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Trebbin Zeltlager der Johannischen Kirche
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Zeltlager der Johannischen Kirche
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00:23 17.08.2018
Teilnehmer des Zeltlagers der Johannischen Kirche in Glau. Quelle: Margrit Hahn
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Glau

Das Zeltlager der Johannischen Kirche in Glau geht am Mittwoch zu Ende. „Ich bin zum vierten Mal dabei, und es gefällt mir sehr. Das Zeltlager ist eine gute Gelegenheit, mal wieder alle zu sehen“, sagt Sophia Fedder aus Düsseldorf. Dass sie in den vergangenen zwei Wochen nicht nur ihre Freizeit genießen konnte, sondern auch mit anpacken musste, störte sie nicht. „Wenn man es zusammen macht und dabei Musik hören kann, ist es toll“, sagte die 19-Jährige.

Zeltlager ist Tradition

Die Johannische Kirche veranstaltet jedes Jahr Zeltlager. In diesem Jahr wurden zwei Durchgänge in Bayern und zwei in Glau angeboten. Die Kinder und Jugendlichen übernachten zu acht im Zelt in Doppelstockbetten. Ende Juli weilten die Konfirmanden für eine Woche in der Friedensstadt.

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Bewohner backen Kuchen

Nun verbringen dort insgesamt 33 weitere Teilnehmer im Alter von 13 bis 27 Jahren zwei Ferienwochen. Sie kommen aus ganz Deutschland, aber auch aus der Region. Vormittags wird gearbeitet und nachmittags geht es zum Baden – entweder an den Siethener See, nach Dobbrikow oder Kleinbeuthen. Sie haben einen Gottesdienst in der Kapelle gestaltet und diesen musikalisch begleitet. Um die Versorgung kümmern sie sich selbst. Gekocht wird im ehemaligen Restaurant „An der Sonne“, zu dem einst ein Kino gehöre. Betreiber ist die Jugendgruppe der Friedensstadt. Um Kuchen müssen sich die jungen Leute nicht kümmern. Das Zeltlager ist Tradition und die Bewohner der Friedensstadt bringen sich mit ein und verwöhnen die Kinder und Jugendlichen fast täglich mit frisch gebackenen Kuchen. Bei der Hitze beschränken sich die Arbeiten in diesem Jahr auf die Pflege der Grünanlagen, auf die Apfelernte und den Musikworkshop.

Kanufahrt und Abstecher zur Ostsee

„Jeder, der sich für das Zeltlager anmeldet, weiß vorher, dass auch gearbeitet wird“, berichtet Lagerleiter Johannes Marek. Der 44-jährige ist seit 27 Jahren dabei. Allerdings hat er kaum einen so heißen Sommer miterlebt wie in diesem Jahr. Um so mehr freut es ihn, dass die Gruppe dieses Mal so „pflegeleicht“ ist. Zu den Höhepunkte gehörte die Zwei-Tagestour mit einer Kanufahrt in Mecklenburg Vorpommern sowie einem Abstecher zur Insel Usedom.

Schlafen unter freiem Himmel

Da die Zelte ausgeliehen wurden und wieder in Berlin abgeben werden müssen, wurde gestern bereits abgebaut. Die meisten schliefen die vergangene Nacht unter freiem Himmel oder im Jugendraum der Johannischen Kirche. Einige bleiben bis zum Wochenende, denn am 19. August beginnt die Kirchentagswoche, zu der mehr als 1500 Teilnehmer erwartet werden. Zuvor findet am 17. August im Zuge des Blankenseer Musiksommers ein Konzert mit dem Berliner Organisten-Duo Elke Schneider und Volker Jaeckel statt. Titel: „Vier Hände, vier Füße und eine Orgel“.

Von Margrit Hahn