ist ein Drittel unserer gesamten finanziellen Möglichkeiten“, so der Ausschussvorsitzende. Doch Großbeeren werde nach dem Hortneubau auch 2017 wieder ordentlich investieren, sagt Barthel: „Als größte Ausgabe ist der Umbau des alten Hortes zu einer Kita vorgesehen.“ Dafür seien dieses und nächstes Jahr insgesamt eine Million Euro vorgesehen. Außerdem plant der Ort, die Pendlerstrecke Osdorfer Straße auszubauen. Wie teuer das für Großbeeren wird, hänge davon ab, ob es mit einer 90-Prozent-Förderung klappt. Barthel verweist auf weiter dringend nötige Kita-, Hort- und Schulplätze sowie auf fehlende Wohnungen: „Zu unseren Wachstumsschmerzen gehört der Ausbau der sozialen Infrastruktur.“

Bürgermeister will Handlungsspielräume erhalten

Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) sagt zu dem von Kämmerer Uwe Fischer vorgelegten Rekord-Zahlenwerk, aus der Entwicklung 2015 und 2016 ergebe sich auf jeden Fall, dass Großbeeren wirtschaftlich stark ist. Die Gemeinde werde sich trotz großer Herausforderungen Handlungsspielräume erhalten. „Ob und wie diese Handlungsspielräume dann tatsächlich genutzt werden können, wird von der Entscheidung der Gemeindevertretung abhängen“, so Ahlgrimm.

Heute ab 19 Uhr berät der Wirtschafts- und Finanzausschuss Großbeeren als erstes Gremium im Ort den Etat-Entwurf 2017.

Von Jutta Abromeit

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