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Teltow-Fläming Weiterer Waldbrand im Kreis Teltow-Fläming ausgebrochen
Lokales Teltow-Fläming Weiterer Waldbrand im Kreis Teltow-Fläming ausgebrochen
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01:19 08.06.2019
Hier brannte es bereits vor in den vergangenen Tagen: Löscharbeiten im Waldgebiet bei Hennickendorf. Quelle: Hartmut F. Reck
Altsorgefeld

Eine zweite Einsatzstelle hält die Feuerwehren im Landkreis Teltow-Fläming in Atem: Bei Altesorgefeld im Amt Dahme/Mark brennen jetzt 20 Hektar Wald und Boden auf munitionsbelastetem Gebiet, teilte die Kreisverwaltung am Mittwochabend mit. Die Hitze habe bereits zu Detonationen geführt. 14 Fahrzeuge mit knapp 80 Einsatzkräften sind vor Ort. Angefordert wurden der Hubschrauber der Landespolizei zur weiteren Erkundung der Lage sowie der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg.

Da die Brandbekämpfung nur von der Bundesstraße 87 aus möglich ist, ist die Straße im Bereich Altsorgefeld nicht passierbar.

Weiter große Anspannung bei Frankenförde

Unverändert anspannt ist auch die Lage beim Waldbrand nahe Jüterbog/Frankenförde. Nach wie vor brennt es auf einer Fläche von etwa 550 Hektar Größe. Wechselnde Winde und Hitze erschweren den Einsatzkräften ihre Arbeit. Für Donnerstag wurde ein zusätzlicher Löschhubschrauber der Bundeswehr angefordert.

Am Mittwoch haben die Wehren aus dem Landkreis Teltow-Fläming Unterstützung von Brandschutzeinheiten aus den Landkreisen Märkisch-Oderland, Potsdam-Mittelmark und Elbe-Elster erhalten. Zwei Hubschrauber der Bundespolizei sind nach wie vor im Einsatz. Auch Polizei, Hilfsorganisationen und Agrargenossenschaften unterstützen die aktuell etwa 150 Feuerwehrleute.

An beiden Brandstellen gibt es eine starke Rauchentwicklung. Die Anwohner werden weiterhin gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und den Aufenthalt im Freien auf das notwendige Maß zu beschränken.

Entspannung bei Hennickendorf

Die Kreisstraße K 7218 zwischen Frankenförde und Felgentreu bleibt ebenfalls weiter gesperrt, auch wenn sich die Situation im Hennickendorfer Forst, wo der erste Brand am Montag ausgebrochen war, mittlerweile beruhigt hat.

Ein Hubschrauber ist im Bereich Frankenförde/Felgentreu unterwegs, um den Brand zu löschen. Auch in Hennickendorf/Ahrensdorf haben die Feuerwehrleute zu tun, weil immer wieder Brandnester neu auflodern.

Hier haben sich um 19 Uhr alle Waldbesitzer einschließlich der Bundesforstverwaltung getroffen. Einsatzleiter Mathias Richter, zugleich Gemeindebrandmeister von Nuthe-Urstromtal, hat die Verantwortung wieder an die Waldbesitzer übergeben aufgrund der gesunkenen Gefahr. „Die Hauptgefahr ist gebannt“, sagte Revierförster Jens Dockhorn am späten Abend der MAZ. „Es ist erstmal alles abgelöscht. Wir gehen auch davon aus, dass es am Donnerstag regnet.“

Jetzt müssen die Waldbesitzer die Brandwache stellen. Es wurden zwei Zwölf-Stunden-Schichten eingeteilt. Wenn nötig, muss wieder die Feuerwehr gerufen werden.

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Von Hartmut F. Reck

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