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Trebbin 48 Stunden durch die Nuthe-Nieplitz-Region
Lokales Teltow-Fläming Trebbin 48 Stunden durch die Nuthe-Nieplitz-Region
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15:59 19.05.2019
Großer Andrang herrschte am Trebbiner Bahnhof zum Auftakt der Aktion „48 Stunden Nuthe-Nieplitz“. Quelle: Elinor Wenke
Trebbin

Mehr als 2000 Besucher unternahmen am Sonnabend und Sonntag eine kurzweilige Entdeckertour durch die Nuthe-Nieplitz-Region – und das ganz ohne eigenes Auto. Die Stadt Trebbin hatte wieder zur Aktion „48 Stunden Nuthe-Nieplitz“ eingeladen. Mit einem kostenlosen Bus-Shuttle konnten sich die Gäste bequem von Ort zu Ort kutschieren lassen und dort aussteigen, wo es ihnen gefällt.

Mitglieder der „Zollwache Trebbin“ im Gemeindezentrum Thyrow. Quelle: Elinor Wenke

Insgesamt acht Busse der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming waren auf zwei Routen zu je 25 Kilometern unterwegs und fuhren stündlich 15 Haltepunkte an. Am Bahnhof Trebbin, wo die meisten Gäste aus Richtung Berlin mit dem Zug anreisten, war das Gedränge schon am Morgen groß.

Regie: Stadt Trebbin

„Aus Kapazitätsgründen kann der Förderverein Nuthe-Nieplitz die beliebte Aktion nicht mehr selbst organisieren, deshalb hat sich die Stadt Trebbin schon vor zwei Jahren dazu bekannt und die Regie übernommen“, sagte Stadtsprecherin Beate Rantzsch. Der Aufwand sei immens, aber die Unterstützung groß. Der Landkreis übernimmt die Kosten für den Bustransport, die Naturparkverwaltung unterstützt ebenso. „Dadurch bleibt es für die Stadt fast kostenneutral“, sagte Beate Rantzsch.

Mehr als 2000 Besucher nutzen an zwei Tagen das Angebot, kostenlos mit dem Bus die Nuthe-Nieplitz-Region zu erkunden. An 15 Haltepunkten hatten sich zahlreiche Akteure als Gastgeber vorbereitet.

Die Gäste konnten nicht nur die ländliche oder Kleinstadt-Idylle genießen – viele Akteure hatten sich mit kulinarischen oder kulturellen Angeboten vorbereitet. Neben der bekannten blauen Busrunde, die unter anderem nach Kliestow, Blankensee und Glau führt, gab es diesmal eine neue, die rote. Sie steuerte Christinendorf, Märkisch Wilmersdorf, Großbeuthen und Thyrow an.

„Lokus im Fokus“ im Bahnhof

„Wir wollen unseren Berliner Stammgästen neue Sehenswürdigkeiten bieten“, sagte Beate Rantzsch, „aber auch unsere Einheimischen können kostenlos mit dem Bus von Ort zu Ort fahren.“ Das nutzten gleich Waltraud und Hans-Ulrich Prosch aus Trebbin. Sie besuchten zuerst die Ausstellung „Lokus im Fokus“ im Bahnhof und steuerten dann die Blasmusik beim Heimatstübchen an. „Später schauen wir, was die Beuthener zu bieten haben“, sagte Waltraud Prosch.

Brunhilde Bradler aus Pankow und ihre Freundin hatten sich Thyrow vorgenommen. „Dann interessieren uns noch das Schloss und die Fischräucherei in Blankensee“, kündigte sie an.

Bei der Feuerwehr in Kliestow durften die Besucher an der alten Handdruckspritze selbst Hand anlegen. Quelle: Elinor Wenke

Gunnar Pommerening von der Johannischen Kirche erzählte staunenden Berlinern bei einer Ortsführung aus der Geschichte der Friedensstadt Glau, während Uschi und Peter Koch in der Blankenseer Imkerei Brauße einheimischen Honig verkosteten. „Wir sind zum ersten Mal in Blankensee“, sagte Uschi Koch und schwärmte vom Kornblumen-Honig.

Gerne wieder

Feuerwehrmann Burkhard Götze und seine Männer führten in Kliestow die 100 Jahre alte Handdruckspitze vor und ließen auch die Besucher Hand anlegen. Nur wenige Meter entfernt entführte Marita Spahn ihre Gäste in Uromas Zeiten. Mit ihrem Mann Reinhard hat sie ein privates Bauernmuseum mit alter Technik, Möbeln und Kleidung eingerichtet. Mittelalterlich ging es in Thyrow zu und etliche Gäste kündigten an: Wir kommen in zwei Jahren wieder.

Von Elinor Wenke

Das Bauernmuseum Blankensee feierte am Sonntag den internationalen Museumstag. Die Besucher konnten sich von Grundschülern durch die Ausstellung führen lassen und im Dachboden wartete eine Überraschung.

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