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Trebbin Müll landet in der Natur
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Müll landet in der Natur
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16:43 06.02.2020
Ein Haufen Abrissmaterial wurde in der Natur abgekippt. Quelle: Privat
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Trebbin

Trebbins Ordnungsamt schlägt Alarm: Die illegale Müllentsorgung rund um die Stadt und die Ortsteile hat in jüngster Vergangenheit massiv zugenommen. Neben großen Rollen Teerpappe in der Nähe von Wiesenhagen (die MAZ berichtete) registrierte das Ordnungsamt zahlreiche weitere Fälle.

Autoreifen und Radkappen landeten in der Natur. Quelle: Privat

„Ganze Lkw-Ladungen voller Abrissmaterial werden immer wieder auf öffentlichen Wegen und in Waldnähe abgeladen“, berichtete Abteilungsleiterin Daniela Nelke im städtischen Bau- und Ordnungsausschuss. Die Abfall-Haufen wurden unter anderem neben der Bundesstraße 101, aber auch auf dem Wirtschaftsweg zwischen Lüdersdorf und Eichenhof, in Großbeuthen oder am Großbeerener Graben entdeckt. Schadstoffbelastetes Asbest wurde zwischen Trebbin und Lüdersdorf abgeladen. Dachziegel und Spanplatten, Autoreifen und große Schüttgutbehälter voller Baumaterial verschandeln die Landschaft.

Firmen als Verursacher vermutet

„Es sind keine kleinen Mengen, die man mit dem Pkw dorthin transportiert. Wir vermuten, dass sich eine oder mehrere Firmen, dort entledigt haben“, sagte Diana Nelke.

Immer wieder haben Bürger derartige illegale Müllhaufen an das Ordnungsamt gemeldet. „Wir sind dran, aber es ist manchmal sehr langwierig“, räumte die Abteilungsleiterin ein. Wenn Material gefunden wird, muss es auf Schadstoffe geprüft und beprobt werden. „Nach der Analyse wird dann ein externes Unternehmen mit der Entsorgung beauftragt, dadurch kommt es zu diesen langen Zeiträumen“, so Nelke.

Illegaler Müllhaufen bei Lüdersdorf. Quelle: Privat

Das Ordnungsamt ruft die Bevölkerung zur Wachsamkeit und Mithilfe auf. „Wir gehen fast davon aus, dass es sich um dieselben Firmen als Verursacher handelt“, mutmaßt Daniela Nelke. „Wir bitten deshalb die Bürger, verdächtige Beobachtungen zu melden.“ Wenn beispielsweise Fahrzeuge oder Personen festgestellt werden, die auf einem bestimmten Areal nichts zu suchen haben, sollte dies notiert und mitgeteilt werden.

„Könnte man dort eine Wildkamera installieren oder verstößt das gegen den Datenschutz?“, wollte Ralf Schmidt in der Bürgerfragestunde wissen. „Es sind leider immer verschiedene Ablage-Stellen, zum Teil weit im Wald und auch über das Gebiet von Trebbin hinaus“, erklärte Daniela Nelke.

Von Elinor Wenke

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