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Teltow-Fläming Rittergut ist nicht schadstoffbelastet
Lokales Teltow-Fläming Rittergut ist nicht schadstoffbelastet
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19:36 17.03.2015
Auf dem ehemaligen Rittergut Kleinbeeren wird aufgeräumt, bevor der neue Eigentümer das architektonisch bedeutsame Ensemble übernimmt. Quelle: Jutta Abromeit
Kleinbeeren

"Es ist eine Müllhalde, auf die jeder jahrzehntelang Farbdosen und Ölfässer geschmissen hat und die kontaminiert ist ohne Ende", sagt Gutshof-Bewohner Knut Mehlhase über die Kleinbeerener Rittergut-Ruine. Rita Mohr de Perez dagegen, die Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde in Luckenwalde, sieht das, was auf dem Ensemble mitten im Dorf derzeit passiert, als "eine außerordentlich gut geführte Baustelle".

Historisch betrachtet gehört das ehemalige Rittergut zu den wenigen Renaissance-Bauten aus dem 16.Jahrhundert, die Brandenburg überhaupt hat. Im Moment muss man sogar fast sagen, denn viel zu sehen ist davon nicht mehr. Umso glücklicher sind Kulturhistoriker, dass das denkmalgeschützte Ensemble nicht abgerissen wurde, wie es die Berliner Stadtgüter als ehemalige Eigentümer geplant hatten. Ebenso ist Rita Mohr de Perez erleichtert, "dass sich jetzt ein privater Bauherr findet, die Verantwortung für dieses Denkmal zu übernehmen". Trotz der großen Beschädigungen war es ihre Behörde, die den Abrissantrag der Stadtgüter ablehnte. Gekauft hat das Gelände eine Eigentümergemeinschaft, die mit viel Geld und Enthusiasmus lukrative Wohnungen in Hauptstadtnähe schaffen will. Zu ihr gehört Star-Architekt Hubertus Eilers. Der weiß um die Altlast und sagt: "Es geht dort vor allem um Hausmüll aus den 1990er Jahren." Über konkrete Pläne für das Areal vor den Toren Berlins und in Hörweite von Kranichrufen mag er noch nicht sprechen: "Es gibt Verträge. Danach wird das Gelände erst übernommen, wenn alles ordnungsgemäß entsorgt ist."

Dass es dort anders als von den Mietshausbewohnern vermutet zugeht, das erklärt auch Uwe Strahl, Chef der Unteren Abfallbehörde im Umweltamt Teltow-Fläming. Man sei sofort nach Bekanntwerden des Verdachts aktiv geworden, es sei "die Umweltstreife nach Kleinbeeren geschickt" worden. Vor Ort hätten sich die Mitarbeiter ein Bild gemacht und "eine sehr ordentliche Baustelle vorgefunden. Dort laufen ganz normale Aufräumarbeiten" für ein Bauvorhaben, erklärt Strahl, "umweltrelevante Probleme" seien nicht festzustellen gewesen.

1344 wurde der Ort Klyn-Berne erstmals erwähnt. Lange gehörte er der Familie von Beeren, auch von Baer geschrieben. 1608 wird dort ein Rittersitz erwähnt. Christoph von Beeren vergrößert ihn um einen Bauernhof. Dessen Hauptgebäude entstand Ende des 16. Jahrhunderts. Der stattliche Bau hat sehr tief liegende Keller mit Tonnengewölbe, von wo aus ein unterirdischer Gang nach Großbeeren geführt haben soll.

1930 entstand zwischen Kirche und Rittergut ein Vorbau, der als Bäckerei genutzt wurde. Während des Zweiten Weltkriegs fielen im Frühjahr auf das als Arbeiterheim genutzte Ensemble mehrere Stabbrandbomben und beschädigen das Gutshaus-Dach. Nur in dem noch immer ofenbeheizten Mietshaus wohnen bis heute drei Mietparteien. Zu ihnen gehören Knut und Evelyn Mehlhase. Sie sehen das Beräumen der Baustelle mit Argwohn. Für sie geht es derzeit um die künftigen Wohnbedingungen. Deshalb stehen sie in Kontakt zur VMNE Teltow, der Vereinigung von Mietern, Nutzern und selbstnutzenden Eigentümer.

Von Jutta Abromeit

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