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Trebbin Dorfbewohner bauen einen Trainingsplatz
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14:19 12.06.2019
Beim Arbeitseinsatz: In Eigenregie und mit Hilfe von Fördergeld haben sich die Kliestower einen Bewegungs-Parcours geschaffen. Quelle: Elinor Wenke
Kliestow

Das Dorf Kliestow will sich fit halten und zwar an frischer Luft. In den letzten Wochen wurde in Eigeninitiative gebuddelt und planiert, gewerkelt und geharkt. Auf einer 45 Quadratmeter großen Fläche neben dem Spielplatz entsteht eine Trainingsfläche mit fünf Fitnessgeräten für jedermann. Bis zum Dorffest am 15. Juni soll alles fertig sein.

Arbeitseinsatz in Kliestow. Ortsvorsteher Andreas Liefeld ist mit der Walze dabei. Quelle: Elinor Wenke

„Ursprünglich war unser Ansinnen, Trainingsmöglichkeiten für die Senioren im Dorf zu schaffen“, sagt Christel Liefeld, die im vorigen Jahr die Idee für den Fitnessplatz hatte. „Aber dann haben wir uns entschlossen, für alle Generationen etwas anzubieten.“ Der Trebbiner Ortsteil zählt derzeit rund 420 Einwohner.

Auch der siebenjährige Niklas hilft mit. Quelle: Elinor Wenke

Die Formalitäten leitete Nico Proy, Vorsitzender der Kliestower Dorfgemeinschaft, ein. Mit Hilfe von 5000 Euro Fördergeld der LAG „Rund um die Fläming-Skate“ wurden die Geräte angeschafft. „Wir haben eine Ruderbank, einen Skigänger, ein Rad, einen Crosstrainer und einen Spaziergänger“, verkündet Hans Henschel, Vize-Vorsitzender der Dorfgemeinschaft. „20 Prozent der Summe, also 1250 Euro, muss die Dorfgemeinschaft als Eigenanteil bringen“, sagt Henschel. Und das wurde mit Muskelkraft in die Tat umgesetzt.

Unterstützung durch die Stadt Trebbin

Ein Stamm-Team in wechselnder Besetzung machte sich ans Werk, beräumte den Platz von Wildwuchs, hob Erdboden aus und verfüllte neu und schuf Baufreiheit. Beim Begradigen der Fläche unterstützte die Stadt Trebbin. Für die Beton-Fundamente mussten Profis vom Garten- und Landschaftsbau ran, alles andere erledigen die Kliestower selbst.

Neben den Fitness-Geräten gibt es noch Bänke und Fahrradständer; weicher Kunststoff unter den Geräten sorgt für einen gelenkfreudigen Auf- und Abstieg.

1200 Kilo Beton-Borde

„Insgesamt wurden 1200 Kilo Beton-Borde gesetzt, 1700 Kilo Beton-Recycling gemischt und 2,8 Tonnen Betonplatten verlegt“, bilanziert Ortsvorsteher Andreas Liefeld. Der 43-Jährige bemängelt, dass das Durchschnittsalter der Helfer bei 55 Jahren liegt. „Natürlich müssen viele arbeiten gehen, aber die Zeit für einen Dorf-Einsatz sollte man sich trotzdem nehmen“, so Liefeld.

Hilfe aus Wiesenhagen

Zu den Helfern gehört auch der 83-jährige Günter Reichert aus dem Nachbardorf Wiesenhagen. Natürlich sind dann auch Gäste aus anderen Orten zum Sporttreiben eingeladen. Und selbst der siebenjährige Niklas packte tatkräftig mit zu und zog die schwere Walze.

Arbeitseinsatz für Sportgeräte in Kliestow. Quelle: Elinor Wenke

Gänzlich ausreichend sind die 5000 Euro Fördergeld für das Vorhaben nicht. „Wir schätzen die Kosten auf 10 000 Euro“, sagt Christel Liefeld. Deshalb wirbt die Dorfgemeinschaft mit Kuchenbasar, Tombola und anderen Aktionen zusätzlich Geld ein.

Am Sonnabend wird ab 14.30 Uhr gefeiert. Dann ist auch Premiere für den neuen Bewegungs-Parcours. „Außerdem gibt es Blasmusik mit dem Polizeiorchester Brandenburg, selbst gebackenen Kuchen, Gegrilltes und eine Hüpfburg für die Kinder“, kündigt Hans Henschel an. Eine Tombola, Kegeln und Vorführungen der Feuerwehr komplettieren das Programm.

 

Von Elinor Wenke

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