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Teltow-Fläming Titanic und 1002. Nacht auf dem Motzener See
Lokales Teltow-Fläming Titanic und 1002. Nacht auf dem Motzener See
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17:38 23.07.2017
Die beiden Siegerboote „Kallinchen i mog di“ und „In acht Stunden um den See“ gewannen in den Kategorien Groß- und Kleinboot. Quelle: Jutta Abromeit
Kallinchen

Eine stichhaltige Begründung, warum gerade ihr Boot den Sieg verdienen sollte, die hatten alle Besatzungen beim Bootskorso am Freitagabend auf dem Motzener See. Ob auf der Plaste-Nussschale „Titanic“, dem Floß „O zapft is“ oder in den Kindersegelbooten  – sie erklärten der Jury: „Weil ich’s verdient hab’“, „Weil wir’s einfach drauf haben“, „Weil wir das richtige Motto haben“. Der „Deutschland-Fünfer“ wollte „Zum Spaß“ gewinnen. Und den hatten an einem traumhaften Sommerabend wohl alle am oft prämierten Strand: Urlauber, Einheimische, Gäste, Gewerbetreibende und sogar die Veranstalter selbst um Ortsvorsteher Reinhard Schulz. Der sagte: „Was wir tun konnten, haben wir erledigt, fürs Wetter können wir nichts.“

Mit Festumzug und Bootskorso, Strandparty und Feuerwerk, mit einem Mammut-Beachvolleyballturnier, dem Musiktrio Sax Puppets und vor allem viel Spaß feierte Kallinchen mit seinen Urlaubern und Gästen vom Motzener See seinen Sommerkarneval 2017. Die vielen und teils starken Regenschauer konnten das mehrtägige Strandfest kurzzeitig unterbrechen, aber nicht stoppen.

Vor der Kulisse eines kitschig-schönen Sonnenuntergangs schipperten die Boote auf und ab, immer wieder fotografiert von den Lieben am Ufer. Zum Beispiel zückte Michael Pfeffer zig Mal das Handy, um Tochter Julina mit dem Boot „Die 1002. Nacht“ aufs Bild zu bekommen. Die Neunjährige saß mit Oma und Opa im Boot. Ihre Eltern und Freunde fieberten vom Steg aus mit, ob diese Idee und der Auftritt der orientalisch gekleideten kleinen Bauchtänzerin für einen Preis reichen würden. Schließlich war da starke Konkurrenz, selbst bei den Jüngsten. So hatten sich Fina, Nina und Ina als drei kleine Clowns verkleidet und ihr Segelboot über alle Leinen dicht an dicht mit bunten Luftballons geschmückt. Sprecher René Schenk fragte denn auch: „Habt ihr das alles allein aufgeblasen?“ Hatten sie nicht. Auf Nachfrage, wer denn geholfen habe, sagte eine der jungen Damen: „Na so eine Luftdruckmaschine ...“

Nicht zu übersehen auf dem See waren die Bergvölker: Von einer Seite eines Floßes grüßte Thüringen den Urlaubsort in den Berliner Gewässern, auf der anderen Seite von „Kallinchen i mog di“ präsentierte sich Bayern. Letztlich machte bei den Großbooten eine zehnköpfige Crew das Rennen, die ihr Floß ebenfalls bajuwarisch geschmückt hatte: mit Brezen, blau-weiß-Fähnchen und die Besatzung in Dirndl-Kleidern und Tirolerhüten. „Wir sind Kallinchen Süd“, erklärte Conny Wiest. Sie und ihr Mann Arthur haben Freunde in Motzen und Bestensee, auf Booten fahren sie gemeinsam seit 15 Jahren. Als die Jury ihnen den Pokal an Bord brachte, kannte ihr Jubel keine Grenzen.

Grenzen bekamen die Sportler am Samstag vom Wetter gesetzt: Das mit 31 Männer- und Frauen-Mannschaften besetzte Beachvolleyball-Turnier konnte nicht wie geplant am Spätnachmittag beendet werden. „Ich dachte, die Leute gehen“, sagt Reinahrd Schulz. Doch um 19 Uhr wurde immer noch gespielt. „Wir nehmen, wie’s kommt“, so der Ortsvorsteher. Er und dutzende Helfer von Ortsbeirat, der Feuerwehr und Kallinchener Vereinen machten nach Veranstaltungsende am Sonntag gleich wieder klar Schiff. „Aufräumen muss sein. Denn egal, wie das Wetter wird – die Urlauber sind ja da. Und die sollen zumindest ein ordentliches Strandbad vorfinden.“

Von Jutta Abromeit

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