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Teltow-Fläming Sehnsucht nach Frieden
Lokales Teltow-Fläming Sehnsucht nach Frieden
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17:59 16.11.2014
Bei der gestrigen Gedenkveranstaltung der Gemeinde Nuthe-Urstromtal wurden Blumen in Woltersdorf niedergelegt. Quelle: MAZ
Kummersdorf-Gut

Der Ort gehört zur Gemeinde Am Mellensee. Ihr Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) hatte sich um die Ausrichtung der Feier bemüht. Er und Sperenbergs Pfarrer Andreas Hemmerling redeten über das Leid, das Kriege noch immer weltweit verursachen. Hemmerling erinnerte an den bei der DDR-Macht so ungeliebten, aber populären Bibelspruch „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und Spieße zu Sicheln machen“. Er sprach über die Sehnsucht nach Frieden, über die aktuellen Konflikte, denen Menschen weltweit entfliehen und Asyl suchen. Der früher gefeierte „Heldengedenktag“ sei längst ein Volkstrauertag geworden. „Frieden und Freiheit sind die Grundlagen jeder menschenwürdigen Existenz“, sagte Broshog.

Zwischen den Reden spielte das Trompetenensemble der Kreismusikschule, erst in der Kapelle, dann vor der Kriegsgräberanlage. Dort sprach Landrätin Kornelia Wehlan (Linke). Sie legte mit Frank Broshog einen Kranz ab. Den ersten Kranz trugen Baruths Bürgermeister Peter Ilk (LOB) als Kreisvorsitzender im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Geschäftsführerin Sandra Flinzer. Den der Bundeswehr brachten Inge Durka, Siegmund Trebschuh und Bernhard Dietrich vom Landes- und Kreisverbindungskommando. Auch Ralf Kaim und Werner Nietschmann vom Förderverein des Museums Kummersdorf und andere Gäste waren mit Blumen und Kränzen zur Gedenkfeier gekommen.

Mehrere Kommunen richteten eigene Veranstaltungen aus, beispielsweise die Stadt Jüterbog, die in den Ortsteil Markendorf eingeladen hatte, wo 21 Soldaten beerdigt wurden, darunter neun unbekannte. Für alle steht der 2. Mai 1945 auf der Grabplatte. Jüterbogs Stadtverordnetenvorsteher Falk Kubitza (SPD) nahm in Kummersdorf-Gut an der Gedenkstunde teil. Die Gemeinde Niedergörsdorf gedachte der Opfer von Krieg und Gewalt auf dem Friedhof in Altes Lager.

Mit der Sinfonia von Johann Sebastian Bach begann gestern musikalisch der Auftakt zur Gedenkveranstaltung, zu der die Gemeinde Nuthe-Urstromtal eingeladen hatte. Der Woltersdorfer Posaunenchor unter Leitung von Pfarrer Matthias Wolf sorgte mit ausgewählten Musikstücken für einen feierlichen Rahmen. „Wir haben uns heute hier in Woltersdorf versammelt, um der Männer, Frauen und Kinder zu gedenken, die in der Vergangenheit wie in unserer Gegenwart Opfer von Krieg und Gewalt geworden sind“, sagte Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke). In diesem Jahr komme dem Volkstrauertag eine besondere Bedeutung zu. Stehe er doch ganz im Zeichen des Gedenkens der Weltkriege. Trotzdem 100 Jahren vergangen sind, scheinen die Mechanismen, die zum Ausbruch des Krieges führen, noch immer wirksam zu sein. Als Beispiele nannte Monika Nestler die sich immer schneller zuspitzende Krise in der Ukraine sowie die Kämpfe im Nahen Osten und den anhaltenden Bürgerkrieg in Syrien.
Auf den gingen gestern wohl alle Redner ein, aber auch auf „Kriege, denen nie eine Kriegserklärung vorausging“, sagte Frank Broshog, der viele Beispiele lieferte. Selbstverständlich wurde auch auf die Rolle der Bundeswehr eingegangen. Soldaten sammelten gestern in Kummersdorf-Gut für den Volksbund der Kriegsgräberfürsorge. Bis 30. November werden Ehrenamtliche mit Spendenbüchsen unterwegs sein.

Von Gertraud Behrendt und Margrit Hahn

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