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Teltow-Fläming Wirtschaftspreise 2018 verliehen
Lokales Teltow-Fläming Wirtschaftspreise 2018 verliehen
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17:48 11.11.2018
Die diesjährigen Preisträger, Jury-Mitglieder und Unterstützer des Wirtschaftspreises Teltow-Fläming in Schönhagen. Quelle: Gerald Bornschein
Schönhagen

 Am Flugplatz Schönhagen wurden am Freitagabend als Höhepunkt der Wirtschaftswoche die Preise der Wirtschaft Teltow-Fläming vergeben. Durch das Programm führten die Initiatoren Vilma Trempler von der Kreishandwerkerschaft Teltow-Fläming und Randolf Kluge vom Regional-Center der Industrie- und Handelskammer Potsdam (IHK). Der Wettbewerb stand erneut unter Schirmherrschaft von Landrätin Kornelia Wehlan (Linke).

„Weder Oscar noch Henne“

In ihrem Grußwort merkte sie an, dass zwar „weder Oscar noch Henne“ vergeben würden, dafür aber „ein Preis, der für unsere Wirtschaftsregion ein ganz wichtiger ist“. Stolz könne der Landkreis auf den Platz 45 (und Nr. 1 im Osten) im Ranking von „Focus Money“ sein, das sei in erster Linie den hier arbeitenden Menschen zu verdanken, darunter auch den Unternehmern, die oft ein hohes Risiko auf sich nehmen. Als „Faustpfand“ bezeichnete sie den guten Branchenmix aus global agierenden industriellen Kernen und den vielen kleinen und mittelständischen Firmen, um deren Wertschätzung es ging.

Blick von der Bühne. Quelle: Gerald Bornschein

Der Preis der Wirtschaft in der Kategorie „Industrie und Gewerbe“ wurde an die T & D Transportgesellschaft mbH verliehen. Vor fast 15 Jahren startete Guido Keiper mit geliehenen 10.000 Euro für den ersten Transporter, gab Uwe Borges, Vorstand der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, als Laudator preis. Nun beschäftigt das Trebbiner Unternehmen knapp 90 Mitarbeiter und verfügt über einen Fuhrpark von 35 Transportern, acht Zwölftonnern sowie 18 Sattelzügen. Er ist unter anderem erfolgreich in Luftfracht-, Arznei- oder Lebensmitteltransporten, in der Lagerlogistik und im Werkstattgeschäft tätig.

Den Preis der Wirtschaft in der Kategorie „Handwerk“ nahmen Marco und Antje Kramer von der Kramer Elektro-Anlagen GmbH aus Rangsdorf entgegen. Das Unternehmen übernimmt die Planung und Ausführung elektrotechnischer Anlagen für Wohnanlagen, Bürogebäude oder Verkaufsräume. Bestes Beispiel ist die komplette Lichtausstattung und Gebäudeautomation der Humboldt-Box vor dem Berliner Schloss. Als aktuelle Projekte nennt Laudatorin Carola Seiler von der VR-Bank Fläming eG das „Grandaire“ als erstes geplantes Hochhaus am Alexanderplatz und die Mikroapartments „The Fritz“ in der Lehrter Straße.

Sonderpreise vergeben

In beiden Kategorien vergab die Jury außerdem einen Sonderpreis. Im Industriebereich wurde mit der Denny Faustmann und Bodo Faustmann GbR ein junges Unternehmen ausgezeichnet, dessen Werdegang Laudator Tilo Hönisch von der Investitionsbank des Landes Brandenburg sehr lebendig beschrieb. Das erste Mal wurde er während der Gründermesse im Rahmen der Wirtschaftswoche auf die beiden aufmerksam. Niemand hätte den „Underdogs“ damals eine Gründung zugetraut, doch dank der Hilfe durch den Lotsendienst und Berater Volkmar Redlich gelang ihnen in nur vier Jahren eine über 400-prozentige Umsatzsteigerung. Die Faustmann Hundeboxen können individuell auf jedes Fahrzeug und für jede Hundegröße angepasst werden.

Über den Sonderpreis im Handwerk konnte sich die Sik-Holzgestaltungs GmbH für ihre langjährige Erfolgsgeschichte freuen. Den „Preis der jungen Wirtschaft“ verbunden mit einer einjährigen Ehrenmitgliedschaft überreichten die Wirtschaftsjunioren Teltow-Fläming an die B.K.R Beelitzer Kies und Recycling GmbH & Co Agroline Trebbin KG.

Emotionaler Höhepunkt des Abends war die Ehrung des scheidenden Leiters des IHK Regional-Centers Teltow-Fläming, Randolf Kluge (M.). Quelle: Gerald Bornschein

Eine weitere sehr emotionale Lobrede teilten sich Staatssekretär Hendrik Fischer und Kreishandwerksmeister Jörg Peschke. Für seine Verdienste um die Organisation der Wettbewerbe der regionalen Wirtschaft seit dem Jahr 2004 erhielt Randolf Kluge die Ehrenurkunde der Jury. Er wird zum Jahresende seine Position als Leiter des IHK-Regional-Centers aus persönlichen Gründen aufgeben. Das Publikum würdigte sein unermüdliches Engagement in der Netzwerkarbeit mit stehendem Applaus.

Mit einem Impulsvortrag hatte Manfred Wäsche vor der Preisverleihung ein Stück in die Zukunft geblickt. Die Digitalisierung werde Veränderungen bringen, wie sie zuletzt Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Verbannung der Pferde aus dem Straßenbild beobachtet wurden. Um den Wegfall von Tätigkeiten zu kompensieren, müssen wir in den nächsten Jahren herausfinden, was wir Menschen besser können als die Algorithmen.

Ein musikalisches Rahmenprogramm der Kreismusikschule gehörte zum Programm dazu. Quelle: Gerald Bornschein

Quantencomputer, die Passwörter knacken oder Verkehrsströme in Peking optimieren können, 3D-Drucker, die Zahnersatz schneller als ein Zahntechniker erzeugen, oder künstliche Intelligenz mit einem rasanten Entwicklungsschub in vielen Lebensbereichen, das alles liege nicht in weiter Ferne. Bewusste Computer oder künstliche Gehirne dagegen seien auf lange Zeit unwahrscheinlich, dennoch gelte es von Beginn an menschliche Werte zu integrieren. „Vier Milliarden Jahre war die Evolution die treibende Kraft, jetzt sind wir es selbst“, sagt Manfred Wäsche. Und eins ist klar: „Fortschritt hört nie auf!“

Von Gerald Bornschein

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