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Trebbin 20 Reiter bei der großen Fuchsjagd
Lokales Teltow-Fläming Trebbin 20 Reiter bei der großen Fuchsjagd
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18:53 21.10.2018
Die tReiter haben sich auf dem Dorfplatz vor der Kirche in Großbeuthen versammelt. Quelle: Melanie Breitkopf
Großbeuthen

Pünkltich um zehn versammelten sich am Sonnabend die Reiter vor der Großbeuthener Kirche. Ein Kremser stand auch dabei – für die Gäste. Es war das gewohnte Schauspiel. Seit mehr als 50 Jahren veranstaltet der Reit- und Fahrverein Großbeuthen im Herbst eine Fuchsjagd.

Und stets wird sie von einer Gruppe um den Vereinsvorsitzenden eröffnet. Entsprechend richtete Detlef Ludwig diesmal die Worte an die Teilnehmer. „Wir leben eine lange Tradition des Reit- und Fahrsports“, so Ludwig über den 1955 gegründeten Verein. In Teltow-Fläming gebe es mittlerweile kaum noch Reitjagden. Umso mehr freue er sich über die 130 Gäste und 23 teilnehmenden Reiter. „Wir sind überwältigt von der Resonanz und der Gästeanzahl“, so der Vorsitzende des Vereins. Anschließend lobte er die Vereinsmitglieder und Helfer für die gute Organisation.

Dann ging es auf die rund 20 Kilometer lange Strecke.

Keine echten Füchse

Natürlich werden bei der Fuchsjagd keine echten Füchse gejagt. Die Reiter bringen vielmehr eine Hindernisstrecke hinter sich. Es ging diesmal rund um die Glauer Berge. Bevor sich die Reiter und Kremser aber auf den Weg machten, erklärte Detlef Ludwig noch einmal die wichtigsten Regeln der Herbstjagd.

Dabei spielen zwei Reiter eine entscheidende Rolle: der Master und der imaginäre Fuchs. Der Master führt das Feld an, er darf während der gesamten Jagd nicht überholt werden. Der Fuchs ist durch einen kleinen Fuchsschwanz gekennzeichnet und reitet 20 bis 30 Meter vor dem Reiterfeld. Während der Herbstjagd müssen die Reiter bestimmten Regeln folgen und stets in einer Linie und nicht über Kreuz reiten.

Zuschauer sangen Jagdlieder

Für die Zuschauer standen sieben Kremser und drei Kutschen bereit. Bei herbstlichen Temperaturen nahmen die Besucher warm angezogen und mit Decken ausgestattet auf den Kutschen Platz. Während der Fahrt herrschte gute Stimmung. Es wurden Liederbücher ausgeteilt und auf der Strecke traditionelle Jagdlieder gesungen.

Die Kremser und Reiter trafen sich dann an den jeweiligen Hindernissen wieder. Während die Jäger auf ihren Waldhörnern einige Lieder spielten, konnten die Gäste das Reiterfeld beim Springen beobachten. Nach der Hälfte der Strecke traf sich das gesamte Teilnehmerfeld zu einem Stelldichein. Auf einer Wiese wurde dafür ein Zelt mit ausreichend Sitzmöglichkeiten aufgebaut. Bei reichlich Essen und dem sogenannten Bügeltrunk hatten die Reiter und Gäste die Möglichkeit sich auszutauschen und die Pferde zu versorgen.

Tina Hohensee greift den Fuchsschwanz

Zum Abschluss der Herbstjagd fanden auf einer Wiese in Großbeuthen das Fuchsschwanzgreifen und das Halali der Jagdbläser statt. Die langjährige Jagdreiterin Tina Hohensee hat den Fuchsschwanz in diesem Jahr aufgegriffen und sich damit zu einer Saalrunde am Abend verpflichtet.

In einem Restaurant in Löwenbruch trafen sich über 60 Gäste zu einem geselligen Beisammensein, um den Tag feierlich ausklingen zu lassen. „Der gute Erfolg gibt uns den Ansporn die Reiterjagd auch im Jahr 2019 weiter fortzusetzen.“, sagt Detlef Ludwig.

Von Melanie Breitkopf

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