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Trebbin Neuer Elektro-Rufbus in Trebbin gestartet
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Neuer Elektro-Rufbus in Trebbin gestartet
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00:21 03.04.2019
Markt der offenen Höfe und Startschuss für den Kranichexpress Quelle: Margrit Hahn
Glau

Mit Apfelsaft von der Streuobstwiese wurde am Sonntag im Glauer Naturparkzentrum auf den Kranich-Express angestoßen. Der Elektrokleinbus ist ab April in Trebbin, Löwendorf, Glau und Blankensee unterwegs. Der Shuttle-Bus soll Touristen und Einheimische auf umweltfreundliche Art durch die Nuthe-Nieplitz Region chauffieren. Damit soll eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs erreicht werden.

Lange Vorbereitung

Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) berichtete beim Start von der ewig langen Vorbereitungszeit. So wurde lange nach Fördertöpfen und Lösungen gesucht. Das Vorhaben startete als Projekt, das vom Tourismusverband Fläming unterstützt wurde. Via Crowd-Funding (Finanzierung über Kleinbeträge von Privaten) kamen knapp 10 000 Euro zusammen. Dann stellte sich heraus, dass es zum vorgesehenen Startzeitpunkt keine Batterien für Elektrofahrzeuge gab. „Wir wollten auf keinen Fall ein Dieselfahrzeug und hatten uns bewusst für ein Elektromobil entschieden, um CO2-frei durch die Dörfer zu fahren“, sagte Bürgermeister Thomas Berger.

Der Markttag der Offenen Höfe und die Einweihung des Kranich-Express zogen am Sonntag viele Besucher in das Naturparkzentrum

Erst Ende vergangenen Jahres wurde das Fahrzeug dann endlich geliefert. „Doch das erschien uns nicht der richtige Zeitpunkt, um den Kranichexpress auf den Weg zu bringen“, so Berger. Das Frühjahr und der „Sommerzeitsonntag“ passten da eher, zumal an diesem Tag auch der Markt der offenen Höfe rund um das Naturparkzentrum am Wildgehege Glauer stattfand.

Durchhaltevermögen gelobt

Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) lobte das Durchhaltevermögen der Stadt Trebbin. Mobilität im ländlicher Raum ist ihrer Ansicht nach eine wichtige Sache. „Ich bin gespannt, wie es funktioniert. Ich wünschen Ihnen viele Kilometer und viele Gäste“, so die Ministerin. „Sie sind ein Musterbeispiel für Elektromobilität in Brandenburg“, lobte sie.

Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) verwies darauf, dass sich die Trebbiner mit dem Kranichmobil, einen treffenden Namen zugelegt hätten, denn der Kranich habe ich vielen Kulturen eine große Symbolkraft. Es handele sich um ein besonderes Tier, dem man viele positive Eigenschaften zuschreibt. Der Landkreis schießt für die Probezeit in diesem Jahr 60 000 Euro zu.

Bus kommt, wenn er gerufen wird

Wer den Kranichexpress nutzen möchte, hat dazu täglich von 10 bis 17 Uhr Gelegenheit. Der Bus fährt im Stundentakt – allerdings nur, wenn er gerufen wird. Anmeldungen müssen spätestens am Vortag bis 17 Uhr unter der Nmmer 0 33 71/62 81 82 erfolgt sein. Das Trebbiner Taxiunternehmen übernimmt die Fahrten im Auftrag der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming. Auch Beate Rantzsch, Pressesprecherin der Stadt Trebbin hat die Prüfung für den Personenbeförderungsschein absolviert, um im Notfall einzuspringen.

Leckere Versuchungen

Nach der Einweihung des Kranichexpress sahen sich die Besucher auf dem Markt der offenen Höfe um. Es gab eine Familienführung in die Glauer Felder, Vorführungen durch den Schmiedeverein Blankensee und Fahrten mit der Trebbiner Feuerwehr. Im Seminarraum des Naturparkzentrums konnten Eierpappen bemalt, Naturkosmetik hergestellt und Seife eingefilzt werden. An den vielen Ständen, an denen Vertreter der offenen Höfe ihre Produkte anboten, war der Andrang groß. Die Entscheidung ob Wildbratwurst, Backschwein, Fischbrötchen, Suppe oder doch lieber Kuchen und Torte viel schwer.

Von Margrit Hahn

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