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Trebbin 28 Jugendliche feiern Jugendweihe
Lokales Teltow-Fläming Trebbin 28 Jugendliche feiern Jugendweihe
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00:22 15.05.2019
Emotionaler Moment für Eltern, Großeltern und Kinder: Die Jugendlichen erhalten ihre Urkunden zur Jugendweihe. Quelle: Lorenz Reck
Trebbin

Am Samstag war in Trebbin für 28 junge Menschen ein großer Moment gekommen: Sie feierten im Glashaus ihre Jugendweihe und verabschiedeten sich symbolisch von ihrer Jugend auf dem Weg zum Erwachsensein. Nach dem feierlichen Einzug der Jugendlichen spielten die Musiker des Symphonic Pop Orchestra unter der Leitung von Frank Hollmann und umrahmten das Programm der Feierstunde. Unterstützt wurden sie dabei von den Sängern der Symphonic Pop Voices.

Die Symphonic Pop Voices unterstützten das Symphonic Pop Orchestra mit Gesang bei der Jugendweihe im Glashaus Quelle: Lorenz Reck

„Ihr seht toll aus!“, waren die ersten Worte von Wolfgang Luplow, dem Geschäftsführer des AWO Regionalverbandes Brandenburg Süd, bei seiner Eröffnungsrede an die 28 Teilnehmer der Jugendweihe. Dem Lob folgte ein Zitat von Mick Jagger, dem Frontmann der Rolling Stones: „Die Jugend hat die Aufgabe, Werte zu verneinen, die schon längst hätten abgeschafft werden sollen.“

Den Jugendlichen gab er außerdem noch einen Ratschlag seiner Mutter mit auf den Weg: „Es ist egal, was ihr in eurem Leben macht – ob ihr Atomphysik studiert oder Traktor fahrt, macht es ordentlich!“

Spielregeln für das Erwachsenenleben

Auch die Musiker richteten zwischen ihren Darbietungen das Wort an die Schüler und beglückwünschten sie, bevor Trebbins Bürgermeister Thomas Berger die Festansprache hielt. Er wies die jungen Bürger der Stadt darauf hin, dass sie nur symbolisch in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen werden und zum Erwachsenwerden noch sehr viel mehr dazu gehöre.

„Ihr müsst auf dem Weg zum Erwachsenwerden lernen, mit anderen Menschen zusammenzuleben. Dazu braucht man Spielregeln. Und eine der wichtigsten Spielregeln lautet Toleranz“, betonte der Bürgermeister. Es sei deshalb ganz gleich, ob jemand aus Trebbin, Thyrow, Köln, Polen, Syrien oder Somalia komme und egal, welchen Fußballverein jemand mag.

Bürgermeister Berger überreichte den Jugendlichen die Urkunden und hielt eine feierliche Ansprache. Quelle: Lorenz Reck

Berger machte den jungen Leuten in seiner Ansprache auch ein Zugeständnis: „Wir alle wollen euch mit unseren Erfahrungen zur Seite stehen, denn wir brauchen euch auch, damit wir keine Fehler machen. Jung und Alt können nur zusammen in die Zukunft gehen, denn jeder hat seine ganz besonderen Möglichkeiten und Erfahrungen. Das zu erkennen bedeutet Erwachsensein.“

„Redet mit uns, nicht über uns“

Nach der feierlichen Übergabe der Urkunden kamen schließlich auch die Jugendlichen selbst zu Wort. Für sie ändert die Jugendweihe zwar den Status in der Gesellschaft, aber nicht ihre Denkweise. Sie wünschen sich, dass ihnen die Freiheit gegeben und die Verantwortung überlassen wird, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. „Redet mit uns, nicht über uns“, forderten sie die etwa 250 Gäste der Veranstaltung auf. Damit ging die erste von fünf Jugendweihe-Feierstunden der AWO in Trebbin, Jüterbog und Luckenwalde zu Ende.

Seit 1993 ist die AWO als Veranstalter im Landkreis Teltow-Fläming aktiv und wir dieses Jahr insgesamt 320 Jugendliche durch ihre Jugendweihe führen.

Von Lorenz Reck

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