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Teltow-Fläming Aufruf zur Rettung des Kulturvereins
Lokales Teltow-Fläming Aufruf zur Rettung des Kulturvereins
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18:20 17.01.2019
Tilo Wolf ist nicht nur Museumsleiter, sondern seit 2011 auch Vorsitzender des von ihm mitgegründeten Dahmer Kulturvereins. Quelle: Uwe Klemens
Dahme

28 Jahre ist es her, dass ein paar kulturinteressierte Dahmenser in ihrer Stadt den Kulturverein gründeten. Die Palette der Höhepunkte, die ohne Kulturverein nicht stattgefunden hätten, ist lang. Doch in den zurückliegenden ein, zwei Jahren ist es um den Kulturverein still geworden. Zu still, findet Vereinsmitglied Matthias Ochs, der sich nun mit einen Aufruf an die Öffentlichkeit richtet, um das gänzliche Ableben des Vereins zu verhindern.

Verhindern, dass alles den Bach runter geht

„Ich will nicht zugucken, wie der Verein stetig den Bach runter geht“, sagt Ochs, der auch SPD-Stadtverordneter ist. „Auch, wenn der Verein aus biologischen Gründen immer weniger Mitglieder hat, könnten unter seinem Dach doch viele Initiativen gebündelt werden, wodurch es für alle leichter wird, weil man sich personell unterstützen, voneinander lernen und Fördermittel akquirieren könnte“, ist Ochs überzeugt. Seiner Meinung nach müsste Vereinschef Tilo Wolf die Vereinsarbeit und die Mitgliederwerbung stärker forcieren und hat nun selbst einen Aufruf gestartet. Alle, die im Fortbestand eine Chance für die kulturelle Vielfalt in der Region sehen, sind am 7. Februar um 19 Uhr zu einer Diskussionsrunde ins Heimatmuseum eingeladen.

Der Anfangs-Enthusiasmus ist weg

„Der Enthusiasmus der ersten Jahre ist weg, auch bei mir, wie ich gestehen muss“, sagt Museumsleiter Tilo Wolf, der nicht nur Gründungsmitglied, sondern seit 2011 auch Chef des Heimatvereins ist. „Dass Matthias nun die Initiative ergreift, finde ich deshalb sehr gut. Denn natürlich will niemand von uns, dass der Verein stirbt, und ich persönlich hoffe sehr, dass neue Leute mit frischen Ideen zu uns stoßen“, wagt Wolf vorsichtigen Optimismus. Nach der Veröffentlichung des Aufrufs im Dahmer Amtsblatt gab es bereits die ersten positiven Reaktionen. Vertreter des Dahmer Männerchores, des Wildau-Wentdorfer Literaturhauses und der Dahmer Kunstgalerie haben ihre Teilnahme zugesagt. Mit anderen Initiativen, wie zum Beispiel dem Wahlsdorfer Heimatverein und Pro Dahme will Ochs bis zum Treffen noch Kontakt aufnehmen.

Jede Idee wird gebraucht

„Die Bündelung kultureller Initiativen ist doch eine gute Sache, denn jede Idee und jede helfende Hand werden doch gebraucht und sind eine Bereicherung“, mischt sich auch Bürgermeister Thomas Willweber (FWG) in die Debatte. Auch die Unterstützung seitens der Stadt ließe sich aus seiner Sicht so deutlich besser gestalten.

Von Uwe Klemens

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