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Trebbin Frische Fische aus Blankensee
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Frische Fische aus Blankensee
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16:24 18.12.2018
Im Fischereibetrieb von Bernd Wildemann decken sich viele Kunden mit frischem Fisch für die Festtage ein.
Im Fischereibetrieb von Bernd Wildemann decken sich viele Kunden mit frischem Fisch für die Festtage ein. Quelle: Fotos: Margrit Hahn
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Blankensee

Fischermeister Bernd Wildemann hat in seinem Leben schon reichlich Fisch verkauft. Auch an Prominente. Zu ihnen gehörte vor Jahren Manfred Krug. Und auch Schauspieler Horst Krause schätzt den frischen Fisch aus Blankensee. Und der ist jetzt zu den Feiertagen besonders gefragt.

Gute Erträge

„Die Erträge waren in diesem Jahr gut“, sagt Bernd Wildemann zufrieden. Und das, obwohl der Wasserspiegel des Blankensees im Sommer 20 Zentimeter niedriger war als sonst. Die Mitarbeiter des Fischereibetriebes wussten sich aber zu helfen. „Der Blankensee ist eh nur 1,50 Meter tief und morastig. Die Fische hielten sich nicht am Ufer, sondern in der Mitte des Sees auf. Also haben wir unsere Reusen dort aufgestellt“, berichtet Bernd Wildemann. Dadurch war der Aalertrag sehr gut. Wels und Hecht wurden weniger gefangen.

Sechs Tonnen Fisch

Auf dem 240 Hektar großen Blankensee wird auf Grund der geringen Wassertiefe und des Morastes vorläufig nicht gefischt. Dafür aber auf dem Grössinsees. Der ist zwar nur 90 Hektar groß, dafür aber 3,50 Meter tief und mit festem Untergrund. Doch in diesem Jahr ist auch dort Schluss. „Wir haben den Netzfang abgeschlossen“, fügt Wildemann hinzu. Erst vor zwei Wochen wurden im Grössinsee sechs Tonnen Fisch gefangen. Darunter auch Zander und Hecht.

Karpfen aus Kreba

Die Karpfensaison hat erst kurz vor Weihnachten begonnen. „Die Karpfen aus den Seen reichen nicht aus. Deshalb kaufen wir welche von der Teichwirtschaft in Kreba zu“, so Wildemann. Dadurch sind Weihnachts- und Silvesterschmaus der Kunden gesichert. Der Fischermeister lässt sich zu Weihnachten Enten und zu Silvester Karpfen in Biersoße schmecken.

Spezialitäten im Angebot

Der Karpfenverkauf ist in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen. „Es machen sich immer weniger die Mühe, Karpfen aufwendig zuzubereiten. Für Karpfen blau braucht es doch schon geraume Zeit, um den schmackhaft zu servieren“, stellt der Fachmann fest. Wobei es auch Karpfenfilet gibt. Neben frischen Fisch gehören Fischbuletten, Fischsuppe und Fischsoljanka zum Angebot des Fischereibetriebs.

Eigene Räucheröfen

Im Sommer hat Bernd Wildemann öfter mal eine gegrillte Forelle zubereitet. „Wels lässt sich auch gut grillen“, weiß der 63-Jährige aus Erfahrung. Viele haben sich in der warmen Jahreszeit frischen Fisch aus Blankensee geholt und selbst geräuchert. Der Trend gehe immer mehr zu eigenen Räucheröfen.

Kundschaft erwünscht

Früher hat Bernd Wildemann das kalte Wasser nichts ausgemacht. Inzwischen verträgt er die Kälte nicht mehr so so gut. Bis 2020 hält er dem Fischereibetrieb Blankensee noch die Treue. Dann geht er in den Ruhestand. Daran denkt er zum Weihnachts- und Silvestergeschäft aber nicht. Da hofft er auf viel Kundschaft.

Geöffnet ist am Sonntag vor Heiligabend und Silvester von 9 bis 17 Uhr. Am 24. Dezember und am 31. Dezember wird von 9 bis 12 Uhr verkauft.

Von Margrit Hahn