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Teltow-Fläming Sechs Luckenwalder Unternehmen zeigen sich
Lokales Teltow-Fläming Sechs Luckenwalder Unternehmen zeigen sich
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00:41 15.10.2014
Eine Hebebühne als Konzertbühne: Das Percussion-Ensemble „Trommelfieber“ sorgte für rhythmische Klänge zum Ausklang der „Langen Nacht der Wirtschaft“.
Eine Hebebühne als Konzertbühne: Das Percussion-Ensemble „Trommelfieber“ sorgte für rhythmische Klänge zum Ausklang der „Langen Nacht der Wirtschaft“. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Einen gelungenen Abschluss der Wirtschaftswoche Teltow-Fläming bildete die „Lange Nacht der Wirtschaft“ in Luckenwalde. Was noch bei Tageslicht im Gewerbegebiet Am Honigherg/An der Krähenheide begann, endete im Mondschein bei Trommelwirbel unter den Arbeitsbühnen und dem Teleskopstapler der Firma Iwanski. Nach mehreren Betriebsbesuchen entspannten sich die zahlreichen Besucher bei Bier und Grillwaren, um den Rhythmen des Percussion-Ensembles der Kreismusikschule „Trommelfieber“ zu lauschen.

Mit Feuer und THW

Neben den Unternehmen präsentierten sich bei der „Langen Nacht der Wirtschaft“ auch die Feuerwehr Luckenwalde und das Technische Hilfswerk (THW) Luckenwalde.

So wie die Unternehmen Auszubildende suchen, werben auch Feuerwehr und THW um Nachwuchs in ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Neben den Rikschas wurde ein Rufbus-Shuttle zur „Langen Nacht“ eingerichtet, um Besucher vom Bahnhof und aus den Ortsteilen abzuholen.

Überraschend gute Resonanz

Die Unternehmen D-Beschlag, Monopohl und HM Precitech, Iwanski, MOB Märkische Oberflächenanlagen und Behälterbau, Präzisionsschleiftechnik Seidlitz sowie die Straßenmeisterei Luckenwalde des Landesbetriebs Straßenwesen öffneten ihre Tore für Werksbesichtigungen. Die Beschäftigten waren überrascht über den großen Zulauf an interessierten Besuchern. „Die ganze Halle war voll“, berichtete Maik Frenzel von der Firma MOB erfreut. Der Abteilungsleiter für Konstruktion und Fertigung von passgenauen Waschmaschinen für Industrieprodukte unterschiedlichster Größe zeigte den Besuchern den Waschvorgang für einen Motorenblock. Statt einer Edelstahlklappe hatte man eine Plexiglasscheibe eingesetzt, sodass jeder sehen konnte, mit welcher Präzision die Waschlauge aus den Düsen in alle Gewinde und Öffnungen geschossen wird, um auch den letzten Metallspahn zu beseitigen.

Sonderschicht für die Lange Nacht der Wirtschaft

Nebenan bei D-Beschlag legte Ingo Röhr dünne Eisenstangen in einen riesigen Automaten, der diese dann an beiden Seiten abschliff und zwei Gewinde in die Stangen bohrte. Für den Automateneinrichter wie für viele seiner Kollegen bedeutete die „Lange Nacht der Wirtschaft“ eine Sonderschicht. Die Uhrzeit ist für den Drei-Schicht-Betrieb zwar nicht ungewöhnlich, der Samstagabend aber schon. Doch es machte ihm Spaß, sich bei der Arbeit beobachten zu lassen. Es waren viele Familien unterwegs, die sehen wollten, wo ihre Liebsten so ihre lieben langen Arbeitstage verbringen.

Bei der Firma D-Beschlag konnte man zugleich den Produktionsweg vom Metallrohling bis zum fertig montierten und beschichteten Küchenmöbelgriff verfolgen. „Wir verkaufen zehn bis zwölf Millionen Griffe pro Jahr“, berichtete Produktionsleiter André Lehmann. Davon würden die meisten in Luckenwalde hergestellt, der Rest vor allem aus Asien zugekauft. Gegen die dortige Konkurrenz könne man sich vor allem aufgrund höherer Flexibilität gut behaupten.

Rikschas für die Besucher

Wem dann der Weg zum Honigberg jenseits der Straße zu weit war, durfte sich kostenlos mit einer der drei aus Berlin geholten Rikschas zur nächsten Betriebsstätte fahren lassen. Das machte nicht nur den Fahrgästen Spaß, sondern auch den Rikscha-Fahrern. „Das ist hier überschaubar, es herrscht wenig Verkehr und die Leute sind gut drauf“, sagte Fahrrad-Taxi-Chauffeurin Keya Choudhury und trat wieder in die Pedalen, weil es wieder Fahrgäste zur nächsten Station zu bringen galt.

Von Hartmut F. Reck

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