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Teltow-Fläming Ortsumfahrung der B-101 in Thyrow ist fertig
Lokales Teltow-Fläming Ortsumfahrung der B-101 in Thyrow ist fertig
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19:00 14.12.2018
Staatssekretärin Ines Jesse, Bundesreferatsleiter Frank Süsser, Ex-Bundestagsmitglied (SPD) Peter Danckert, Ortsvorsteherin Gertrud Klatt (CDU), Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke/v.r.). Quelle: Fotos: Abromeit (2)
Thyrow

Autofahrer hupten, Brummis gaben Lichthupe, und mit Superlativen sprachen Vertreter von Bund, Land und Kreis am Freitag vom 20 Jahre währenden Bau der B 101 durch den Kreis Teltow-Fläming. Nun wird er mit der Ortsumfahrung Thyrow fertig. Kurz vor 11 Uhr wurden die 5,1 Kilometer feierlich frei gegeben. Damit ist der Ausbau dieser Bundesstraße von der Landesgrenze Berlin bis Jüterbog beendet.

25 Millionen Euro vom Kreis

Von einem historischen Tag und dem letzten Bypass für die TF-Achse sprach Dirk Brandenburger, Technik- Geschäftsführer der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und Bau Gmbh (Deges). Er sagte: „Der Kreis hat diesen Bau mit gesponsert, sonst wäre das hier anders ausgefallen.“ Er meint die 25 Millionen Euro, die der Landkreis Teltow-Fläming seit Planungsbeginn dafür aufbrachte, dass diese wichtigste Straßen-Verkehrsader nicht nur zwei- und dreispurig, sondern drei- und vierspurig gebaut wird.

Der Deges-Manager bat einen Mann mit zum Durchschneiden ans schwarz-rot-goldene Flatterband, der 1998 in Bonn erste Gespräche für diese Änderungswünsche führte: Peter Danckert (SPD), damals Bundestagsabgeordneter des hiesigen Wahlkreises. Er und Landrat Peer Giesecke (SPD) als Verwaltungschef hatten die wirtschaftsfördernde Bedeutung dieser Trasse erkannt und den Kreistag von dieser Investition überzeugt.

Landrätin: „Endlich ist sie fertig, unsere Lebensader“

Die wichtige Nord-Süd-Trasse durch den Kreis kostete 244 Millionen Euro vom Bund plus die TF-Millionen. „Es ist uns nicht leicht gefallen, dieses Geld aufzubringen“, sagte Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke), damals Kreistagsmitglied. Sie erinnerte an die namentliche Abstimmung 1999 zu dieser Investition. Und daran, dass ein auf dem Weltmarkt bedeutendes Biotechnologie-Unternehmen sich wegen der bisher miesen Verkehrsanbindung von Luckenwalde an den Autobahn-Südring inzwischen in Dahlewitz ansiedelte. Alles Vergangenheit. „Endlich ist sie fertig, unsere Lebensader“, so Wehlan.

Das freut auch Trebbiner sehr, für sie verkürzen sich Fahrzeiten jetzt deutlich. Den vielen Thyrowern, die zur Freigabe aus ihrem Dorf gekommen waren, sagte Staatssekretärin Ines Jesse aus dem Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung: „Sie haben jetzt keinen Stau, keinen Lärm und keine Abgase mehr und damit mehr Wohnqualität und mehr Verkehrssicherheit.“ Und noch eine Frau ergriff das Wort – Ortsvorsteherin Gertrud Klatt (CDU): „Das, was hier jetzt steht und gebaut ist, durch Thyrow durch – das wäre nicht gegangen. Danke an alle!“

Das I-Tüpfelchen

Frank Süsser, Referatsleiter im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, sprach von einem sehr erfolgreichen Jahr für den Straßenbau in Brandenburg, diese Freigabe sei das I-Tüpfelchen. „Die 35 Kilometer Autobahn ähnlicher Straße zwischen Berlin und Luckenwalde sind mit den 15 Kilometern um Luckenwalde herum auf dieser Achse die schnellste Verbindung, die es je gab – ein ganz wichtiger Aspekt im Wettbewerb der Regionen.“ 

Von Jutta Abromeit

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