Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Selbsthilfegruppen laden zum Kennenlernen
Lokales Teltow-Fläming Selbsthilfegruppen laden zum Kennenlernen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:25 21.05.2019
Inge Gunkel sorgte für den musikalischen Glanz des Treffens. Quelle: foto: Uwe Klemens
Jüterbog

Ein Andrang wie beim gestrigen Tag der Offenen Tür herrscht in der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen (SHG) in der Jüterboger Mönchenstraße nur selten. Nicht nur Mitglieder der sich hier regelmäßig treffenden Gruppen waren der Einladung von SHG-Landkreis-Koordinatorin Doreen Jape gefolgt, sondern auch Gäste und Vertreter von Gruppen aus anderen Ecken des südlichen Teltow-Flämings. Ludwigsfelde, Luckenwalde und Dahme sind, neben Jüterbog, die von Jape betreuten Kontaktstellen. Für Selbsthilfegruppen im nördlichen Teil gibt es andere Ansprechpartner.

Der beste Austausch ist der unter Betroffenen

„Es geht zunehmend auch um den Erfahrungsaustausch der Gruppen untereinander und ums Kontakte knüpfen“, sagt Jape, die froh ist, dass auch der Träger der Jüterboger Kontaktstelle, der Nachbarschaftsheim-e.V., den Kurs, hin zu mehr Öffnung, mitträgt. „Denn wenn Menschen von einem bestimmten seelischen, sozialen oder gesundheitlichen Problem betroffen sind, stellt Selbsthilfe eine Möglichkeit dar, sein eigenes Schicksal, ergänzend zu allen professionellen Hilfsangeboten, selbst in die Hand zu nehmen“, so Jape. „Der Austausch unter Gleichgesinnten ist oftmals dem Austausch mit zumeist überforderten Angehörigen vorzuziehen, was auch den Austausch über die Grenzen der eigenen Gruppe hinweg betrifft“, weiß die Koordinatorin aus ihrer langjährigen Erfahrung.

Weitere Selbsthilfegruppen in Gründung

Neben den derzeit 17 von ihr betreuten SHGs stehen die Gründung von Gruppen gegen Burnout, Migräne, Parkinson und Mobbing am Standort Jüterbog unmittelbar bevor. Für keines der Themen gibt es im südlichen Landkreis bislang eine Adresse, wohin sich Betroffene wenden können. Vertreter der Landesgruppe Brandenburg der Deutschen Parkinson-Vereinigung warben beim Tag der Offenen Tür für eine solche Gruppe und gaben Tipps für den Aufbau und Themen.

Wenn der Plan von Doreen Jape und der Rangsdorferin Katharina Claus aufgeht, könnte es noch in diesem Jahr in Rangsdorf eine Selbsthilfegruppe für Transgender geben. „Ich weiß, wie lange ich selbst gebraucht habe, um mit mir ins Reine zu kommen und mich zu outen“, sagt Claus, die das tägliche Versteck-Spiel nach fast 50 Jahren satt hatte und sich vor gut einem Jahr auch öffentlich als transsexuell offenbarte.

Anderen den Leidensweg ersparen

„Ich möchte anderen dabei helfen, dass ihnen dieser Leidensweg erspart bleibt und sie ihren Weg leichter finden, als es mir fiel“, sagt die 56-Jährige. Die Offenheit, mit der sie heute über sich und ihre Erfahrungen sprechen kann, empfindet Claus als geeigneten Weg, auf Akzeptanz zu stoßen. „Und natürlich ist es auch eine andere Zeit und die gesellschaftliche Akzeptanz insgesamt sehr viel größer als damals“, blickt sie auf den Beginn ihrer eigenen Leidenszeit zurück.

Einen möglichen Namen für ihre Gruppe hat Claus schon: „’Metamorphose’ wäre nicht nur schön, sondern auch passend“, findet sie. Betroffene können sich unter 03372/ 443788 an Doreen Jape wenden und dort alles Weitere besprechen.

Von Uwe Klemens

Seit einigen Jahren steigt das Müllaufkommen in Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald. Der Negativtrend setzet sich auch in 2018 fort. Wo es markante Zuwächse und Rückgänge gegeben hat.

24.05.2019

Kommunalpolitik kann nur gut sein, wenn sich genug Menschen finden, die sich ehrenamtlich einbringen. Weniger Tage vor der Kommunalwahl gab es in Niederer Fläming nun ein Dankeschön für alle Akteure.

21.05.2019
Dahme-Spreewald Verkehrsplaner Teschner zum BER-Umfeld - „Es wäre noch mehr Verkehr möglich“

Verkehrsplaner Bertram Teschner hat für die IHK Cottbus den Verkehr rund um den BER untersucht. Im Interview spricht er über typische Staustellen und darüber, was Autofahrer erwarten können. Und was nicht.

29.05.2019