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Trebbin Flugplatz Schönhagen braucht weiter Zuschuss
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Flugplatz Schönhagen braucht weiter Zuschuss
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15:15 09.12.2019
Rund 50.000 Flugbewegungen finden jedes Jahr aus dem Flugplatz Schönhagen statt. Quelle: Oliver Fischer
Schönhagen

Es ist zu einer Tradition des Landkreises Teltow-Fläming geworden, wenn auch zu einer unliebsamen. Jedes Jahr gewährt der Kreistag dem Flugplatz Schönhagen Zuschüsse. In 2020 sollen es 563.629 Euro sein.

„Damit sind wir weit von den Dimensionen früherer Jahre entfernen“, sagte Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) kürzlich im Kreiswirtschaftsausschuss über den Zuschussbedarf. TF hält 99,54 Prozent der Flugplatzgesellschaft; den Rest die Stadt Trebbin.

Große historische Flugzeuglandungen sind in Schönhagen die Ausnahme aber immer wieder ein Hingucker. Quelle: Elinor Wenke

Der Kreistag hat sich längst daran gewöhnt, dass der kleine Verkehrslandeplatz nicht kostendeckend arbeitet. Diskussionen über Verbesserungspotentiale gehören alljährlich genauso zur Tagesordnung wie das Ja zum Zuschuss.

Mit dem zusätzlichen Geld sichert der Kreis eine sogenannte Daseinsvorsorge in puncto Mobilität. Um diese Aufgabe kommt Teltow-Fläming nicht umhin.Schönhagen entlastet beispielsweise den Flughafen Schönefeld bei kleineren Fliegern.

Vorschlag: Entgelte erhöhen

„Warum werden die Start- und Landegebühren nicht um zehn Euro erhöht“, fragte Detlev von der Heide (SPD). Es würde ja keine Armen treffen, meinte der langjährige Kreispolitiker. Rund 50.000 Starts und Landungen werden jährlich in Schönhagen gezählt. Die Entgelte staffeln sich nach Lärmbelastung und reichen von einem Euro für Segelflieger bis über 100 Euro für große Flugzeuge.

2018 war Premiere: Künftig soll dank Instrumentenflug das Landen in Schönhagen auch bei schlechter Sicht möglich sein. Quelle: Margrit Hahn

Landrätin Wehlan reagierte verhalten auf den Vorschlag. Die Entgelte würden alle zwei Jahre angepasst. „Aktuell gibt es da keinen Spielraum“, sagte sie.

Für die nächste Anpassung in 2021 zeigte sie sich dennoch verhalten optimistisch. Dank neuer Instrumentenflugtechnik könnte dann bei fast jedem Wetter in Schönhagen gestartet und gelandet werden.

Mieten und Pachten bringen Geld ein

Auch Mieten und Pachten unter anderen für Stellplätze und Büros waren noch einmal Thema. Diese gewerbliche Tätigkeit der Flugplatzgesellschaft wirke sich positiv auf die gesamte Finanzsituation aus, so Wehlan. 30 Prozent der Einnahmen aus diesem Bereich würden inzwischen genutzt, um den Zuschussbedarf durch den Kreis zu senken.

Unter anderem Büros und Veranstaltungsräume auf dem Flugplatz Schönhagen bringen Geld ein. Quelle: Hartmut F. Reck

„Jedes Jahr eine halbe Millionen Euro zuschießen, das ist nicht zufriedenstellend“, fasste der Ausschussvorsitzende Gerhard Kalinka (Grünen)zusammen. Der Fachausschuss empfiehlt dem Kreistag dennoch, dem Zuschuss zuzustimmen. Bei einer Vor-Ort-Sitzung sollen die Kosten rund um den Flugplatz im Frühjahr 2020 aber noch einmal ausführlich diskutiert werden.

Von Victoria Barnack

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