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Teltow-Fläming Ab sofort sind Tiertransporte ab einer Temperatur von 30 Grad Celsius verboten
Lokales Teltow-Fläming Ab sofort sind Tiertransporte ab einer Temperatur von 30 Grad Celsius verboten
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18:40 14.06.2019
Kälber werden auf einem LKW transportiert. Immer mehr Bundesländer verschärfen ihre Regeln für Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten. Foto: Ulrich Perrey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: dpa
Ludwigsfelde

Tiertransporte bei Temperaturen ab 30 Grad Celsius sind ab sofort im gesamten Landkreis Teltow-Fläming verboten. Die zuständige Amtstierärztin Silke Neuling informierte jetzt alle zuständigen Stellen des Landkreises. Grund dafür ist die neue Konkretisierung der EU Verordnung. Darin heißt es: Tiere dürfen nur noch bei einer Temperatur von fünf bis 30 Grad Celsius aufgeladen und transportiert werden. Silke Neuling: „Auch Tiere leiden unter der extremen Hitze. Tierschutz geht vor.“

Strenge Auflagen

Besonders betroffen sind die Tiere, die oft stundenlang eng zusammengepfercht in Tiertransportern ausharren müssen. Das sind Schweine, Rinder und Schafe. Anlass für die Amtstierärztin zu reagieren. Sie informierte jetzt alle Organisatoren von Tiertransporten und die zugelassenen sieben Sammelstellen des Landkreises. Für die Einhaltung des neuen Verbots verhängte sie strenge Auflagen.

Schweine stammen alle aus Teltow-Fläming

In den Sammelstellen, meist auf Bauernhöfen, warten die schon eingetroffenen Tiere in Ställen auf ihren Transport. Sie kommen in verschiedenen Stückzahlen von überall her. Wurden 70 Rinder bestellt, bleiben sie in der Sammelstelle, bis die Anzahl komplett ist. Erst dann geht der Transport los. Manche Tiere müssen aber auch 30 Tage in Quarantäne, bevor sie auf den Viehtransporter zu ihrem Bestimmungsort kommen. Die Amtstierärztin: „Das kommt darauf an, woher sie kommen und wo es hingeht. Dafür gibt es Veterinärbestimmungen.“

Allein 2018 wurden 18.833 Rinder, 34.321 Schweine und 197 Schafe aus dem Landkreis Teltow-Fläming transportiert. In EU-Länder wie in die Niederlande und nach Slowenien, aber auch in Drittstaaten, wie Usbekistan und Russland. In diesem Jahr gab es bereits 393 Rinder-, 66 Schweine- und ein Schaftransport. „Die tragenden Zuchtrinder und Kälber kamen 2019 aus fast allen Bundesländern Deutschlands“, sagt Silke Neuling. „Die Schweine stammen ausschließlich aus unserem eigenen Landkreis“, so die Amtstierärztin weiter.

Wetterbericht, GPS-Daten und Fahrtenbuch müssen vorgezeigt werden

Und so will die Amtstierärztin die neue EU-Vorgaben kontrollieren und durchsetzen: „Bevor ein langer Tiertransport jetzt startet, müssen die Wettervorhersagen berücksichtigt werden, sonst gibt es keine Abwicklung. Und das nicht nur beim Losfahren aus Teltow-Fläming. Auch die Vorhersage für die Temperaturen der zu durchquerenden Orte zum Ziel, die der Transporter passiert, müssen unter 30 Grad liegen.“ Heißt, wenn der Transport in die Niederlande geht, muss belegt werden, dass auf der gesamten Strecke für die benötigte Zeit keine 30 Grad-Marke geknackt wird.

Als Quelle für die Temperaturen dürfen auch nur www.wetter.de und www.wetteronline.de verwendet werden. „Der Organisator muss die Zugangsdaten zu den vom Navigationssystem erfassten und übermittelnden Daten unserer Behörde per E-Mail mitteilen, samt GPS-Zugang zum Tiertransportfahrzeug“, sagt Amtstierärztin Neuling. Zusätzlich müssen die Fahrer Fahrtenbuch und Temperaturenaufzeichnungen innerhalb eines Monats an den Landkreis zurücksenden.

Bei Nichteinhaltung droht Ordnungsstrafe

Bei Nichteinhaltung droht eine Ordnungsstrafe. Silke Neuling: „Die Verfolgung könnte aber schwierig werden, wenn beispielsweise ein Lkw aus Russland kommt und der Fahrer selbst aus Tschechien.“ In dieser Woche wurden bereits schon diverse Tiertransporte wegen der Hitze abgesagt.

Von Marlene Schmidt

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