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Trebbin Bauernmuseum Blankensee mit neuen Ideen
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17:20 07.02.2020
Das Bauernmuseum Blankensee blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Quelle: Margrit Hahn
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Blankensee

Für Carola Hansche, Chefin des Bauernmuseums in Blankensee, war 2019 aktiv und spannend. „Für die kontinuierliche Arbeit in diesem Haus braucht es Ideen, und 2019 war ein durchaus ideenreiches Jahr“, sagt sie. 2700 Besucher schauten sich das denkmalgeschützte Bauernhaus mit seiner 62 Jahre alten Ausstellung an, darunter rund 800 Kinder. Die Aktionstage brachten zusätzlich 950 Besucher. Auch die Sonderausstellung „Hühnchen mal anders“ lockte viele Neugierige nach Blankensee.

„Das neue Ausstellungsformat, der Ausstellungsinhalt sowie ein anderer Blickwinkel auf das Thema kamen gut an“, so Hansche. Wobei sie betont, dass nicht allein an den Besucherzahlen die Wertigkeit oder gar Bedeutung eines Hauses gemessen werden darf. Das sei lediglich ein messbarer, quantitativer Wert. Deshalb gefällt ihr das Sprichwort des Schriftstellers Walter Benjamin: „Es kommt nicht darauf an, wie viele Menschen in eine Ausstellung gehen, es kommt darauf an, dass sie gewitzter wieder herauskommen.“

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Carola Hansche stellt hier das Programm für das Bauernmuseum in Blankensee vor. Quelle: Margrit Hahn

In diesem Jahr finden wieder monatliche Themenführungen statt. Für Carola Hansche steht fest, dass Blankensee und das Museum das ganze Jahr über einen Abstecher wert sind. Dabei kann sich jeder sein persönliches Highlight herauspicken. Wer will, kann die Ausstellungen auf eigene Faust erkunden. Wer aufmerksam und neugierig ist, entdeckt immer wieder Neues. Den i-Punkt könnten die monatlich wechselnden Themenführungen an jedem zweiten Sonntag bilden.

Internationaler Museumstag

Manche Gäste kommen vorwiegend zu größeren Veranstaltungen. Auch davon gibt es 2020 wieder einige, wie den Internationalen Museumstag am 17. Mai oder den Tag des Offenen Denkmals am zweiten Sonntag im September. Am 22.August 2020 präsentiert sich das Museum sportlich. In bewährter Kooperation mit dem SC Trebbin findet der 4.Trebbiner Naturlauf „21-N.N.“ statt. Start und Ziel ist am Bauernmuseum.

Carola Hansche (M.) beim Tag des offenen Denkmals 2019 mit Heiko Schäfer (r.) und Eckhard Meyer von der Alten Guts-Schmiede Blankensee.. Quelle: privat

Ein Highlight in diesem Jahr wird die Eröffnung der neuen Dauerausstellung am 15. Mai, für die sich Carola Hansche wieder Partner mit ins Boot geholt hat. Sie will nicht alles verraten. Nur so viel – es geht um ein landwirtschaftliches Thema. „Wir wollen wieder Alt und Jung zusammenbringen und den Sprung in die Moderne wagen. Ich bin sehr gespannt“, fügt die Museumschefin hinzu.

Feuer und Flamme

Am 24.Oktober gibt es den Aktionstag „Feuer & Flamme“ für Museen. Dann sollen die Besucher mit einem leuchtenden Programm überrascht werden. Mit dabei sind die Freiwillige Feuerwehr und die Alte Guts-Schmiede Blankensee.

Das Jahr 2019 endete mit der Teilsanierung des Bürotraktes. Das neue Jahr begann mit dem Ausbau und der Überarbeitung aller Fenster des Bauernhauses. Demnächst werden die Lampen im Innen- und Außenbereich repariert oder ausgetauscht. „Ich freue mich, wenn wir irgendwann die Fassade und den Eingangsbereich des Bauernhauses professionell verschönern können“, so Hansche.

Tolle Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit mit der Grundschule Blankensee ist für die Museumschefin eine Herzensangelegenheit. „Wenn wir das Museum kontinuierlich weiterentwickeln wollen, kommen wir nicht an den von Deutschem Museumsbund und dem Internationalen Museumsrat formulierten Standards für Museen vorbei“, betont sie. Einer der Kernpunkte setzt auf Ausstellen und Vermitteln. So sei die wichtigste Aufgabe des Museums, einen Bildungsauftrag zu erfüllen.

Schule und Museum haben in enger Kooperation einen außerschulischen Lernort geschaffen, mit dem sich die Kinder identifizieren. Hier lohnt sich immer wieder der Blick zum Programm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz „Kulturerbe macht Schule“. „Wir haben seit dem Frühjahr 2018 drei Durchgänge mit jeweils sieben Klassen absolviert, im September 2020 starten wir erneut“, berichtet Hansche. Der nächste Durchgang zur Ausbildung kleiner Museumsführer beginnt im März.

Einer ihrer größten Wünsche besteht darin, die Projektarbeit langfristig auch für andere Schulen oder Bildungseinrichtungen anbieten zu können. Die Nachfrage besteht, auch überregional. „Wir haben ein Alleinstellungsmerkmal, das sich inzwischen herumgesprochen hat“, so Hansche.

Von Margrit Hahn

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