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Teltow-Fläming Sprachbarriere im Unterricht
Lokales Teltow-Fläming Sprachbarriere im Unterricht
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10:42 02.09.2014
Luckenwalde

In der Ebert-Grundschule zum Beispiel gehören zu den Schulanfängern in den drei 1. Klassen sieben Schüler ohne Deutschkenntnisse. Außerdem wurde ein Kind aus Rumänien für die 6.Klasse angemeldet. Dazu kommen die Migrationskinder, die schon länger an der Schule lernen. „Insgesamt gibt es an unserer Schule 37 Kinder mit einem entsprechenden Förderbedarf“, erklärt Schulleiterin Bettina Kühne. Sie kommen vor allem aus Tschetschenien, Syrien, Polen und Rumänien und erhalten von zwei Pädagogen Deutsch-Förderstunden.

Zahlen & Fakten

220 neue Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten werden in diesem Jahr im Kreis Teltow-Fläming erwartet. Sie kommen unter anderem aus Syrien, Tschetschenien, Afghanistan und dem Irak.

310 Flüchtlinge sind zurzeit in den Wohnheimen des Kreises untergebracht, zum Jahresende sollen es 530 sein.

Asylbewerberheime gibt es zwei in Luckenwalde, eins in Ludwigsfelde und das gestern eröffnete in Jüterbog.

Kleine Lerngruppen

Laut Bettina Kühne gehen die Förderlehrer in den 1. und 2.Klassen mit in den regulären Unterricht hinein; die 3.und 4.Klassen sowie die 5. und 6. Klassen werden parallel zum Unterricht jeweils in kleinen Lerngruppen zusammengefasst. „Die Sprachfortschritte sind sehr unterschiedlich“, sagt Bettina Kühne, „viel hängt von der eigenen Motivation und der Unterstützung im Elternhaus ab.“ Einige müssten wegen mangelnder Sprachkenntnisse die 1.Klasse wiederholen. Gemessen an den insgesamt 401 Ebert-Schülern hat fast jedes zehnte Kind nicht Deutsch als Muttersprache. „Der Förderunterricht ist gut organisiert, trotzdem ist die Situation natürlich problematisch“, sagt die Schulleiterin.

Wenig Probleme an der Jahn-Grundschule

Weniger betroffen sind die Arndt- und die Jahn-Grundschule. In der Arndt-Schule gibt es drei fremdsprachige Schulanfänger, wobei zwei Kinder aus Afghanistan bereits ein Jahr zurückgestellt waren und inzwischen die Kita besucht haben. 16 der knapp 200 Arndt-Schüler erhalten wöchentlich von einer ausgebildeten Lehrkraft zwei bis drei Förderstunden Sprachunterricht. „Wir haben kleine Schulanfänger-Klassen von 20 und 21 Schülern, da ist es leichter, einzelne Ausländerkinder zu integrieren“, berichtet Schulleiterin Ulrike Heinze.

Unproblematisch sieht Schulleiterin Andrea Wichert die Situation in der Jahn-Grundschule. „Wir haben zurzeit nur unsere Umsiedlerkinder aus Russland“, sagt sie. Auch sie erhalten Sprachunterricht. Die Fortschritte seien unterschiedlich, insgesamt gebe es aber kaum Probleme und Defizite.

Schüler unter anderem aus Syrien und Tschetschenien

Anders in der gleichnamigen Oberschule. 20 von 350 Kindern erhalten die Sprachförderstunden. Sie kommen aus Syrien, Tschetschenien, Russland, Afghanistan, Iran, Irak, Rumänien und der Ukraine. Zwar sind laut der amtierenden Schulleiterin Ines Schwerdt zu Schuljahresbeginn keine neuen ausländischen Schüler hinzugekommen. „Aber wenn ein Schüler nicht deutsch kann, kann er auch die Fachsprache nicht. Und es wird problematisch, wenn wir die Schüler, wie gefordert, in der 9.Klasse bewerten müssen“, sagt Ines Schwerdt. Erst gestern wurde im Kollegium beraten, wie der Föderunterricht am effektivsten geplant werden kann.

Von Elinor Wenke

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