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Teltow-Fläming So digital arbeitet die Kreisverwaltung TF
Lokales Teltow-Fläming So digital arbeitet die Kreisverwaltung TF
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06:12 05.02.2020
Anträge, Ummeldungen, Hinweise geben – bequem von Zuhause aus. Quelle: imago/Westend61
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Teltow-Fläming

Der digitale Weg spart Zeit, benötigt kein Papier und ist allerorts möglich. Für viele Einwohner von Teltow-Fläming wäre es deswegen schön, online Elterngeld beantragen oder den Bußgeldbescheid einsehen zu können. Vieles davon ist allerdings tatsächlich schon möglich, wie eine Nachfrage bei der Kreisverwaltung ergab.

1000 Dienstleistungen online

Die Internetseite des Landkreises Teltow-Fläming bietet auf den ersten Blick sehr viele Auswahlmöglichkeiten. Hinter dem Menüpunkt „Was erledige ich wo?“ verstecken sich allerlei Online-Dienste, die den Kontakt zur Verwaltung erleichtern sollen. Maerker, i-Kfz, Geoportal – die Begriffe sind kompliziert, deren Gebrauch umso einfacher. Was steckt dahinter?

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Die Internetseite des Landkreises Dahme-Spreewald bietet einen enorm großen Inhalt - hinter dem Menüpunkt „Was erledige ich wo?“ verstecken sich allerlei Online-Dienste. Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

Rund 1000 Dienstleistungen bietet die Verwaltung aktuell online an – mit Ansprechpartnern sowie über 150 Formularen und Merkblättern. „Die Bürger wünschen sich, vor allem auf der kommunalen Ebene, eine Verwaltung, mit der sie einfach kommunizieren können und wo sie unbürokratisch die Hilfestellung oder Leistung bekommen, die sie brauchen“, so Landrätin Kornelia Wehlan gegenüber der MAZ.

i-KfZ: Das digitale Straßenverkehrsamt

Das sogenannte „i-Kfz“-Portal ist eins von vielen Bausteinen der digitalen Verwaltung. Zwei von drei Stufen sind schon in Betrieb: Das Ab- und wieder Anmelden von Autos. Letzteres habe jedoch noch niemand über das Internet beantragt. Das liegt laut Wehlan wohl daran, dass man nicht sofort losfahren kann, sondern erst die Plakette und den Fahrzeugschein per Post braucht.

An der dritten und letzten Stufe, die Inbetriebnahme von Fahrzeugen, werde noch gearbeitet. Schon seit mehreren Jahren hingegen können die Bürger online ihr Wunschkennzeichen reservieren lassen – 995 Kennzeichen waren es im letzten Jahr. Außerdem nutzten 32 Fahrzeughalter 2019 die Kfz-Bankbriefauskunft. Damit können sie nachsehen, ob der Fahrzeugbrief bei der Behörde vorliegt und ihr Anliegen erledigt werden kann.

Geoportal: Einblick in Karten

Das sogenannte Geoportal ist ebenfalls Teil der Internetplattform. Es stellt Geodaten, Dienste und Metadaten des Landkreises zur Verfügung. Sehr bekannt ist dabei der Brandenburg-Viewer. Er kann von allen zur Orientierung auf topgraphischen Karten, Luftbildern und Flurstückssituationen genutzt werden.

Die Kreisverwaltung von Teltow-Fläming in Luckenwalde. Quelle: Kreisverwaltung TF

Vorlagen für die politischen Gremien

Online sind auch alle öffentlichen Unterlagen der politischen Gremien im sogenannten Ratsinformationssystem einsehbar. Dort gibt es den Sitzungskalender des Kreistages und seiner Ausschüsse. Weitere Dienste sind das Portal der Volkshochschule, ein verschlüsseltes Kontaktformular und ein Medienportal für die Schulen mit e-Books. Allein von 2015 bis 2017 sei bei Letzterem die Zahl der Ausleihen von 6323 auf 8900 gestiegen, ein Zuwachs von 41 Prozent.

Digitale Rechnungen noch ausbaufährig

Noch nicht ganz ausgereift sind die digitalen Rechnungen. „Die Verwaltung hat im vergangenen Jahr begonnen, ihre verwaltungsinternen Verfahren zu durchleuchten und an die neuen technischen Anforderungen anzupassen“, so Kornelia Wehlan. Derzeit stünde die Verwaltung in engem Kontakt mit Softwareanbietern, um die bestehende Infrastruktur anzupassen.

Das betrifft auch die Bereiche der Fahrerlaubnis- und des Fahrschulwesens. Künftig soll die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden laut der Landrätin verstärkt werden. Sie betonte drei Herausforderungen, die dem Ausbau der digitalen Verwaltung oft im Weg stünden: Die Schulung der Mitarbeiter in der Verwaltung, der Datenschutz und die Anwenderfreundlichkeit bestehender Angebote.

„Die Beschäftigten in den Kommunalverwaltungen müssen unterstützt und geschult werden, zumal für einen längeren Zeitraum beide – die digitale und die analoge – Infrastruktur bereitgestellt werden muss“, so Landrätin Kornelia Wehlan. Quelle: Pressestelle/Landkreis TF

Offen für Veränderungen

Noch zu selten orientieren sich die Dienste an den Bedürfnisse der Benutzer, also auch den Kunden der Verwaltung. Digitale Angebote würden oftmals noch die direkte Übersetzung analoger Verfahren und Formulare in die digitale Welt darstellen. „Haben wir dann elektronische Angebote wie die Online-Stilllegung von Kraftfahrzeugen, werden diese kaum angenommen.“

Digitalisierung benötige Offenheit für Veränderungen: „Die Beschäftigten in den Kommunalverwaltungen müssen unterstützt und geschult werden, zumal für einen längeren Zeitraum beide – die digitale und die analoge – Infrastruktur bereitgestellt werden muss“, so Wehlan. Das stelle besonders kleinere Verwaltungen vor große Herausforderungen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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