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Teltow-Fläming „Teo“ auf der großen Leinwand
Lokales Teltow-Fläming „Teo“ auf der großen Leinwand
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06:54 01.02.2018
Beim 4. Kinderrechte-Filmfestival im Filmtheater Thalia Potsdam konnten die Besucher spannende Beiträge sehen. Quelle: Fotos: isabelle Richter (2)
Potsdam

Klappe zu, Film ab! Seit Wochen hatten die Sechstklässler der Evangelischen Grundschule in Jüterbog auf diesen Satz gewartet. Am Mittwoch war es dann soweit – die Schüler durften im Potsdamer Kino Thalia zum ersten Mal ihren selbstproduzierten Kurzfilm anschauen.

Stolz und Begeisterung

Im Rahmen des 4. Kinderrechte- Filmfestivals hatten sie Ende des vergangenen Jahres bereits an einem Workshop zum Thema Kinderrechte teilgenommen. Auch das Drehbuch zu ihrem Film „Teo“ schrieben die Sechstklässler selbst. Im Dezember drehten sie dann die Szenen an nur einem Tag ab.

Unterstützung gab es dabei von der Medienpädagogin Kristin Ehlert. Auch sie war am Mittwoch stolz auf das fertige Produkt ihrer Schützlinge aus Jüterbog. „Es ist schon beeindruckend, wie gut die Kinder geschauspielert haben und was da am Ende für eine Qualität herausgekommen ist“, sagte sie nach der Premiere in Potsdam.

Mobbing mit Happy-End

Das Projekt macht aber nicht nur Spaß, es gibt den Kindern auch viele Anregungen. Denn während der Arbeit an den Filmen beschäftigen sich die Schüler mit ernsten Themen. Im Jüterboger Film geht es deshalb um eine Geschichte, die an vielen Schulen Realität ist.

Im Dezember drehten die Jüterboger Grundschüler die Szenen für ihren Kurzfilm „Teo“ auf ihrem Schulgelände am Dammtor. Quelle: Isabelle Richter

„Teo“ wird aufgrund seines armen Elternhauses von seinen Mitschülern gemobbt. Als sie jedoch erkennen, dass er ein hervorragender Fußballer ist, wendet sich das Blatt und er wird von ihnen auch ohne die neuesten Markenklamotten akzeptiert.

Acht weitere Filme traten an

Für den rund sechsminütigen Kurzfilm gab es von den Zuschauern großen Applaus. Auch die Jüterboger Schüler sind zufrieden. „Ich fand unseren Film sehr gut“, sagte Mia Scheinost. Für sie war das Projekt eine tolle Erfahrung, die sie nicht missen möchte.

Neben den Jüterbogern traten außerdem sieben weitere Klassen im Wettbewerb an. Am Ende entschied sich die Jury für die Neue Schule Marquardt aus Potsdam und die Dorfschule Wallmow aus Carmzow-Wallmow.

Mitreißend und authentisch

Die beiden Klassen punkteten bei der Jury mit emotionalen Szenen. Der Film „Alles steht Kopf“ der Potsdamer Grundschüler zeigte eindrucksvoll, wie Kinder unter streitenden Eltern und Trennungen leiden und brachte die Zuschauer zum Nachdenken.

Ähnlich war es beim Film aus Carmzow-Wallmow. Hier hatten die Kinder mit einem alkoholkranken Vater zu kämpfen und wurden dadurch selbst zu aggressiven Mobbern. Als der gewalttätige Vater von der Polizei abgeholt wird, ändern sie ihr Verhalten jedoch. „Es ist toll, wie mitreißend und authentisch die Filme sind“, sagt Jury-Mitglied Monica Koshka-Stein beeindruckt.

Chance auf den Youtube-Oscar

Trotz der verpassten Chance ist die Evangelische Grundschule aber noch nicht ganz aus dem Rennen. Die Schüler können mit ihrem Film ab sofort auch noch online Stimmen sammeln und damit den „Youtube-Oscar“ gewinnen.

Noch bis 28. Februar können Interessierte unter dem Youtube-Kanal „Kijufi“ für ihren Lieblingsfilm abstimmen.

Von Isabelle Richter

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