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Teltow-Fläming Salz und Pfeffer für den Hasenschwanz
Lokales Teltow-Fläming Salz und Pfeffer für den Hasenschwanz
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15:57 29.03.2013

Doch Fredi meinte: „So ein Quatsch, der würde doch sowieso nicht stillhalten, und wer kann schon wissen, welcher von den vielen Mümmelmännern im Wald der Osterhase ist?“ Zu unserer Kindheit gab es nämlich im Baruther Urstromtal viel mehr Hasen als heutzutage und außerdem noch zahlreiche Wildkaninchen. Da Kaninchen kleiner als Hasen sind und kürzere Ohren haben, wussten wir bereits als Kinder, wer da angehoppelt kam. Doch die ängstlichen Hasen liefen stets einen Haken schlagend vor uns Menschen davon, während die scheuen Kaninchen es vorzogen, eiligst in ihren Erdlöchern zu verschwinden.

Als Fredi das enttäuschte Gesicht des Kleinen sah, meinte er, dass es wohl nicht schaden könnte, beim Moos holen etwas Salz und Pfeffer dabei zu haben, falls wir vielleicht unterwegs doch den Osterhasen sehen. Mit dem Moos wollten wir im Garten unsere Osternester auspolstern. Unserem Bobby gefiel es allerdings gar nicht, dass er nicht mitkommen durfte. Er winselte und schimpfte laut bellend hinter uns her, als wir uns mit Körben auf den Weg zum Wald machten. Obwohl uns ein eiskalter Wind um die Ohren pfiff und die Bäume noch keine Blätter hatten, roch es am Wiesenrand bereits nach Frühling. Denn in den blühenden Weidensträuchern summten schon einige Bienen, und im Radeländer Busch hörten wir Kraniche schreien. Wir Dorfkinder wussten, wenn die „Kruhlinge“ trompeten kommt auch bald der Frühling.

Als wir den Kiefernwald erreicht hatten, unterhielten wir uns nur noch ganz leise, um das Wild nicht zu verscheuchen. „Der Osterhase hat so kurz vor Ostern sicherlich keine Zeit, durch den Wald zu hoppeln, weil er doch bestimmt noch viele Eier bunt anmalen muss“, flüsterte Kurtchen im weinerlichen Ton. „Guckt mal da drüben, schauen da nicht ein paar lange Ohren hinter dem Baumstamm hervor? Ach schade, nun sind sie weg. Ich glaube Meister Lampe beobachtet uns heimlich“, versuchte Fredi den Kleinen zu beruhigen.

Als wir uns nach dem Moos bückten, um es in die Körbe zu legen, zuckten wir vor Schreck zusammen, denn hinter uns schnaufte und keuchte es laut. „Um Himmels willen, ein Wolf“, hauchte ich. Keiner von uns wagte sich umzuschauen. Aber zum Glück entpuppte sich der vermeintliche Wolf als unser Schäferhund Bobby, der unserer Spur gefolgt war. „Bobby, du solltest doch zu Hause bleiben, du vermasselst uns doch alles“, schimpfte ich. Und Kurtchen jammerte: „Du böser Hund, wegen dir werden wir heute dem Osterhasen kein Pfeffer und Salz mehr auf den Schwanz streuen können“. Aber als Bobby vor Freude, dass er uns gefunden hatte, mit dem Schwanz wedelte, mussten wir doch lachen. Oma wollte später von uns wissen, ob wir den Osterhasen getroffen hätten. „Na klar, Fredi hat sogar seine langen Ohren gesehen“, sagte Kurtchen aufgeregt. Aber Oma wollte es ihm nicht so recht glauben: „Hat Fredi dabei nicht ein bisschen geflunkert?“ Doch da rief der Kleine empört: „Und es war doch der Osterhase“.

Damals erzählte man sich auch, dass ein Knabe sagte: „Vater, ich habe heute 100 Hasen gesehen“. Der Vater ungläubig: „Junge, lass ab“. Der Sohn: „Aber Vater, 50 Hasen waren es bestimmt.“ Der Vater: „Junge, lass ab“. Der Sohn: „Aber 20 Hasen waren es auf alle Fälle“. Der Vater sagte abermals: „Junge, lass ab.“ Da antwortete der Sohn kleinlaut und verlegen: „Aber Vater, geruschelt hat es ganz bestimmt“. (Von Sieglinde Schulze)

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