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Teltow-Fläming Netzwerk Mittelstand im Lankreis Teltow-Fläming wiederbelebt
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10:35 07.02.2020
Tanja Röchert-Voigt, Elena Kouchtchenko und Detlef Kuhn (v. l.) beim Treffen des Netzwerks Mittelstand. Quelle: Gerald Bornschein
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Luckenwalde

Nach einer durch Besetzungslücken verursachten längeren Zwangspause nimmt das Netzwerk Mittelstand Teltow-Fläming seine Arbeit wieder auf. Siegmund Trebschuh, Dezernent und Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung, freute sich kürzlich, die Teilnehmer „zum wiedererweckten Netzwerk“ zu begrüßen, und stellte Elena Kouchtchenko als verantwortliche Koordinatorin vor.

Gesprächsrunde vier Mal im Jahr

Mit den viermal im Jahr geplanten Gesprächsrunden sollen Wissensträger aus Kommunen, Kammern und Verbänden an einen Tisch gebracht werden. „Wir wollen den Wissenstransfer in unserem Landkreis bis auf die kommunale Ebene und zu den Unternehmen der Region organisieren und somit für alle einen Mehrwert schaffen“, sagt Marcel Penquitt, Sachgebietsleiter für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Mobilität im Landkreis. So ließen es sich Bürgermeister und Wirtschaftsförderer von Blankenfelde-Mahlow bis Jüterbog, IHK und Kreishandwerkerschaft, Arbeitsagentur, Investitionsbank (ILB) und Wirtschaftsförderung (WFBB) des Landes Brandenburg nicht nehmen, den Austausch zu suchen. Neu im Boot waren die LAG „Rund um die Fläming-Skate“ sowie regionale Vertreter der Unternehmensverbände.

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Umsetzung „Digitales Brandenburg

Im ersten Themenbereich ging es um die Umsetzung der Zukunftsstrategie „Digitales Brandenburg“, für die das Land eine Agentur ins Leben gerufen hat. Die Digital-Agentur Brandenburg hat im Juni 2019 den Betrieb aufgenommen und soll zentraler Ansprechpartner für die Digitalisierung im Land sein, erklärt Tanja Röchert-Voigt von Digitalagentur. Als Tochterunternehmen der ILB wird die Agentur vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE) institutionell gefördert, dem Aufsichtsrat gehören fünf Staatssekretäre aus Landesministerien und ein ILB-Vorstand an.

Netwerk Mittelstand TF Auftakt 2020 Quelle: gb-design Gerald Bornscheingb-design Gerald Bornschein

Aufgabe der Agentur ist die Initiierung, Koordinierung oder Leitung von Digitalprojekten verschiedenster Art. Einzelprojekte sollen übergreifend gebündelt und per Wissenstransfer Best Practice-Vorbilder zusammengeführt werden. Als Partner für Kommunen und Netzwerke ist die Digital-Agentur kostenlos beratend und vermittelnd tätig. Eine direkte Unternehmensberatung wird nicht stattfinden, doch durch die Begleitung der Digitalstrategie in den kommunalen Wirtschaftsförderungen kommen die Leistungen den interessierten Betrieben mittelbar zugute.

Lesen Sie auch: Digitalisierungsstrategie: So will Brandenburg digitaler Vorreiter werden

Die Handlungsfelder decken unter anderem Teilhabe durch leistungsfähige Infrastruktur, Lernen und Digitalkompetenz, digitalen Wandel in Wirtschaft und Arbeit oder attraktives Leben in Brandenburg ab. Als aktuelle Beispiele nennt Röchert-Voigt die Bad-Belzig-App oder das Projekt Schul-Cloud. Auch die 5G-Modellregion Ludwigsfelde/Trebbin kann auf Unterstützung hoffen. „Es gibt eine ganze Menge Potenzial in unserem Flächenland und gute Ideen“, betonte sie.

Netzwerkbildung ist notwendig

Elmar Stollenwerk von der Potsdamer Geschäftsstelle der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sieht zudem die Notwendigkeit der Netzwerkbildung zwischen den Unternehmen, denn die Anforderungen der Digitalisierung sind sehr vielfältig und individuell. Dabei geht es nicht nur um die technische Komponente, sondern vor allem um veränderte Prozesse und Geschäftsmodelle. „Wer nicht mitgeht, ist schnell aus dem Rennen“, ist er überzeugt.

Bereits jetzt sieht er dank der Wirtschaftsförderung des Landes gute Fördermöglichkeiten zum Thema. Das Beispiel einer Tischlerei, die nach einer umfassenden Prozesserneuerung neben Tischlern auch IT-Fachleute einstellt, bestätige auch die Studienergebnisse der WFBB, dass Digitalisierung nicht Arbeitsplatzabbau bedeutet.

Neues Projekt zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Im zweiten Themenblock stellt Detlef Kuhn von der ZAGG (Zentrum für angewandte Gesundheitsförderung und Gesundheitswissenschaften GmbH) ein Projekt zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement in kleinen und mittelgroßen Betrieben vor. „Gesund. Stark. Erfolgreich.“, heißt die übergreifende Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), in deren Teilprojekt der Landkreis zu den Pilotregionen zählt. Auch in diesem Fall sollen vorhandene kommunale und Netzwerk-Strukturen genutzt werden, um Betriebe zu motivieren, in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu investieren.

Jedes Unternehmen, das Interesse an der Arbeit des Netzwerks Mittelstand hat oder sich zu den Themen Digitalisierung oder Gesundheitsmanagement beraten lassen möchte, kann sich an die Koordinatorin Elena Kouchtchenko (Tel. 03371/608-1354, E-Mail: Elena.Kouchtchenko@teltow-flaeming.de) oder einen anderen Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises wenden.

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Von Gerald Börnschein

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