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Teltow-Fläming Spendenaktion für Gewalt-Opfer ist erfolgreich
Lokales Teltow-Fläming Spendenaktion für Gewalt-Opfer ist erfolgreich
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01:15 10.06.2018
Eine knappe halbe Stunde attackierte der nackte Mann in der Dennewitzer Straße Vorüberfahrende. Dann griff die Polizei ein. Quelle: Privat
Jüterbog

„Das Ergebnis unserer Spendenaktion ist sehr ordentlich“, sagt Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos). Ende April hatte sich ein vermutlich verwirrter 23-jähriger Asylbewerber aus Syrien auf der Dennewitzer Straße entkleidet und zufällig vorbeifahrende Autos mit einer Eisenstange attackiert. Da nicht klar war, wer der am schlimmsten betroffenen Pkw-Fahrerin den materiellen Schaden ersetzt, hatte Raue wenige Tage später über die Facebook-Seite der Stadt eine Spendenaktion initiiert, die nun endete.

Dreieinhalb Tausend Euro in einem Monat

„Wir hatten von vorneherein geplant, die Aktion nur einen Monat laufen zu lassen und ich bin angesichts der Spendenbereitschaft und des Erlöses gut gelaunt“, sagt Raue. 3581,51 Euro waren bis zum Ende der Spendeninitiative auf dem eigens eingerichteten Stadtkonto eingegangen.

Die Entscheidung, wann und in welcher Form die aus Annaburg im Nachbarlandkreis Elbe-Elster stammende Betroffene das Geld erhält, steht noch aus. Diese wird innerhalb der nächsten Wochen von einem drei- oder vierköpfigen Gremium getroffen. Ausdrücklich weist Raue auf der Facebook-Seite nun darauf hin, dass kein weiteres Geld mehr überwiesen werden kann.

Aktion hat mehrere Positiv-Effekte

„Für mich hat die Aktion im wesentlichen zwei Effekte gehabt, nämlich Leute dazu zu bewegen, dem Opfer dabei zu helfen, es mindestens in materieller Hinsicht schadlos zu halten, zum anderen hat die Aktion auch dazu geführt, die Versicherung stärker mit ins Boot zu holen, als es anfangs aussah“, sagt der Bürgermeister, der vor und während der Spendenaktion mit der Betroffenen mehrfach telefonisch und per E-Mail in Kontakt stand.

„Als die Frau die Zusage ihrer Versicherung bekam, dass man zumindest einen Teil des Schadens übernehme, hat sie mich sogleich darüber in Kenntnis gesetzt, was ich als sehr anständig und verantwortungsbewusst gegenüber den Spendern empfinde“, lobt Raue.

Versicherung erstattet Opfer nicht alle Kosten

„Aber klar ist auch, dass die Versicherung nicht alle Kosten übernehmen wird, sodass das Spendengeld ganz sicher gebraucht wird“, fügt der Initiator der Spendenaktion hinzu. Sobald die endgültige Zusage der Versicherung vorliegt, wird über die Form der Geldübergabe beraten.

Noch Wochen nach der Attacke und der Einweisung des Syrers in eine psychiatrische Klinik, war der Vorfall Stadtgespräch. Auch die Tatenlosigkeit der zahlreichen Augenzeugen, die den Gewaltakt und später das Eingreifen der Polizei mit Handys filmten, gehörte zu den kontrovers diskutierten Aspekten.

Von Uwe Klemens

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