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Teltow-Fläming Spaß ohne Barrieren in Blankenfelde
Lokales Teltow-Fläming Spaß ohne Barrieren in Blankenfelde
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16:24 12.10.2014
20 Schüler und Jugendliche des Vereins Lebenshilfe nahmen am Sportfest des Kopernikus-Gymnasiums teil.
20 Schüler und Jugendliche des Vereins Lebenshilfe nahmen am Sportfest des Kopernikus-Gymnasiums teil. Quelle: Avf
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Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Es ist normal, verschieden zu sein.“ Es ist ein Projekt, das die Zwölftklässlerinnen Annika Mehner, Viviane Böttcher und Natalija Meyer seit dem vergangenen Schuljahr in einem Seminarkurs vorbereitet hatten.

Sven Muschert, Kursleiter und Sportlehrer, betreut die insgesamt 13 Schüler während der vier Semester, die er als Studienorientierung bezeichnet. Alle Kursteilnehmer finden sich in Teams zusammen, suchen sich ein Thema und verfolgen es, bis es durchgeführt werden kann. Muschert greift nur beratend dabei ein.

Idee entstand vor einem Jahr

Dass sich Annika, Viviane und Natalija die sportliche Begegnung Behinderter und Nichtbehinderter zum Ziel gemacht haben, freute den Lehrer. Bei der Suche nach einem gemeinsamen Thema steckten die drei jungen Frauen vor einem Jahr die Köpfe zusammen. Natalija Meyers Bruder hatte bereits beim Verein Lebenshilfe ehrenamtlich gearbeitet, inzwischen hat auch sie dort gearbeitet. Der Verein betreut seit 24 Jahren im Familienentlastenden Dienst und mit speziellen Angeboten geistig und mehrfach behinderte Menschen.

Werben um Verständnis

Warum nicht mit den Gleichaltrigen etwas gemeinsam unternehmen, fragten sich die Schülerinnen. Dass sich gehandicapte Jugendliche genauso gern wie andere bewegen und sich richtig freuen können und wollen, wusste nicht nur Natalija. Die Abiturientinnen bereiteten ihr Projekt bis ins kleinste Detail vor – Spiele mussten erdacht und auf Tauglichkeit geprüft werden, die Turnhalle gemietet, Sponsoren für ein Buffet gefunden, ein Flyer entwickelt und Mitschüler zum Mitmachen gefunden werden. „Wir haben bewusst unter den älteren Schülern geworben, weil wir hofften, dass sie viel Verständnis für Menschen mit Behinderungen haben“, erklärte Natalija Meyer.

20 junge Leute in der Turnhalle

Die Spiele wurden der Leiterin des Vereins Lebenshilfe, Wilma Teichmann, vorgestellt, die die Machbarkeit für ihre Schützlinge prüfte. Und so konnten 20 junge Leute in der Turnhalle Geschicklichkeit im Toreschießen oder Slalomlaufen, bei Ausdauer oder Schnelligkeit beweisen. Logisch, dass beim Sackhüpfen der „Anschieber“ des Rollstuhls im Sack steckte.

Auch die Zehntklässlerinnen Aileen, Saskia und Lea-Marie hatten Spaß. „Es ist eine neue gute Erfahrung“, sagte Lea-Marie. Während die einen auf dem Parcours schwitzten, beobachteten und bewerteten Sven Muschert und die Kursteilnehmer von der Bank aus das Geschehen. Ohne Noten vorwegzunehmen: „Anerkennung, es ist ein sehr mutiges Projekt! Das muss man sich erst mal trauen“, urteilte ihr Lehrer.

Von Andrea von Fournier

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