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Teltow-Fläming Roller geht – XXX Lutz kommt
Lokales Teltow-Fläming Roller geht – XXX Lutz kommt
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17:37 10.04.2018
Ende 2019 schließt der Rangsdorfer Roller-Markt. Laut Unternehmen passt er nicht mehr in die Expansionsstrategie. Viel voller als auf dem Bild war der Parkplatz selten. Quelle: Foto: Zielke
Rangsdorf

Auf dem Gelände des Südring-Centers in Rangsdorf kündigt sich ein gewaltiger Wechsel an. Die österreichische Möbelhauskette XXXL Group plant ein neues Einrichtungszentrum mit zwei Märkten auf 55 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche.

Ein Markt ist für ein XXX-Lutz-Einrichtungshaus vorgesehen, der andere ist für die preiswertere Vertriebslinie Mömax gedacht. Das Unternehmen selbst wollte die Pläne nicht kommentieren. Man äußere sich grundsätzlich nicht zu Neuansiedlungen, teilte ein Sprecher mit. Für das Unternehmen wäre es die erste XXX-Lutz-Filiale auf dem hart umkämpften Berliner Möbelmarkt. Bislang ist XXX Lutz vor allem in Süd- und Westdeutschland vertreten.

Roller verlängert Mietvertrag nicht

Der neue Doppel-Möbelmarkt soll auf der Fläche des jetzigen Roller-Möbelhauses entstehen, das Ende 2019 schließt. „Wir haben uns entschlossen, den Mietvertrag nicht zu verlängern“, bestätigte Roller-Sprecherin Isabelle Potthoff auf Nachfrage der MAZ. Es handle sich um eine Entscheidung, die das Unternehmen im Rahmen seiner Expansionsstrategie getroffen habe.

Alle 50 Beschäftigten seien rechtzeitig von der Schließung informiert worden. Das Unternehmen habe allen Mitarbeitern Arbeitsplätze in anderen Roller-Filialen der Umgebung angeboten, darunter in Oranienburg, wo demnächst ein neues Möbelhaus eröffnet.

Gemeinde hat sich für Erweiterung ausgesprochen

Laut Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) gibt es bereits einen positiven Bauvorbescheid des Landkreises für den neuen Möbelmarkt. Im vergangenen Oktober hatte sich die Gemeinde grundsätzlich für die Erweiterungspläne ausgesprochen. Zuvor seien jedoch noch Fragen zu den Stellplätzen und der Verkehrserschließung zu klären. „Wir wollen, dass das Südring-Center ohne Auto besser erreichbar ist“, sagt Rocher. Er hofft, dass sich die Eigentümer des Einkaufszentrums an einer besseren Busverbindung beteiligen.

Geplant ist außerdem, den Radweg von Klein Kienitz auf die Seite des Südring-Centers zu verlegen, damit Radfahrer und Fußgänger nur noch einmal die große Kreuzung an der B96 queren müssen.

Derzeit ruhen die Verkehrsplanungen, da sich die Gemeindevertretung nicht einig ist, wer die Erschließung für das neue Gewerbegebiet Am Spitzberg/ Theresenhof bezahlen soll. Weder für den Vorschlag, die Investoren an den Kosten zu beteiligen noch eine Erschließung durch die Gemeinde fanden eine Mehrheit.

Andere Gemeinden protestieren gegen Konkurrenz

In anderen Gemeinden sorgt der neue Möbelmarkt für wenig Begeisterung, sagt Rocher. So habe ihm der Ludwigsfelder Bürgermeister Andreas Igel (SPD) bereits seine Bedenken mitgeteilt. In Ludwigsfelde gebe es ebenfalls Bemühungen, ein Möbelhaus anzusiedeln. Weitere Städte und Gemeinden, in denen es bereits einen Einrichtungsmarkt gibt, dürften ebenfalls wenig erfreut sein.

Unklar ist, ob der 1994 eröffnete Roller-Markt abgerissen oder umgebaut wird. Er bietet 18 000 Quadratmeter Fläche, künftig wird es mehr als das Dreifache sein. Im Januar 2016 hatte der britische Investor Rockspring, dem das Südring-Center seit 2015 gehört, den Kauf des Roller-Geländes verkündet.

Von Christian Zielke

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